Kontist Geschäftskonto 2026 – Tarife, Kosten, automatische Steuerrücklage
Kontist wurde 2016 in Berlin gegründet und hat sich seitdem auf ein eng definiertes Zielsegment spezialisiert: Freiberufler, Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen, für die die steuerliche Selbstverwaltung eine zentrale Alltagsherausforderung ist. Das Alleinstellungsmerkmal von Kontist ist die automatische Echtzeit-Steuerrücklage: Bei jedem Zahlungseingang berechnet die App unmittelbar, welcher Anteil für Einkommensteuer und Umsatzsteuer zurückgelegt werden sollte, und transferiert diesen Betrag automatisch auf ein separates Unterkonto. Was bleibt, ist der effektiv verfügbare Betrag – ohne Risiko der Steuernachzahlungs-Überraschung am Jahresende.
Seit 2025 gehört Kontist zur Société Générale-Gruppe, vermittelt über die Shine Germany GmbH. Shine ist die französische FinTech-Tochter der Société Générale und operiert mit demselben Fokus auf Selbstständige in Frankreich, den Kontist in Deutschland bedient. Die Bankinfrastruktur – Kontoführung, IBAN, Zahlungsverkehr, Einlagensicherung – stellt Solaris SE (ehemals Solarisbank) bereit, ein BaFin-reguliertes Vollbankinstitut mit deutscher Banklizenz und gesetzlicher Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Einleger.
Kontist bietet drei Tarife an: Free, Start und Plus. Der Kostenrahmen reicht von dauerhaft kostenlos (Free, ab 300 Euro monatlichem Habenumsatz) bis 25 Euro netto monatlich (Plus). Die Kontist Geschäftskonto Tarife unterscheiden sich primär in der Anzahl kostenloser Buchungen, dem Vorhandensein einer physischen Karte, dem Umfang der Buchhaltungsintegration und dem Zugang zur DATEV-Schnittstelle.
Kontist Geschäftskonto 2026: alle Tarife im Überblick
Free · Start · Plus – automatische Steuerrücklage in allen Tarifen
Tarife: Free (0 € / ab 300 € Umsatz) · Start (11 € / Monat) · Plus (25 € / Monat) · alle netto zzgl. MwSt.
Inaktivitätsgebühr: 2 € / Monat bei Free-Tarif mit unter 300 € Habenumsatz
Buchungen (Free): 5 kostenlos · ab 6. Buchung: 0,40 € je Transaktion
Buchungen (Start): 30 kostenlos · ab 31. Buchung: 0,15 € je Transaktion
Buchungen (Plus): 100 kostenlos · ab 101. Buchung: 0,15 € je Transaktion
Karten: Virtuelle Visa Debitkarte (alle Tarife) · Physische Visa Debitkarte ab Start inkl. · Free: physische Karte 29 € / Jahr optional
IBAN: Deutsch (DE) · Banking über Solaris SE
Einlagensicherung: 100.000 € über Solaris SE (BaFin-regulierte Vollbank)
Steuerrücklage: Automatisch in allen Tarifen · individuell anpassbare Steuersätze
DATEV-Export: Nur im Plus-Tarif inklusive
Dispokredit: Bis 5.000 € (ab Start-Tarif)
Bargeldabhebung: 2 € Grundgebühr je Abhebung + ggf. Fremdgebühr · Fremdwährung: 2 % Aufschlag
Bargeldeinzahlung: Nicht möglich
Eigentümer: Shine Germany GmbH (Société Générale-Gruppe) · gegründet 2016 Berlin
✅ Stärken von Kontist
- Automatische Echtzeit-Steuerrücklage (alle Tarife)
- Free-Tarif dauerhaft kostenlos (ab 300 € Umsatz)
- Individuelle Steuersatz-Anpassung über Taxator
- Deutsche IBAN, Einlagensicherung 100.000 € über Solaris SE
- Dispokredit bis 5.000 € (ab Start)
- DATEV-Export im Plus-Tarif inklusive
- Alle Rechtsformen akzeptiert (Freiberufler, GmbH, UG, GbR, KG u. a.)
- Keine Schufa-Prüfung bei Kontoeröffnung
⚠️ Einschränkungen
- Free-Tarif: nur 5 kostenlose Buchungen (sehr niedrig)
- Inaktivitätsgebühr 2 € bei unter 300 € Habenumsatz
- Bargeldabhebung immer kostenpflichtig (2 € Grundgebühr)
- Keine Bargeldeinzahlung
- DATEV nur im teuersten Tarif (25 €)
- Steuerrücklage auf EÜR-Logik ausgelegt – begrenzt relevant für bilanzierende GmbHs
- Fremdwährungs-Aufschlag 2 %
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Unternehmenshintergrund: Kontist als Teil der Société Générale-Gruppe
Kontist wurde 2016 in Berlin von Selbstständigen für Selbstständige gegründet – mit dem primären Ziel, das Problem der unerwarteten Steuernachzahlung für Freiberufler zu lösen. Das Produkt entstand aus der persönlichen Erfahrung der Gründer, dass Selbstständige in Deutschland nach einem guten Geschäftsjahr oft von hohen Steuernachzahlungen überrascht werden, weil sie die Steuerlast auf ihre laufenden Einnahmen nicht kontinuierlich zurückgelegt haben.
Seit 2025 ist Kontist Teil der Société Générale-Gruppe. Die Übernahme erfolgte über Shine, das französische FinTech-Pendant zu Kontist innerhalb der Groupe Société Générale, das unter dem Dach der Shine Germany GmbH die Kontist-Aktivitäten in Deutschland weiterführt. Die strategische Ausrichtung – Fokus auf Selbstständige und Freiberufler, automatisierte Steuertools, digitales Banking – ist unverändert geblieben.
Die Bankinfrastruktur von Kontist basiert auf der Solaris SE (früher Solarisbank) – einem Berliner Banking-as-a-Service-Anbieter mit vollständiger Banklizenz unter BaFin-Aufsicht. Solaris SE stellt IBAN, Zahlungsverkehr und die Einlagensicherung bereit. Einlagen sind über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Einleger abgesichert. Kontist selbst hält keine eigene Banklizenz.
Das Alleinstellungsmerkmal beim Kontist Geschäftskonto: die automatische Echtzeit-Steuerrücklage
Das Merkmal, das Kontist seit seiner Gründung von allen anderen Geschäftskontoanbietern unterscheidet, ist die automatische Steuerrücklage. Sie funktioniert in allen drei Tarifen – einschließlich des kostenlosen Free-Tarifs – ohne Aufpreis und ohne manuelle Konfiguration.
Das Prinzip: Bei jedem Zahlungseingang auf dem Kontist-Konto berechnet die App in Echtzeit den steuerlichen Anteil des eingehenden Betrags – bezogen auf die individuelle Situation des Kontobesitzers: Steuersatz der Einkommensteuer, Umsatzsteuerpflicht (Regelbesteuerung oder Kleinunternehmerregelung), pauschale Betriebsausgabenquote. Dieser errechnete Steueranteil wird automatisch auf ein separates Steuerrücklagen-Unterkonto transferiert. Was auf dem Hauptkonto verbleibt, ist der Betrag, den der Selbstständige effektiv verausgaben kann – ohne das Risiko, die Steuerlast zu vergessen.
Der sogenannte Taxator ist die Konfigurationsoberfläche für diesen Prozess. Nutzer können ihre persönlichen Steuersätze anpassen, die Betriebsausgabenquote verändern, die Umsatzsteuerberechnung ein- oder ausschalten (relevant für Kleinunternehmer, die keine Umsatzsteuer ausweisen) und das Steuerrücklagen-Feature bei Bedarf vollständig deaktivieren. Der Taxator ist damit keine Blackbox, sondern ein konfigurierbares Werkzeug, das auf individuelle steuerliche Situationen angepasst werden kann.
Für bilanzierende Unternehmen – insbesondere GmbHs mit doppelter Buchführungspflicht nach HGB – ist das Feature weniger direkt relevant, da die steuerliche Planung dort durch den Jahresabschluss und die Steuererklärung des Steuerberaters gesteuert wird. Für Freiberufler und Solo-Selbstständige mit EÜR hingegen ist die automatische Rücklage ein konkreter Schutz vor der häufigsten finanziellen Falle der frühen Selbstständigkeit.
💡 Praxisbeispiel: Wie die automatische Steuerrücklage im Alltag wirkt.
Ein freiberuflicher Texter erhält im März eine Überweisung von 2.000 Euro netto von einem Auftraggeber. Der Taxator ist auf 30 % Einkommensteuerrücklage und 19 % Umsatzsteuerrücklage konfiguriert (bei einem steuerpflichtigen Umsatz).
Kontist berechnet automatisch: Einkommensteuer-Anteil = 2.000 × 30 % = 600 €. Umsatzsteuer-Anteil (wenn Rechnung inkl. 19 % USt gestellt) = 318,49 € (enthaltene USt auf 1.681,51 € Nettobetrag).
Ergebnis: 918,49 € werden automatisch auf das Steuerrücklagen-Unterkonto transferiert. Auf dem Hauptkonto verbleiben 1.081,51 €.
Der Texter sieht auf dem Startbildschirm sofort: Das ist der Betrag, den er tatsächlich ausgeben kann. Keine manuelle Rücklageberechnung, kein Kalkulationsaufwand, keine Jahresend-Überraschung.
Die drei Kontist Geschäftskonto-Tarife im Detail
Kontist Free – das kostenlose Basisangebot
Der Free-Tarif ist dauerhaft ohne monatliche Kontoführungsgebühr erhältlich – vorausgesetzt, der monatliche Habenumsatz auf dem Konto liegt bei mindestens 300 Euro. Bei einem Habenumsatz unter 300 Euro fällt eine Inaktivitätsgebühr von 2 Euro monatlich an. Das ist konzeptionell ähnlich wie die 500-Euro-Grenze der Skatbank, aber auf einem niedrigeren Niveau – für die meisten aktiv betriebenen Geschäftskonten problemlos erfüllbar.
Im Free-Tarif sind 5 kostenlose SEPA-Buchungen pro Monat enthalten. Jede weitere Buchung kostet 0,40 Euro – das ist der höchste Transaktionspreis pro Buchung im Marktvergleich unter den hier besprochenen Anbietern. Wer im Free-Tarif mehr als 5 Buchungen monatlich tätigt, sollte die Kostenentwicklung aufmerksam beobachten: Ab der sechsten Buchung kostet jede Transaktion 0,40 Euro; bei 28 Buchungen monatlich entstehen bereits über 9 Euro Buchungsgebühren – womit der Start-Tarif für 11 Euro wirtschaftlich günstiger wäre.
Im Free-Tarif enthalten: virtuelle Visa Debitkarte, automatische Steuerrücklage, Rechnungstool, Belegerfassung, Unterkonten (eingeschränkt), Exportfunktionen (CSV). Die physische Visa Karte ist im Free-Tarif nicht automatisch inklusive; sie kann gegen eine Jahresgebühr von 29 Euro zusätzlich bestellt werden.
Kontist Start – der erste kostenpflichtige Tarif
Der Start-Tarif kostet 11 Euro netto monatlich und erweitert das Free-Angebot um 30 kostenlose Buchungen (statt 5), eine kostenlose physische Visa Debitkarte, einen beantragbaren Dispokredit bis 5.000 Euro, eine Buchhaltungsintegration über Schnittstellen (FastBill, Lexoffice-Anbindung) sowie Unterkonten mit eigener IBAN. Der günstigere Buchungspreis ab der 31. Buchung (0,15 Euro statt 0,40 Euro im Free-Tarif) macht den Start-Tarif für Konten mit 28+ Transaktionen monatlich wirtschaftlich vorteilhafter gegenüber dem Free-Tarif.
Kontist Plus – die vollständige Lösung mit DATEV
Der Plus-Tarif kostet 25 Euro netto monatlich und enthält alle Leistungen des Start-Tarifs, erweitert um 100 kostenlose Buchungen monatlich, die vollständige DATEV-Schnittstelle (exklusiv im Plus-Tarif), erweiterte Umsatzsteuerauswertung, GoBD-konforme Belegarchivierung sowie eine direktere Steuerberater-Anbindung. Für Selbstständige mit einem Steuerberater, der auf DATEV-Direktexport angewiesen ist, ist der Plus-Tarif die einzige Option innerhalb des Kontist-Angebots.
Alle drei Kontist Geschäftskonto Tarife im direkten Vergleich
| Merkmal | Free | Start | Plus |
|---|---|---|---|
| Grundgebühr / Monat (netto) | 0 € (ab 300 € Habenumsatz) | 11 € | 25 € |
| Inaktivitätsgebühr (unter 300 € Habenumsatz) | 2 € / Monat | Entfällt | Entfällt |
| Kostenlose SEPA-Buchungen / Monat | 5 | 30 | 100 |
| Preis je weiterer Buchung | 0,40 € (höchster Marktwert) | 0,15 € | 0,15 € |
| Virtuelle Visa Debitkarte | ✔ kostenlos | ✔ kostenlos | ✔ kostenlos |
| Physische Visa Debitkarte | Optional: 29 € / Jahr | ✔ kostenlos inkl. | ✔ kostenlos inkl. |
| Automatische Steuerrücklage | ✔ (alle Tarife) | ✔ | ✔ |
| Rechnungstool | ✔ | ✔ | ✔ |
| Buchhaltungsintegration (FastBill, Lexoffice u. a.) | ✗ | ✔ via Schnittstelle | ✔ vollständig |
| DATEV-Export | ✗ | ✗ | ✔ exklusiv im Plus |
| GoBD-konforme Belegarchivierung | ✗ | ✗ | ✔ |
| Unterkonten mit eigener IBAN | Eingeschränkt | ✔ | ✔ |
| Dispokredit (bis 5.000 €) | ✗ | ✔ beantragbar | ✔ beantragbar |
| Bargeld abheben | 2 € je Abhebung + Fremdgebühren | 2 € je Abhebung + Fremdgebühren | 2 € je Abhebung + Fremdgebühren |
| Bargeld einzahlen | ✗ Nicht möglich | ✗ | ✗ |
Stand Mai 2026. Preise netto zzgl. 19 % MwSt. Buchungsgebühren: Free 0,40 € / Start+Plus 0,15 € je Transaktion über Freivolumen. Alle Angaben ohne Gewähr; stets aktuelle Konditionen auf kontist.com prüfen.
Breakeven-Analyse: Wann ist welcher Tarif günstiger?
💡 Free vs. Start: Ab wann lohnt der Wechsel?
Im Free-Tarif ist ab der 6. Buchung jede Transaktion 0,40 € teuer. Der Start-Tarif kostet pauschal 11 € / Monat netto, enthält aber 30 Freiposten (0,15 € danach).
Vergleich bei 28 Buchungen / Monat: Free: 5 kostenlos + 23 × 0,40 € = 9,20 € Buchungsgebühren. Start: 11 € Grundgebühr, 28 Buchungen in 30 Freiposten → 0 € Buchungsgebühr, Gesamtkosten: 11 €.
Breakeven: Der Start-Tarif wird bei rund 28 Buchungen / Monat günstiger als Free – also schon bei mittelgroßem Transaktionsvolumen. Wer regelmäßig Eingangsrechnungen bezahlt, Daueraufträge hat und Kundengelder empfängt, erreicht diese Grenze schnell.
Empfehlung: Kontist Free eignet sich für Selbstständige mit sehr wenigen monatlichen Transaktionen (1–5). Wer regelmäßig mehr als 10–15 Buchungen hat, sollte direkt mit dem Start-Tarif beginnen.
💡 Start vs. Plus: Wann lohnt der Aufpreis von 14 €?
Der Plus-Tarif kostet 14 € netto mehr als Start. Der entscheidende Mehrwert ist der DATEV-Export. Bei einem Steuerberater, der für manuelle CSV-Übergabe monatlich 30 Minuten Mehraufwand hat und das mit 50–80 € / Stunde abrechnet, amortisiert sich der Plus-Tarif schnell.
Zudem enthält Plus 100 Freiposten (Start: 30). Wer monatlich 50–100 Buchungen tätigt, spart im Plus-Tarif gegenüber Start bei den Buchungskosten erheblich: 70 zusätzliche Buchungen × 0,15 € = 10,50 € Buchungsgebühr im Start-Tarif – womit die Preisdifferenz von 14 € bereits größtenteils durch eingesparte Buchungsgebühren kompensiert wird.
Empfehlung Plus-Tarif: Selbstständige mit DATEV-Steuerberater oder mehr als 40–50 Buchungen monatlich.
Einlagensicherung und regulatorischer Rahmen
Kontist hält keine eigene Banklizenz. Das Banking läuft über die Solaris SE (früher Solarisbank), ein Berliner Banking-as-a-Service-Anbieter mit vollständiger Banklizenz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Einlagen sind über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Einleger abgesichert – unmittelbar und direkt, ohne Safeguarding-Modell.
Solaris SE ist kein kleines FinTech, sondern eines der größten Banking-as-a-Service-Institute in Europa, das die Bankinfrastruktur für zahlreiche weitere digitale Finanzprodukte bereitstellt. Regulatorische Probleme mit der BaFin – insbesondere eine Anfang 2024 verhängte Sonderbeauftragte – führten zeitweise zu Verzögerungen bei Kontoeröffnungen und gelegentlichen Transaktionsproblemen bei einzelnen Anbietern, die auf Solaris SE aufbauen. Nutzerbewertungen von Kontist erwähnen vereinzelt Kontofreigabe-Verzögerungen, die auf diese Konstellation zurückgehen können.
Einordnung: Für wen eignet sich das Kontist Geschäftskonto?
Besonders geeignet: Freiberufler und Solo-Selbstständige, die Steuernachzahlungen strukturell vermeiden wollen. Die automatische Echtzeit-Steuerrücklage ist das konsequenteste Steuer-Planungstool, das ein Geschäftskontobanking-Produkt in Deutschland anbietet. Wer als Neueinsteiger in die Selbstständigkeit oder als erfahrener Freiberufler mit unregelmäßigem Einkommensfluss das Steuerproblem automatisiert lösen möchte, findet bei Kontist ein einzigartiges Feature.
Gut geeignet: Selbstständige mit DATEV-Steuerberater und mittlerem Buchungsvolumen. Im Plus-Tarif (25 Euro netto) bietet Kontist DATEV-Export, 100 Freiposten und GoBD-konforme Belegarchivierung – ein vollständiges Paket für die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater. Für Selbstständige mit 40–100 Buchungen monatlich und DATEV-Anforderung ist der Plus-Tarif preislich konkurrenzfähig.
Eingeschränkt geeignet: bilanzierende GmbHs. Die automatische Steuerrücklage ist auf EÜR-Logik ausgelegt und für Kapitalgesellschaften mit doppelter Buchführungspflicht weniger relevant. Zwar akzeptiert Kontist alle Rechtsformen – einschließlich GmbH, UG, KG –, aber das Kernfeature verliert für bilanzierende Unternehmen erheblich an Bedeutung.
Nicht geeignet: Free-Tarif-Nutzer mit mehr als 10–15 Transaktionen monatlich. Die Buchungsgebühr von 0,40 Euro ab der sechsten Buchung macht den Free-Tarif bei mittlerem Transaktionsvolumen teurer als die kostenpflichtigen Tarife oder günstigere Alternativen mit größerem Freivolumen.
Nicht geeignet: Bargeld-intensive Branchen. Kontist bietet keine Bargeldeinzahlung und berechnet für jede Abhebung 2 Euro Grundgebühr. Das macht Kontist für Gastronomie, Einzelhandel oder Handwerk mit Barzahlungen ungeeignet.
Kontist Geschäftskonto im Wettbewerbsvergleich
| Kriterium | Kontist Free | Kontist Plus (25 €) | FYRST Base | Holvi Pro (9 €) | Accountable Free | Skatbank |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Grundgebühr | 0 € (ab 300 € Umsatz) | 25 € | 0 € (nat. P.) | 9 € (Jahresabo 4,50 €) | 0 € | 0 € (ab 500 € Umsatz) |
| Freie Buchungen / Monat | 5 | 100 | 50 | 500 | Unbegrenzt | 50 |
| Steuerrücklage automatisch | ✔ (alle Tarife) | ✔ | ✗ | ✗ | ✔ (alle Tarife) | ✗ |
| DATEV-Export | ✗ | ✔ inklusive | Optional (+3 €) | Optional (+3 €) | ✗ (erst ab Plus-Tarif) | ✗ |
| Dispokredit | ✗ | ✔ bis 5.000 € | ✔ beantragbar | ✗ | ✗ | ✔ 6,17 % p.a. |
| Rechnungstool | ✔ | ✔ | ✗ | ✔ | ✔ | ✗ |
| Bargeld einzahlen | ✗ | ✗ | ✔ Postbank | ✗ | ✗ | ✗ |
| Einlagensicherung | 100.000 € Solaris SE (BaFin) | 100.000 € | 100.000 € Deutsche Bank AG | Safeguarding Partnerbanken | 100.000 € Swan.io / BNP Paribas | 100.000 € gesetzl. (EdVR) + BVR |
Stand Mai 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Konditionen variabel; stets direkt beim jeweiligen Anbieter prüfen.
Häufige Fragen zum Kontist Geschäftskonto 2026
Was kostet das Kontist Geschäftskonto 2026?
Kontist bietet drei Tarife: Free (kostenlos ab 300 Euro monatlichem Habenumsatz, sonst 2 Euro Inaktivitätsgebühr), Start (11 Euro netto monatlich) und Plus (25 Euro netto monatlich). Im Free-Tarif sind 5 kostenlose SEPA-Buchungen enthalten; ab der 6. Buchung fallen 0,40 Euro je Transaktion an. Im Start-Tarif sind 30 Buchungen kostenlos (danach 0,15 Euro), im Plus-Tarif 100 Buchungen (danach 0,15 Euro). Alle Preise verstehen sich netto zzgl. 19 % MwSt.
Was ist die automatische Steuerrücklage beim Kontist Geschäftskonto?
Die automatische Steuerrücklage ist das zentrale Alleinstellungsmerkmal von Kontist. Bei jedem Zahlungseingang berechnet die App in Echtzeit den steuerlichen Anteil des eingehenden Betrags – basierend auf individuell konfigurierbaren Steuersätzen für Einkommensteuer und Umsatzsteuer. Dieser Anteil wird automatisch auf ein separates Steuerrücklagen-Unterkonto transferiert. Das Feature ist in allen drei Tarifen inklusive – auch im kostenlosen Free-Tarif. Es ist primär für Freiberufler und Selbstständige mit EÜR relevant; für bilanzierende Kapitalgesellschaften hat es begrenzte Bedeutung.
Bietet das Kontist Geschäftskonto eine DATEV-Schnittstelle?
Ja, jedoch ausschließlich im Plus-Tarif (25 Euro netto monatlich). Die DATEV-Schnittstelle ermöglicht den direkten Export von Buchungsdaten in DATEV-kompatibler Form für die Steuerberatungskanzlei. In den Tarifen Free und Start ist DATEV nicht verfügbar; dort steht nur ein CSV-Export zur Verfügung. Wer DATEV-Direktexport benötigt, muss den Plus-Tarif buchen.
Welche Einlagensicherung gilt bei Kontist?
Das Banking bei Kontist läuft über die Solaris SE (früher Solarisbank), ein Berliner Banking-as-a-Service-Institut mit vollständiger Banklizenz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Einlagen sind über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Einleger unmittelbar abgesichert. Kontist selbst hält keine Banklizenz; die regulatorische Verantwortung für das Konto liegt bei Solaris SE.
Wer steht hinter Kontist?
Kontist wurde 2016 in Berlin gegründet und gehört seit 2025 zur Société Générale-Gruppe, vermittelt über die Shine Germany GmbH. Shine ist die französische FinTech-Tochter der Société Générale und betreibt ein vergleichbares Produkt für Selbstständige in Frankreich. Die operative Ausrichtung und das Kernprodukt von Kontist – Fokus auf Steuerrücklage und digitales Banking für Selbstständige – sind unverändert geblieben.
Für welche Rechtsformen kann ich ein Kontist Geschäftskonto eröffnen?
Kontist unterstützt alle gängigen deutschen Unternehmensrechtsformen: Freiberufler, Einzelunternehmer, GbR, GmbH, UG (haftungsbeschränkt), OHG, KG und AG. Die automatische Steuerrücklage ist auf die Logik der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) ausgelegt und daher primär für nicht-bilanzierende Unternehmen relevant. Die Kontoeröffnung erfolgt vollständig digital ohne Schufa-Prüfung.
Geschäftskonto vergleichen – Kontist und alle Alternativen
Ob Kontist Free, Start oder Plus – oder eine der Alternativen wie FYRST, Holvi, Tide, Accountable oder die Skatbank: Im Vergleichsrechner finden Sie das passende Geschäftskonto für Ihr Transaktionsvolumen, Ihren Steuerberatungsbedarf und Ihre Anforderungen an Buchungsfreiposten, DATEV und Buchhaltungsintegration.
- ✔ Alle drei Kontist-Tarife mit Breakeven-Analyse: ab wann lohnt sich der Wechsel?
- ✔ Automatische Steuerrücklage: Kontist vs. Accountable im direkten Vergleich
- ✔ DATEV, Rechnungstool, Dispokredit: alle Kriterien transparent vergleichen
- ✔ Einlagensicherung: Solaris SE vs. Vollbank-Alternativen
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