Holvi Geschäftskonto 2026 – Tarife, Konditionen und integrierte Buchhaltung

Holvi wurde 2011 in Helsinki gegründet und zählt zu den Pionieren der digitalen Geschäftskonten in Europa. Seit seiner Gründung war Holvi auf eine klare Zielgruppe ausgerichtet: Freiberufler, Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen, die Banking, Rechnungsstellung und Buchhaltung in einer einzigen digitalen Plattform vereinen wollen. Bis 2021 gehörte Holvi zur spanischen Großbank BBVA; seitdem ist das Unternehmen wieder unabhängig und wird von einem finnischen Gründerteam geführt.

Das Produktangebot umfasst vier Tarifstufen – Flex, Lite, Pro und Business – mit abgestuftem Leistungsumfang in den Bereichen Zahlungsverkehr, Rechnungsstellung, E-Rechnungsformate und Buchhaltungsintegration. Alle Tarife beinhalten eine deutsche IBAN, eine Mastercard Debitkarte und 500 kostenlose SEPA-Buchungen pro Monat (mit Ausnahme des Flex-Tarifs, bei dem Transaktionen einzeln berechnet werden). Die DATEV-Anbindung ist als Zusatzoption buchbar und für die Zusammenarbeit mit deutschen Steuerkanzleien relevant.

Holvi ist kein klassisches Kreditinstitut, sondern ein von der finnischen Finanzaufsichtsbehörde (FIN-FSA) lizenziertes Zahlungsinstitut. In Deutschland operiert Holvi über EU-Passporting; die BaFin ist sekundäre Aufsicht. Kundengelder werden im Safeguarding-Verfahren bei europäischen Partnerbanken treuhänderisch verwahrt, darunter Nordea, Danske Bank, SEB und Handelsbanken, die jeweils eigene Einlagensicherungssysteme bis 100.000 Euro je Einleger haben.

Holvi Geschäftskonto 2026: alle Tarife im Überblick

Flex · Lite · Pro · Business – Banking, Rechnungsstellung und Buchhaltung integriert

📋 Konditionen auf einen Blick

Tarife: Flex (0 €) · Lite (4,50 €/Mon. Jahresabo / 9 € flexibel) · Pro (9 €/Mon. Jahresabo / 15 € flexibel) · Business (59 €/Mon. Jahresabo / 69 € flexibel) · alle netto zzgl. MwSt.
Buchungen inkl. (außer Flex): 500 kostenlose SEPA-Buchungen / Monat in allen Bezahltarifen
Flex-Buchungsgebühr: 0,25 € je Transaktion
IBAN: Deutsch (DE) · Zahlungsinstitut, Safeguarding-Modell
Einlagensicherung: 100.000 € über Partnerbanken (Nordea, Danske Bank, SEB u. a.)
Karten: Mastercard Debitkarte inklusive · Kreditkarte (bis 5.000 € Limit) auf Antrag
DATEV: Zubuchbar für +3 € netto / Monat (ab Lite) · Lexware Office inklusive in Bezahltarifen
Rechnungsstellung: Inklusive in allen Bezahltarifen · E-Rechnung (ZUGFeRD, XRechnung) ab Pro
Regulierung: FIN-FSA (Finnland) · BaFin sekundär via EU-Passporting
Jahresvertrag: Lite, Pro, Business: 12 Monate Bindung bei Jahresabonnement · Flex monatlich kündbar
Schufa-Prüfung: Keine

✅ Stärken von Holvi

  • Banking, Rechnungsstellung und Buchhaltung integriert
  • 500 kostenlose Buchungen / Monat in allen Bezahltarifen
  • Deutsche IBAN, BaFin-Aufsicht via EU-Passporting
  • Umsatzsteuer-Vorschau (ab Pro)
  • E-Rechnung (ZUGFeRD, XRechnung) ab Pro-Tarif
  • Kreditkarte mit bis zu 5.000 € Limit auf Antrag
  • Steuerberater-Zugang und Unterkonten mit eigener IBAN
  • Bis 50 % Rabatt bei Jahresbuchung

⚠️ Einschränkungen

  • DATEV nur gegen Aufpreis (+3 € / Monat)
  • Kein Bargeldeinzahlungsservice
  • Jahresbindung bei Lite/Pro/Business (kein flexibles Kündigen)
  • Support nur Mo–Fr 9–15 Uhr
  • Kein Dispokredit; Kreditkarte nur auf gesondertem Antrag
  • Fremdwährungsgebühr 2 % auf Nicht-EUR-Transaktionen
  • Kein API-Zugang für externe Softwareintegrationen

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Unternehmenshintergrund: Holvi als unabhängiges finnisches Zahlungsinstitut

Holvi wurde 2011 in Helsinki als FinTech für Selbstständige gegründet. Das Unternehmen positionierte sich von Anfang an als Alternative zu klassischen Firmenkonten, die zu jener Zeit in Finnland und Deutschland noch fast ausschließlich über Filialbanken mit hohen Grundgebühren und manuellen Prozessen angeboten wurden. 2016 übernahm die spanische Großbank BBVA eine Mehrheitsbeteiligung; 2021 wurde Holvi wieder vollständig unabhängig und befindet sich seitdem in finnischem Gründerbesitz.

Holvi ist als Zahlungsinstitut (Payment Institution) von der finnischen Finanzaufsichtsbehörde FIN-FSA lizenziert. Über das EU-Passporting ist die Lizenz in allen EU-Mitgliedstaaten anerkannt – in Deutschland ist die BaFin als sekundäre Aufsicht eingebunden. Holvi ist damit kein Kreditinstitut und unterliegt nicht direkt dem deutschen Kreditwesengesetz (KWG), wohl aber dem deutschen Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) und der europäischen Zahlungsdienstrichtlinie (PSD2).

Die Kundenbasis von Holvi konzentriert sich auf Freiberufler, Solo-Selbstständige, GbRs, GmbHs und UGs. Holvi ist in Deutschland, Österreich, Finnland und weiteren EU-Ländern aktiv. Das Produkt richtet sich bewusst nicht an große Unternehmen oder Konzerne: Der maximale Tarif (Business) ist auf Teams mit mehreren Nutzern und Budgets ausgelegt, geht aber nicht über das KMU-Segment hinaus.

Die vier Holvi-Tarife im Detail

Holvi Flex – das transaktionsbasierte Basiskonto

Der Flex-Tarif ist Holvis kostenloses Einstiegsmodell ohne monatliche Grundgebühr. Anders als die Bezahltarife gibt es hier kein monatliches Freivolumen an Buchungen: Jede Transaktion kostet 0,25 Euro, ob eingehend oder ausgehend. Für Unternehmen mit sehr geringem Buchungsvolumen – unter 18 Transaktionen monatlich – ist Flex günstiger als der Lite-Tarif. Ab 18 Buchungen pro Monat ist der Lite-Tarif mit 4,50 Euro monatlich (Jahresabo) wirtschaftlich vorteilhafter.

Im Flex-Tarif enthalten: eine deutsche IBAN, eine physische Mastercard Debitkarte, Online-Banking per Browser und App, Unterkonten (gegen Aufpreis von 2 Euro je IBAN / Monat), Kontakt zum Steuerberater-Zugang (lesend). Rechnungsstellung, E-Rechnungsformate, DATEV-Schnittstelle und Buchhaltungsfunktionen sind im Flex-Tarif nicht enthalten; DATEV kann gegen 3 Euro monatlich zugebucht werden.

Flex ist monatlich kündbar – als einziger Holvi-Tarif ohne Jahresbindung. Das macht ihn zum risikoarmen Einstiegstarif für Neukunden, die Holvi zunächst testen möchten, bevor sie sich für ein Jahresabonnement entscheiden.

Holvi Lite – der Einstiegstarif mit Rechnungsstellung

Holvi Lite kostet im Jahresabonnement 4,50 Euro netto monatlich (54 Euro jährlich netto) und ist damit einer der günstigsten Geschäftskontotarife mit vollständiger Rechnungsstellungsfunktion am Markt. Im Flex-Tarif (monatlich kündbar) kostet Lite 9 Euro netto monatlich.

Im Lite-Tarif enthalten: 500 kostenlose beleglose SEPA-Buchungen pro Monat, eine physische und mehrere virtuelle Mastercard Debitkarten, Rechnungserstellung und -verwaltung, Belegerfassung (Foto direkt in der App), Lexware-Office-Anbindung, Standard-Buchhaltungsberichte, Steuerberater-Zugang. DATEV ist gegen Aufpreis von 3 Euro netto monatlich buchbar. E-Rechnungsformate (ZUGFeRD, XRechnung) sind im Lite-Tarif noch nicht enthalten.

Holvi Pro – die vollständige Lösung für Freiberufler und Kleinunternehmen

Holvi Pro kostet im Jahresabonnement 9 Euro netto monatlich (108 Euro jährlich netto) und ist nach Markteinschätzungen der meistgewählte Tarif unter deutschen Freiberuflern und Einzelunternehmern. Im monatlich kündbaren Flex-Tarif kostet Pro 15 Euro netto monatlich.

Gegenüber Lite enthält Pro zusätzlich: Umsatzsteuer-Vorschau (die App zeigt bei jedem Buchungseingang an, welcher Anteil für die Umsatzsteuer zurückgelegt werden sollte), E-Rechnungsformate ZUGFeRD und XRechnung (seit 2025 enthalten – wichtig für die schrittweise B2B-E-Rechnungspflicht in Deutschland), erweiterte Buchhaltungsexporte, Cashflow-Prognose und erweiterte Rechnungsvorlagen.

Die Umsatzsteuer-Vorschau ist das differenzierende Merkmal des Pro-Tarifs: Für Selbstständige, die ihre quartalsweisen oder monatlichen Umsatzsteuer-Voranmeldungen ohne Steuerberater selbst einreichen, liefert die automatische Vorschau einen konkreten Alltagsvorteil. Unerwartete Umsatzsteuernachzahlungen – bei Neugründern eine häufige Überraschung – werden durch den kontinuierlichen Überblick strukturell vermieden.

Holvi Business – für GmbHs und Teams mit mehreren Nutzern

Der Business-Tarif kostet im Jahresabonnement 59 Euro netto monatlich (708 Euro jährlich netto) und ist auf GmbHs, UGs und kleinere Teams ausgerichtet, bei denen mehrere Nutzer Zugriff auf das Konto benötigen. Im Flex-Tarif (monatlich kündbar) kostet Business 69 Euro netto monatlich.

Zusätzlich gegenüber Pro enthält Business: 15 Unterkonten mit eigener IBAN (in Pro sind es weniger), fünf physische und zwanzig virtuelle Debitkarten, unbegrenzte SEPA-Transaktionen (kein 500er-Limit), direkte DATEV-Schnittstelle im Tarif inklusive (kein Aufpreis), erweiterte Reporting-Funktionen und automatisierte Datenexporte für die Buchhaltung.

Business richtet sich an Unternehmen, die eine klare Trennung zwischen Projektbudgets, Steuerrücklagen und operativen Ausgaben benötigen und dafür mehrere Unterkonten mit eigener IBAN verwenden möchten.

Alle vier Holvi-Tarife im direkten Vergleich

MerkmalFlexLiteProBusiness
Grundgebühr / Monat (Jahresabo, netto)0 €4,50 €9 €59 €
Grundgebühr / Monat (Flex-Tarif, netto)0 €9 €15 €69 €
VertragsbindungMonatlich kündbar12 Mon. (Jahresabo) oder monatlich (Flex)12 Mon. oder monatlich12 Mon. oder monatlich
SEPA-Buchungen inkl. / MonatKeine Freiposten (0,25 € / Buchung)500500Unbegrenzt
Deutsche IBAN
Physische Mastercard Debitkarte✔ 1 Stück✔ 1–2 Stück✔ bis 3✔ 5 Stück
Virtuelle DebitkartenBegrenztBegrenztMehrere20 virtuelle Karten
Kreditkarte (auf Antrag, bis 5.000 €)✔ beantragbar✔ beantragbar
Rechnungsstellung inkl.
E-Rechnung (ZUGFeRD / XRechnung)✔ (seit 2025)
Umsatzsteuer-Vorschau
DATEV-Schnittstelle+ 3 € / Monat+ 3 € / Monat+ 3 € / Monat✔ im Tarif inkl.
Lexware-Office-Anbindung
Unterkonten mit eigener IBANGegen Aufpreis (2 € / IBAN)Gegen Aufpreis (1 € / IBAN)Mehrere (1 € / IBAN)15 Unterkonten
Mehrere Nutzer / TeamzugangEingeschränkt✔ vollständig
Bargeld einzahlen✗ Nicht möglich

Stand Mai 2026. Preise netto zzgl. 19 % MwSt. Jahresabo: 12 Monate Bindung, keine vorzeitige Kündigung außer beim Flex-Tarif. Alle Angaben ohne Gewähr; stets aktuelle Konditionen auf holvi.com/de prüfen.

Einlagensicherung und regulatorischer Rahmen

Holvi ist als Zahlungsinstitut lizenziert, keine Bank. Damit gilt nicht das klassische Bankeinlagensicherungssystem (DGSD, 100.000 Euro je Einleger über die nationalen Sicherungsfonds). Stattdessen operiert Holvi nach dem Safeguarding-Modell der EU-Zahlungsdienstrichtlinie (PSD2): Kundengelder werden vollständig getrennt vom Holvi-Betriebsvermögen auf Treuhandkonten bei europäischen Partnerbanken verwahrt. Zu den Partnerbanken gehören Nordea, Danske Bank, SEB und Handelsbanken – allesamt skandinavische Großbanken mit eigenen nationalen Einlagensicherungssystemen, die jeweils bis zu 100.000 Euro je Einleger absichern.

Das Safeguarding-Modell bietet in der Praxis einen vergleichbaren Schutzeffekt wie die direkte Bankeinlagensicherung: Im Insolvenzfall von Holvi sind die Kundengelder aus der Insolvenzmasse herausgelöst, da sie nicht Holvis Eigentum sind, sondern treuhänderisch gehalten werden. Die Schutzwirkung hängt jedoch von der korrekten Umsetzung des Safeguarding durch Holvi ab – das ist strukturell anders als bei einer Vollbank, wo die Einlagensicherung direkt gesetzlich verankert ist.

DATEV-Anbindung und Buchhaltungsintegration

Die DATEV-Schnittstelle ist in den Tarifen Flex, Lite und Pro gegen einen Aufpreis von 3 Euro netto monatlich zubuchbar. Im Business-Tarif ist DATEV ohne Aufpreis im Tarif enthalten. Die Anbindung läuft über EBICS (Electronic Banking Internet Communication Standard) und ist kompatibel mit DATEV Unternehmen Online, Mittelstand Faktura und Rechnungswesen. Das ermöglicht eine monatliche automatische Synchronisierung der Buchungsdaten mit der DATEV-Kanzleisoftware des Steuerberaters.

Alternativ stehen kostenlose Exporte als CSV- und CAMT.052-Dateien zur Verfügung, die manuell in Buchhaltungssysteme importiert werden können. Für Lexware Office (früher Lexware Office / Lexoffice) ist eine direkte Anbindung in allen Bezahltarifen inklusive. Xero und QuickBooks werden nicht nativ unterstützt; Exporte über CSV sind möglich.

Holvi verfügt derzeit über keine offene API für externe Softwareintegrationen. Das schränkt die Automatisierungsmöglichkeiten für technisch orientierte Unternehmen ein, die eigene Workflows oder Drittlösungen anbinden möchten.

E-Rechnungsformate: ZUGFeRD und XRechnung ab Pro-Tarif

Seit 2025 unterstützt Holvi im Pro- und Business-Tarif die E-Rechnungsformate ZUGFeRD und XRechnung. Damit ist Holvi auf die schrittweise eingeführte E-Rechnungspflicht in Deutschland vorbereitet: Seit dem 1. Januar 2025 müssen alle deutschen Unternehmen E-Rechnungen empfangen können; ab 2027 gilt für viele Unternehmen auch eine Pflicht zur Ausstellung von E-Rechnungen im B2B-Bereich. Für Holvi-Nutzer mit dem Pro- oder Business-Tarif sind diese Anforderungen ohne zusätzliche Software bereits abgedeckt.

Im Lite-Tarif sind ZUGFeRD und XRechnung noch nicht enthalten. Wer E-Rechnungen an Firmenkunden ausstellen oder empfangen muss, benötigt mindestens den Pro-Tarif.

Die Kreditkarte als Besonderheit

Holvi bietet ab dem Pro-Tarif auf Antrag eine Business-Kreditkarte (Chargekarte) mit einem Kreditrahmen von bis zu 5.000 Euro an. Das ist unter den in dieser Artikelserie besprochenen FinTech-Geschäftskonten ein seltenes Merkmal: Die meisten digitalen Anbieter bieten ausschließlich Debitkarten an, bei denen das Konto vorab gedeckt sein muss. Eine echte Kreditkarte mit Rahmen kann für Unternehmen relevant sein, die Vorleistungen zu erbringen haben, bevor Kundenzahlungen eingehen – beispielsweise Agenturen mit Mediaeinkauf oder Veranstaltungsdienstleister mit Vorauszahlungspflichten.

Die genauen Konditionen der Holvi Business Kreditkarte (Rückzahlungsoptionen, Zinsen bei Ratenzahlung) sind auf holvi.com zu prüfen; sie variieren je nach Rückzahlungsmodell.

Konkrete Kostenberechnung: Wann lohnt welcher Tarif?

💡 Breakeven-Analyse: Ab wann lohnt der Wechsel von Flex auf Lite?

Im Flex-Tarif kostet jede Transaktion 0,25 Euro. Der Lite-Tarif kostet im Jahresabonnement 4,50 Euro netto monatlich – also 54 Euro jährlich netto.

Breakeven-Punkt: 4,50 Euro / 0,25 Euro = 18 Buchungen pro Monat. Ab der 19. Buchung ist der Lite-Tarif günstiger. Wer monatlich regelmäßig mehr als 18 Überweisungen tätigt, sollte den Flex-Tarif verlassen.

Praktischer Hinweis: Selbstständige mit nur wenigen monatlichen Eingangs- und Ausgangsrechnungen (z. B. ein Freelancer mit 3–5 Kunden und 5–8 Lieferanten) liegen oft unter der 18er-Grenze und fahren mit Flex günstiger. Sobald Mitarbeitergehälter, regelmäßige Softwareabonnements oder wöchentliche Materialeinkäufe ins Spiel kommen, wird Lite schnell wirtschaftlicher.

💡 Jahresabonnement vs. Flex-Tarif: konkreter Preisvergleich Pro.

Holvi Pro im Jahresabonnement: 9 Euro netto / Monat = 108 Euro netto / Jahr. Holvi Pro im Flex-Tarif: 15 Euro netto / Monat = 180 Euro netto / Jahr. Ersparnis durch Jahresabonnement: 72 Euro netto jährlich = 40 % Rabatt.

Für Unternehmen, die sich für Holvi entschieden haben und den Pro-Tarif dauerhaft nutzen wollen, lohnt das Jahresabonnement ab dem ersten vollen Nutzungsjahr erheblich. Vorbehalt: Das Jahresabonnement ist nicht vorzeitig kündbar – wer nach 3 Monaten wechseln möchte, zahlt trotzdem das volle Jahr.

Einordnung: Für wen eignet sich Holvi?

Besonders geeignet: Freiberufler und Einzelunternehmer, die eine integrierte Lösung für Banking und Buchhaltung suchen. Wer bisher eine separate Buchhaltungssoftware neben einem einfachen Geschäftskonto nutzt und diese kombinieren möchte, findet im Holvi-Pro-Tarif eine kompakte, einheitliche Lösung. Die Umsatzsteuer-Vorschau, E-Rechnungsformate und die Rechnungsstellungsfunktion sind für umsatzsteuerpflichtige Selbstständige mit Firmenkunden besonders relevant.

Gut geeignet: GmbHs und kleinere Teams mit Budget-Trennung über Unterkonten. Im Business-Tarif ermöglicht Holvi bis zu 15 Unterkonten mit eigener IBAN – ideal für Unternehmen, die Steuern, Betriebskosten, Projektbudgets und sonstige Rücklagen strukturiert trennen möchten. Die inkludierte DATEV-Schnittstelle ist für die Steuerkanzlei-Übergabe ein wesentlicher Komfort.

Gut geeignet: Selbstständige, die Rechnungen an öffentliche Auftraggeber oder große Unternehmen stellen. Seit 2025 ist der ZUGFeRD- und XRechnung-Support in Holvi Pro enthalten. Für Selbstständige, die an öffentliche Auftraggeber rechnen (XRechnung-Pflicht seit 2020 für Bundesbehörden), ist Holvi Pro ohne separate Rechnungssoftware vollständig ausreichend.

Eingeschränkt geeignet: Unternehmen mit regelmäßigem Bargeld-Bedarf. Holvi bietet keinen Bargeldeinzahlungsservice. Für bargeldintensive Branchen ist FYRST (Postbank-Filialnetz) strukturell besser aufgestellt.

Eingeschränkt geeignet: Unternehmen mit Bedarf an API-Integration oder internationalem Zahlungsverkehr. Keine offene API und eine Fremdwährungsgebühr von 2 % auf Nicht-EUR-Transaktionen sind strukturelle Einschränkungen für technologieorientierte Teams und international aktive Unternehmen.

Holvi im Wettbewerbsvergleich

KriteriumHolvi FlexHolvi Pro (9 €)FYRST BaseKontist FreeAccountable FreeTide Lite
Grundgebühr0 € (0,25 € / Buchung)9 € (Jahresabo 4,50 €)0 € (nat. P.)0 €0 €0 €
Freie Buchungen / MonatKeine50050UnbegrenztUnbegrenzt5
Rechnungstool inkl.
E-Rechnung (ZUGFeRD / XRechnung)✔ (ab Pro)✔ (alle Tarife)
USt-Vorschau✔ (ab Pro)
DATEV-Schnittstelle+ 3 € / Mon.+ 3 € / Mon.Optional (Aufpreis)✔ inkl.Ab Plus-Tarif✔ inkl.
Kreditkarte verfügbar✔ auf Antrag (5.000 €)Optional
Bargeld einzahlen✔ Postbank

Stand Mai 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Konditionen variabel; stets direkt beim jeweiligen Anbieter prüfen.

Häufige Fragen zum Holvi Geschäftskonto 2026

Was kostet das Holvi Geschäftskonto 2026?

Holvi bietet vier Tarife an. Der Flex-Tarif ist ohne monatliche Grundgebühr erhältlich, berechnet aber 0,25 Euro je Transaktion. Der Lite-Tarif kostet im Jahresabonnement 4,50 Euro netto monatlich (54 Euro jährlich netto) oder 9 Euro netto monatlich im monatlich kündbaren Flex-Tarif. Holvi Pro kostet 9 Euro netto im Jahresabonnement oder 15 Euro netto flexibel. Holvi Business 59 Euro netto (Jahresabo) oder 69 Euro netto (flexibel). Alle Preise verstehen sich netto zzgl. 19 % MwSt. Bei Jahresbuchung spart man gegenüber dem monatlich kündbaren Tarif bis zu 50 %.

Wie sicher sind Kundengelder beim Holvi Geschäftskonto?

Holvi ist ein Zahlungsinstitut, keine Bank. Kundengelder werden nicht von Holvi selbst auf einem Bankkonto gehalten, sondern im Safeguarding-Verfahren nach der EU-Zahlungsdienstrichtlinie (PSD2) auf Treuhandkonten bei europäischen Partnerbanken verwahrt – unter anderem bei Nordea, Danske Bank, SEB und Handelsbanken. Jede dieser Partnerbanken ist durch die jeweilige nationale Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro je Einleger abgesichert. Holvi-Kundengelder sind damit regulatorisch vom Holvi-Betriebsvermögen getrennt und im Insolvenzfall aus der Insolvenzmasse herausgelöst.

Hat das Holvi Geschäftskonto eine DATEV-Schnittstelle?

Die DATEV-Schnittstelle ist in den Tarifen Flex, Lite und Pro als optionaler Zusatz für 3 Euro netto monatlich buchbar. Im Business-Tarif ist DATEV im Tarif enthalten. Die Anbindung läuft über EBICS und ist kompatibel mit DATEV Unternehmen Online, Mittelstand Faktura und Rechnungswesen. Als Alternative stehen in allen Tarifen kostenlose CSV- und CAMT.052-Exporte zur Verfügung.

Unterstützt Holvi E-Rechnungen nach dem deutschen Standard?

Ja, seit 2025 unterstützen die Tarife Pro und Business die E-Rechnungsformate ZUGFeRD und XRechnung. Damit ist Holvi auf die in Deutschland schrittweise eingeführte B2B-E-Rechnungspflicht vorbereitet. Im Lite-Tarif sind diese Formate noch nicht enthalten. Für Selbstständige, die E-Rechnungen an öffentliche Auftraggeber oder große Firmenkunden ausstellen müssen, ist mindestens Holvi Pro erforderlich.

Kann ich mit Holvi eine Kreditkarte erhalten?

Ab dem Pro-Tarif bietet Holvi auf gesonderten Antrag eine Business-Kreditkarte (Chargekarte) mit einem Kreditrahmen von bis zu 5.000 Euro an. Das ist unter den digitalen FinTech-Geschäftskontoanbietern ein seltenes Merkmal. Die genauen Konditionen der Kreditkarte – Rückzahlungsoptionen, Zinsen bei Ratenzahlung – sind auf holvi.com/de zu prüfen. Im Flex- und Lite-Tarif ist die Kreditkarte nicht verfügbar.

Für welche Unternehmensformen eignet sich Holvi?

Holvi richtet sich an Freiberufler, Solo-Selbstständige, GbRs, Einzelunternehmer sowie GmbHs und UGs. Die Kontoeröffnung erfolgt vollständig digital ohne Schufa-Prüfung. Für GmbHs ist neben der Identifizierung der Gesellschafter und Geschäftsführer auch ein Handelsregisterauszug erforderlich. Holvi ist nicht auf große Unternehmen oder Konzerne ausgelegt; der maximale Tarif (Business) adressiert kleinere Teams mit bis zu 15 Unterkonten und Multiuser-Zugang.

Geschäftskonto vergleichen – Holvi und alle Alternativen

Ob Holvi Flex, Lite, Pro oder Business – oder eine der Alternativen wie FYRST, Kontist, Tide, Accountable oder eine klassische Filialbank: Im Vergleichsrechner finden Sie das passende Konto für Ihre Unternehmensform, Ihr Transaktionsvolumen und Ihre Anforderungen an Buchhaltung, E-Rechnungsformate und DATEV-Anbindung.

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