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Holvi Geschäftskonto: Flex, Lite und Pro mit Laufzeiten vergleichen: Gebühren, Leistungen und Kontoeröffnung · Oktober 2026

Holvi Geschäftskonto: Flex, Lite und Pro mit Laufzeiten vergleichen

Welcher Holvi-Tarif passt zu Ihrem Zahlungsverkehr? Vergleichen Sie Kontoführung, Buchungen und zusätzliche Leistungen, bevor Sie Ihr Geschäftskonto auswählen.

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Holvi Geschäftskonto: Kontofunktionen, Zahlungsverkehr und Kosten passend zum Geschäftsalltag auswählen.

Geschäftskonto-Tarife · Gebühren und Leistungen

Holvi: Welcher Tarif passt zu Ihnen?

Vergleichen Sie enthaltene Buchungen, Kontogebühren und geeignete Rechtsformen.

HTarif im Vergleich

Holvi

Holvi Lite

54,00 €Kontokosten pro Jahr*
  • 100 beleglose Buchungen inklusive
Rechtsform beachten

Einzelunternehmer, Freiberufler, Einzelkaufleute (eK), GmbH / KGaA / AG

Kontogebühren im Detail

Für Holvi Lite setzt der Geschäftskonto-Rechner einen monatlichen Geldeingang von 3.000 €, ein Guthaben von 5.000 € und 50 beleglose Buchungen je Monat an. Berücksichtigen Sie zusätzlich die Gebühren der Leistungen, die Ihr Betrieb benötigt.

Kontoführung
54,00 € / Jahr
Buchungen
0,00 € / Jahr
Zum Holvi-Angebot ↗Konto und Anbieter kennenlernen →
HTarif im Vergleich

Holvi

Holvi Pro

108,00 €Kontokosten pro Jahr*
  • Kostenlose beleglose Buchungen
Rechtsform beachten

Einzelunternehmer, Freiberufler, Einzelkaufleute (eK), GmbH / KGaA / AG

Kontogebühren im Detail

Die ausgewiesenen Geschäftskonto-Kosten im Tarif Holvi Pro gelten für die Vergleichsrechnung mit 3.000 € monatlichem Geldeingang, 5.000 € Guthaben und monatlich 50 beleglosen Buchungen. Bei anderer Nutzung kann Ihr Ergebnis abweichen.

Kontoführung
108,00 € / Jahr
Buchungen
0,00 € / Jahr
Zum Holvi-Angebot ↗Konto und Anbieter kennenlernen →
HTarif im Vergleich

Holvi

Holvi Flex

150,00 €Kontokosten pro Jahr*
  • Kosten nach Buchungen und Kontonutzung
Rechtsform beachten

Einzelunternehmer, Freiberufler, Einzelkaufleute (eK), GmbH / KGaA / AG

Kontogebühren im Detail

Die Gebühren für Holvi Flex werden im Geschäftskonto-Vergleich mit 5.000 € Guthaben, monatlich 3.000 € Geldeingang und 50 beleglosen Buchungen berechnet. Ihre tatsächlichen Kontokosten richten sich nach Nutzung und gewählten Zusatzleistungen.

Kontoführung
0,00 € / Jahr
Buchungen
150,00 € / Jahr
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Holvi Geschäftskonto 2026 – Tarife, Konditionen und integrierte Buchhaltung

Holvi wurde 2011 in Helsinki gegründet und zählt zu den Pionieren der digitalen Geschäftskonten in Europa. Seit seiner Gründung war Holvi auf eine klare Zielgruppe ausgerichtet: Freiberufler, Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen, die Banking, Rechnungsstellung und Buchhaltung in einer einzigen digitalen Plattform vereinen wollen. Bis 2021 gehörte Holvi zur spanischen Großbank BBVA; seitdem ist das Unternehmen wieder unabhängig und wird von einem finnischen Gründerteam geführt.

Das Produktangebot umfasst vier Tarifstufen – Flex, Lite, Pro und Business – mit abgestuftem Leistungsumfang in den Bereichen Zahlungsverkehr, Rechnungsstellung, E-Rechnungsformate und Buchhaltungsintegration. Alle Tarife bieten eine deutsche IBAN und Debitkarten, aber mit unterschiedlichen Kontingenten: Flex enthält eine virtuelle Karte und berechnet SEPA-Überweisungen und Lastschriften einzeln. Lite enthält 100 solche Buchungen monatlich; Pro und Business haben dafür kein Stücklimit. Physische Karten sind bei Flex kostenpflichtig und in den Bezahltarifen mit abgestufter Anzahl enthalten. Die DATEV-Anbindung ist bei Flex, Lite und Pro als Zusatzoption buchbar und bei Business enthalten und für die Zusammenarbeit mit deutschen Steuerkanzleien relevant.

Holvi ist kein klassisches Kreditinstitut, sondern ein von der finnischen Finanzaufsichtsbehörde (FIN-FSA) lizenziertes Zahlungsinstitut. In Deutschland operiert Holvi über EU-Passporting; die BaFin ist sekundäre Aufsicht. Kundengelder werden im Safeguarding-Verfahren bei europäischen Partnerbanken treuhänderisch verwahrt, Die aktuelle Sicherungsbeschreibung nennt Nordea, Aktia und OP Uusimaa sowie Zentralbankguthaben und kurzfristige Staatsanleihen. Die Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Kunde und Depotbank betrifft nur die bei Geschäftsbanken verwahrten Beträge; sie gilt nicht pauschal für sämtliche Holvi-Gelder.

Holvi Geschäftskonto 2026: alle Tarife im Überblick

Flex · Lite · Pro · Business – Banking, Rechnungsstellung und Buchhaltung integriert

Konditionen auf einen Blick

Tarife: Flex (0 €) · Lite (4,50 €/Mon. Jahresabo / 9 € flexibel) · Pro (9 €/Mon. Jahresabo / 15 € flexibel) · Business (59 €/Mon. Jahresabo / 69 € flexibel) · alle netto zzgl. MwSt.

Buchungen inkl. (außer Flex): Lite: 100 SEPA-Überweisungen/Lastschriften monatlich; Pro und Business: unbegrenzt

Flex-Buchungsgebühr: 0,25 € je Transaktion

IBAN: Deutsch (DE) · Zahlungsinstitut, Safeguarding-Modell

Einlagensicherung: Getrennte Kundengelder nach Safeguarding-Regeln; bei Depotbanken verwahrte Beträge bis 100.000 € je Kunde und Bank, zusammen mit eigenen Einlagen dort

Karten: Flex: virtuelle Debitkarte inklusive, physische Karte 3 €/Monat; Bezahltarife mit physischen Karten. Kreditkarte auf Antrag: Selbstständige bis 5.000 €, GmbH/UG bis 50.000 € nach Prüfung

DATEV: Flex, Lite und Pro: zubuchbar für 3 € netto monatlich; bei Business enthalten · Lexware-Office-Schnittstelle in Bezahltarifen; eine eigene Lexware-Lizenz ist davon zu unterscheiden

Rechnungsstellung: Pro und Business; Lite unterstützt den Empfang von E-Rechnungen · E-Rechnung (ZUGFeRD, XRechnung) ab Pro

Regulierung: FIN-FSA (Finnland) · BaFin sekundär via EU-Passporting

Jahresvertrag: Lite, Pro, Business: 12 Monate Bindung bei Jahresabonnement · Flex monatlich kündbar

Schufa: bei Kontoeröffnung als natürliche Person laut Holvi keine Schufa-Abfrage; Kreditkartenantrag mit Bonitäts- und gegebenenfalls Schufa-Prüfung

Stärken von Holvi

  • Banking, Rechnungsstellung und Buchhaltung integriert
  • 100 freie SEPA-Buchungen bei Lite; Pro und Business ohne Stücklimit
  • Deutsche IBAN, BaFin-Aufsicht via EU-Passporting
  • Umsatzsteuer-Vorschau (ab Pro)
  • E-Rechnung (ZUGFeRD, XRechnung) ab Pro-Tarif
  • Kreditkarte auf Antrag: bis 5.000 € für Selbstständige, bis 50.000 € für GmbH/UG, nach Prüfung
  • Steuerberater-Zugang und Unterkonten mit eigener IBAN
  • Bis 50 % Rabatt bei Jahresbuchung

Einschränkungen

  • DATEV bei Flex, Lite und Pro zusätzlich 3 € netto monatlich; bei Business enthalten
  • Kein Bargeldeinzahlungsservice
  • Bei Jahreslaufzeit zwölf Monate Bindung; alternativ monatliche Laufzeit für Lite, Pro und Business zu höherem Grundpreis
  • Support nur Mo–Fr 9–15 Uhr
  • Kein Dispokredit; Kreditkarte nur auf gesondertem Antrag
  • Kartenzahlungen in Fremdwährung: Flex 2,5 %, Lite 2 %, Pro und Business 1 %; SWIFT-Umrechnung gesondert
  • Accounting-API und PSD2-Schnittstelle vorhanden; technische Einrichtung und Zugangsbedingungen beachten

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Die vier Holvi-Tarife im Detail

Holvi Flex – das transaktionsbasierte Basiskonto

Holvi Flex hat keinen monatlichen Grundpreis. Bei ausbleibenden SEPA- und Kartentransaktionen kann nach den ersten zwölf Monaten jedoch eine monatliche Inaktivitätsgebühr von 4,50 Euro anfallen. Anders als die Bezahltarife gibt es hier kein monatliches Freivolumen an Buchungen: Jede eingehende oder ausgehende SEPA-Überweisung und Lastschrift kostet 0,25 Euro. Kartenzahlungen und SWIFT-Überweisungen haben eigene Gebührenregeln und sind nicht mit diesem pauschalen SEPA-Stückpreis gleichzusetzen. Für Unternehmen mit sehr geringem Buchungsvolumen – unter 18 Transaktionen monatlich – ist Flex günstiger als der Lite-Tarif. Bei genau 18 kostenpflichtigen SEPA-Buchungen sind die reinen Grund- und Buchungskosten gleich hoch. Ab 19 ist Lite mit 4,50 Euro monatlich bei Jahresbindung günstiger, solange dessen 100er-Kontingent ausreicht; Karten und Extras sind separat zu berücksichtigen.

Im Flex-Tarif enthalten: eine deutsche IBAN, eine virtuelle Mastercard Debitkarte, Online-Banking per Browser und App; eine physische Debitkarte kostet zusätzlich 3 Euro monatlich, Unterkonten (gegen Aufpreis von 2 Euro je IBAN / Monat), Kontakt zum Steuerberater-Zugang (lesend). Rechnungsstellung, E-Rechnungsformate, DATEV-Schnittstelle und Buchhaltungsfunktionen sind im Flex-Tarif nicht enthalten; DATEV kann gegen 3 Euro monatlich zugebucht werden.

Flex hat ausschließlich monatliche Laufzeit. Auch Lite, Pro und Business können zu ihren höheren Monatsgrundpreisen ohne Jahresabo gewählt werden. Das macht ihn zum risikoarmen Einstiegstarif für Neukunden, die Holvi zunächst testen möchten, bevor sie sich für ein Jahresabonnement entscheiden.

Holvi Lite – Zahlungsverkehr und vorbereitende Buchhaltung

Holvi Lite kostet im Jahresabonnement 4,50 Euro netto monatlich (54 Euro jährlich netto) und enthält Zahlungsverkehr sowie vorbereitende Buchhaltung. Das Schreiben und Versenden eigener Rechnungen gehört jedoch nicht zu Lite; dafür ist Pro oder Business vorgesehen. Bei monatlicher Laufzeit kostet Lite 9 Euro netto monatlich; das ist nicht mit dem eigenständigen Null-Euro-Kontomodell Holvi Flex gleichzusetzen.

Im Lite-Tarif enthalten: 100 SEPA-Überweisungen und Lastschriften pro Monat, danach 0,25 Euro je Buchung, eine physische und eine virtuelle Mastercard Debitkarte, Empfang und Archivierung von E-Rechnungen, Belegerfassung (Foto direkt in der App), Lexware-Office-Anbindung, Standard-Buchhaltungsberichte, Steuerberater-Zugang. DATEV ist gegen Aufpreis von 3 Euro netto monatlich buchbar. E-Rechnungsformate (ZUGFeRD, XRechnung) sind im Lite-Tarif noch nicht enthalten.

Holvi Pro – die vollständige Lösung für Freiberufler und Kleinunternehmen

Holvi Pro kostet im Jahresabonnement 9 Euro netto monatlich (108 Euro jährlich netto) und ist von Holvi als „Bestseller“ bezeichnet. Das ist eine Anbieterkennzeichnung und keine belegte Marktstatistik zu sämtlichen deutschen Freiberuflern. Pro kostet bei monatlicher Laufzeit 15 Euro netto monatlich. Holvi Flex ist dagegen ein anderes Kontomodell mit eigener transaktionsbasierter Abrechnung.

Gegenüber Lite enthält Pro zusätzlich unbegrenzte SEPA-Überweisungen und Lastschriften, fünf IBANs und drei physische Debitkarten. Zur erweiterten Buchhaltung gehört die Umsatzsteuer-Vorschau (die App zeigt bei jedem Buchungseingang an, welcher Anteil für die Umsatzsteuer zurückgelegt werden sollte), E-Rechnungsformate ZUGFeRD und XRechnung (seit 2025 enthalten – wichtig für die schrittweise B2B-E-Rechnungspflicht in Deutschland), erweiterte Buchhaltungsexporte und Rechnungsvorlagen. Eine Kontovorschau beziehungsweise Cashflow-Prognose steht auch im Lite-Tarif zur Verfügung.

Die Umsatzsteuer-Vorschau ist das differenzierende Merkmal des Pro-Tarifs: Für Selbstständige, die ihre quartalsweisen oder monatlichen Umsatzsteuer-Voranmeldungen ohne Steuerberater selbst einreichen, liefert die automatische Vorschau einen konkreten Alltagsvorteil. Der kontinuierliche Überblick kann bei der Planung von Steuerrücklagen helfen. Er garantiert jedoch weder eine fehlerfreie Umsatzsteuerberechnung noch den Ausschluss späterer Nachzahlungen; entscheidend bleiben korrekt erfasste und steuerlich eingeordnete Umsätze.

Holvi Business – für GmbHs und Teams mit mehreren Nutzern

Der Business-Tarif kostet im Jahresabonnement 59 Euro netto monatlich (708 Euro jährlich netto) und ist auf GmbHs, UGs und kleinere Teams ausgerichtet, bei denen mehrere Nutzer Zugriff auf das Konto benötigen. Business kostet bei monatlicher Laufzeit 69 Euro netto monatlich; Holvi Flex bezeichnet das separate Basismodell.

Zusätzlich gegenüber Pro enthält Business: 15 Unterkonten mit eigener IBAN (in Pro sind es weniger), fünf physische und zwanzig virtuelle Debitkarten, unbegrenzte SEPA-Transaktionen (kein 500er-Limit), direkte DATEV-Schnittstelle im Tarif inklusive (kein Aufpreis), erweiterte Reporting-Funktionen und automatisierte Datenexporte für die Buchhaltung.

Business richtet sich an Unternehmen, die eine klare Trennung zwischen Projektbudgets, Steuerrücklagen und operativen Ausgaben benötigen und dafür mehrere Unterkonten mit eigener IBAN verwenden möchten.

Alle vier Holvi-Tarife im direkten Vergleich

MerkmalFlexLiteProBusiness
Grundgebühr / Monat (Jahresabo, netto)0 €4,50 €9 €59 €
Grundgebühr / Monat (Flex-Tarif, netto)0 €9 €15 €69 €
VertragsbindungMonatlich kündbar12 Mon. (Jahresabo) oder monatlich (Flex)12 Mon. oder monatlich12 Mon. oder monatlich
SEPA-Überweisungen/Lastschriften pro MonatKeine Freiposten, je 0,25 €100, danach je 0,25 €UnbegrenztUnbegrenzt
Deutsche IBAN✔✔✔✔
Physische Mastercard DebitkarteOptional 3 € / Monat1 inklusive3 inklusive5 inklusive
Virtuelle Debitkarten1 inklusive1 inklusive1 inklusive20 inklusive
Kreditkarte auf AntragBeantragbar nach PrüfungBeantragbar nach PrüfungBeantragbar nach PrüfungBeantragbar nach Prüfung; GmbH/UG bis 50.000 €
Rechnungen schreibenNeinNeinJaJa
E-Rechnung (ZUGFeRD / XRechnung)✗✗✔ (seit 2025)✔
Umsatzsteuer-Vorschau✗✗✔✔
DATEV-Schnittstelle+ 3 € / Monat+ 3 € / Monat+ 3 € / Monat✔ im Tarif inkl.
Lexware-Office-Anbindung✗✔✔✔
Deutsche IBANs im Tarif1; weitere je 2 € / Monat2; weitere je 1 € / Monat5; weitere je 1 € / Monat15; weitere je 1 € / Monat
Mehrere Nutzer / TeamzugangNicht enthaltenEnthaltenEnthaltenEnthalten
Bargeld einzahlen✗ Nicht möglich✗✗✗

Stand Mai 2026. Preise netto zzgl. 19 % MwSt. Jahresabo: 12 Monate Bindung, keine vorzeitige Kündigung außer beim Flex-Tarif. Alle Angaben ohne Gewähr; stets aktuelle Konditionen auf holvi.com/de prüfen.

Einlagensicherung und regulatorischer Rahmen

Holvi ist als Zahlungsinstitut lizenziert, keine Bank. Damit gilt nicht das klassische Bankeinlagensicherungssystem (DGSD, 100.000 Euro je Einleger über die nationalen Sicherungsfonds). Stattdessen operiert Holvi nach dem Safeguarding-Modell der EU-Zahlungsdienstrichtlinie (PSD2): Kundengelder werden vollständig getrennt vom Holvi-Betriebsvermögen auf Treuhandkonten bei europäischen Partnerbanken verwahrt. Zu den Partnerbanken gehören Nordea, Aktia und OP Uusimaa. Bei dort deponierten Geldern beschreibt Holvi einen Schutz von bis zu 100.000 Euro je Kunde und Depotbank, unter Einbeziehung eigener Einlagen bei derselben Bank. Daneben werden Gelder bei Zentralbanken und in kurzfristigen Staatsanleihen gesichert; für diese gilt nicht die gewöhnliche Bankeinlagensicherung.

Das Safeguarding-Modell bietet in der Praxis einen vergleichbaren Schutzeffekt wie die direkte Bankeinlagensicherung: Im Insolvenzfall von Holvi sind die Kundengelder aus der Insolvenzmasse herausgelöst, da sie nicht Holvis Eigentum sind, sondern treuhänderisch gehalten werden. Die Schutzwirkung hängt jedoch von der korrekten Umsetzung des Safeguarding durch Holvi ab – das ist strukturell anders als bei einer Vollbank, wo die Einlagensicherung direkt gesetzlich verankert ist.

DATEV-Anbindung und Buchhaltungsintegration

Die DATEV-Schnittstelle ist in den Tarifen Flex, Lite und Pro gegen einen Aufpreis von 3 Euro netto monatlich zubuchbar. Im Business-Tarif ist DATEV ohne Aufpreis im Tarif enthalten. Die Anbindung läuft über EBICS (Electronic Banking Internet Communication Standard) und ist kompatibel mit DATEV Unternehmen Online, Mittelstand Faktura und Rechnungswesen. Nach Einrichtung werden Kontotransaktionen automatisch übertragen und können laut Holvi tagesaktuell vom Steuerbüro verbucht werden. Belege und zusätzlich in Holvi erfasste Buchhaltungsinformationen sind vom reinen Transaktionsfeed zu unterscheiden.

Alternativ stehen kostenlose Exporte als CSV- und CAMT.052-Dateien zur Verfügung, die manuell in Buchhaltungssysteme importiert werden können. Für Lexware Office (früher lexoffice) ist eine direkte Anbindung in allen Bezahltarifen inklusive. Xero und QuickBooks werden nicht nativ unterstützt; Exporte über CSV sind möglich.

Holvi dokumentiert eine Accounting-API und eine PSD2-Schnittstelle sowie Dateiübertragung über SFTP. Damit sind externe Softwareintegrationen grundsätzlich möglich. Der Zugang ist kein automatisch fertiger Anschluss für beliebige Software: Für die Accounting-API muss eine Integration umgesetzt werden, für PSD2 kann ein zugelassener Drittanbieter erforderlich sein. Technisch orientierte Unternehmen sollten Datenumfang, Authentifizierung und Freischaltung vorab prüfen.

E-Rechnungsformate: ZUGFeRD und XRechnung ab Pro-Tarif

Seit 2025 unterstützt Holvi im Pro- und Business-Tarif die E-Rechnungsformate ZUGFeRD und XRechnung. Damit ist Holvi auf die schrittweise eingeführte E-Rechnungspflicht in Deutschland vorbereitet: Seit dem 1. Januar 2025 müssen alle deutschen Unternehmen E-Rechnungen empfangen können; ab 2027 gilt für viele Unternehmen auch eine Pflicht zur Ausstellung von E-Rechnungen im B2B-Bereich. Für Holvi-Nutzer mit dem Pro- oder Business-Tarif sind diese Anforderungen ohne zusätzliche Software bereits abgedeckt.

Im Lite-Tarif sind ZUGFeRD und XRechnung noch nicht enthalten. Zum Schreiben von E-Rechnungen ist bei Holvi Pro oder Business erforderlich. Für den bloßen Empfang genügt grundsätzlich ein E-Mail-Postfach; Lite bietet zusätzlich das Hochladen, Prüfen und Archivieren empfangener E-Rechnungen. Empfangspflicht und kostenpflichtige Erstellung sind unterschiedliche Anforderungen.

Die Kreditkarte als Besonderheit

Holvi bietet in allen vier Tarifen auf Antrag eine Business-Kreditkarte. Für Selbstständige nennt Holvi bis zu 5.000 Euro, für GmbH und UG bis zu 50.000 Euro Kreditrahmen. Voraussetzung sind Prüfung und der Nachweis einer mindestens sechsmonatigen Geschäftskontonutzung an. Das ist unter den in dieser Artikelserie besprochenen FinTech-Geschäftskonten ein seltenes Merkmal: Die meisten digitalen Anbieter bieten ausschließlich Debitkarten an, bei denen das Konto vorab gedeckt sein muss. Eine echte Kreditkarte mit Rahmen kann für Unternehmen relevant sein, die Vorleistungen zu erbringen haben, bevor Kundenzahlungen eingehen – beispielsweise Agenturen mit Mediaeinkauf oder Veranstaltungsdienstleister mit Vorauszahlungspflichten.

Die genauen Konditionen der Holvi Business Kreditkarte (Rückzahlungsoptionen, Zinsen bei Ratenzahlung) sind auf holvi.com zu prüfen; sie variieren je nach Rückzahlungsmodell.

Konkrete Kostenberechnung: Wann lohnt welcher Tarif?

💡 Breakeven-Analyse: Ab wann lohnt der Wechsel von Flex auf Lite?

Im Flex-Tarif kostet jede Transaktion 0,25 Euro. Der Lite-Tarif kostet im Jahresabonnement 4,50 Euro netto monatlich – also 54 Euro jährlich netto.

Breakeven-Punkt: 4,50 Euro / 0,25 Euro = 18 Buchungen pro Monat. Ab der 19. Buchung ist der Lite-Tarif günstiger. Wer monatlich regelmäßig mehr als 18 Überweisungen tätigt, sollte den Flex-Tarif verlassen.

Praktischer Hinweis: Selbstständige mit nur wenigen monatlichen Eingangs- und Ausgangsrechnungen (z. B. ein Freelancer mit 3–5 Kunden und 5–8 Lieferanten) liegen oft unter der 18er-Grenze und fahren mit Flex günstiger. Sobald Mitarbeitergehälter, regelmäßige Softwareabonnements oder wöchentliche Materialeinkäufe ins Spiel kommen, wird Lite schnell wirtschaftlicher.

💡 Jahresabonnement vs. Flex-Tarif: konkreter Preisvergleich Pro.

Holvi Pro im Jahresabonnement: 9 Euro netto / Monat = 108 Euro netto / Jahr. Holvi Pro im Flex-Tarif: 15 Euro netto / Monat = 180 Euro netto / Jahr. Ersparnis durch Jahresabonnement: 72 Euro netto jährlich = 40 % Rabatt.

Für Unternehmen, die sich für Holvi entschieden haben und den Pro-Tarif dauerhaft nutzen wollen, lohnt das Jahresabonnement ab dem ersten vollen Nutzungsjahr erheblich. Vorbehalt: Das Jahresabonnement ist nicht vorzeitig kündbar – wer nach 3 Monaten wechseln möchte, zahlt trotzdem das volle Jahr.

Einordnung: Für wen eignet sich Holvi?

Besonders geeignet: Freiberufler und Einzelunternehmer, die eine integrierte Lösung für Banking und Buchhaltung suchen. Wer bisher eine separate Buchhaltungssoftware neben einem einfachen Geschäftskonto nutzt und diese kombinieren möchte, findet im Holvi-Pro-Tarif eine kompakte, einheitliche Lösung. Die Umsatzsteuer-Vorschau, E-Rechnungsformate und die Rechnungsstellungsfunktion sind für umsatzsteuerpflichtige Selbstständige mit Firmenkunden besonders relevant.

Gut geeignet: GmbHs und kleinere Teams mit Budget-Trennung über Unterkonten. Im Business-Tarif ermöglicht Holvi bis zu 15 Unterkonten mit eigener IBAN – ideal für Unternehmen, die Steuern, Betriebskosten, Projektbudgets und sonstige Rücklagen strukturiert trennen möchten. Die inkludierte DATEV-Schnittstelle ist für die Steuerkanzlei-Übergabe ein wesentlicher Komfort.

Gut geeignet: Selbstständige, die Rechnungen an öffentliche Auftraggeber oder große Unternehmen stellen. Seit 2025 ist der ZUGFeRD- und XRechnung-Support in Holvi Pro enthalten. Für Selbstständige, die an öffentliche Auftraggeber rechnen (XRechnung-Pflicht seit 2020 für Bundesbehörden), ist Holvi Pro ohne separate Rechnungssoftware vollständig ausreichend.

Eingeschränkt geeignet: Unternehmen mit regelmäßigem Bargeld-Bedarf. Holvi bietet keinen Bargeldeinzahlungsservice. Für bargeldintensive Branchen ist FYRST (Postbank-Filialnetz) strukturell besser aufgestellt.

Eingeschränkt geeignet: Unternehmen mit Bedarf an API-Integration oder internationalem Zahlungsverkehr. Prüfen Sie dafür die benötigten technischen Schnittstellen und die konkreten Zahlungswege. Für Kartenzahlungen in Fremdwährung gelten tarifabhängig 2,5 % bei Flex, 2 % bei Lite sowie 1 % bei Pro und Business; bei SWIFT-Währungsumrechnungen sind es 1 % für Flex, Lite und Pro beziehungsweise 0,5 % für Business. Hinzu kommen gegebenenfalls weitere Überweisungsentgelte.

Holvi im Wettbewerbsvergleich

KriteriumHolvi FlexHolvi Pro (9 €)FYRST BaseKontist FreeAccountable FreeTide Lite
Grundgebühr0 €, je SEPA-Buchung 0,25 €9 € bei Jahreslaufzeit / 15 € monatlich0 € erstes Konto einer natürlichen Person0 €0 €0 €
Freie Buchungen / MonatKeineUnbegrenzt SEPA505 SEPA, danach 0,25 €Nach aktuellem Accountable-LeistungsumfangNach aktuellem Tide-Leistungsumfang
Rechnungstool inkl.✗✔✗✗✔✔
E-Rechnung (ZUGFeRD / XRechnung)✗✔ (ab Pro)✗✗✔ (alle Tarife)✗
USt-Vorschau✗✔ (ab Pro)✗✔✔✗
DATEV-Schnittstelle+ 3 € / Mon.+ 3 € / Mon.Optional (Aufpreis)✔ inkl.Ab Plus-Tarif✔ inkl.
Kreditkarte verfügbarAuf Antrag; natürliche Person bis 5.000 €Auf Antrag; natürliche Person bis 5.000 €, GmbH/UG bis 50.000 €Keine Kreditkarte; Debit MastercardDebitkarteDebitkarte nach AngebotDebitkarte nach Angebot
Bargeld einzahlen✗✗✔ Postbank✗✗✗

Stand Mai 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Konditionen variabel; stets direkt beim jeweiligen Anbieter prüfen.

Unternehmenshintergrund: Holvi als unabhängiges finnisches Zahlungsinstitut

Holvi wurde 2011 in Helsinki als FinTech für Selbstständige gegründet. Das Unternehmen positionierte sich von Anfang an als Alternative zu klassischen Firmenkonten, die zu jener Zeit in Finnland und Deutschland noch fast ausschließlich über Filialbanken mit hohen Grundgebühren und manuellen Prozessen angeboten wurden. 2016 übernahm die spanische Großbank BBVA eine Mehrheitsbeteiligung; 2021 wurde Holvi wieder vollständig unabhängig und befindet sich seitdem in finnischem Gründerbesitz.

Bankhintergrund, Aufsicht und weitere Informationen

Holvi ist als Zahlungsinstitut (Payment Institution) von der finnischen Finanzaufsichtsbehörde FIN-FSA lizenziert. Über das EU-Passporting ist die Lizenz in allen EU-Mitgliedstaaten anerkannt – in Deutschland ist die BaFin als sekundäre Aufsicht eingebunden. Holvi ist damit kein Kreditinstitut und unterliegt nicht direkt dem deutschen Kreditwesengesetz (KWG), wohl aber dem deutschen Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) und der europäischen Zahlungsdienstrichtlinie (PSD2).

Die Kundenbasis von Holvi konzentriert sich auf Freiberufler, Solo-Selbstständige, GbRs, GmbHs und UGs. Holvi ist in Deutschland, Österreich, Finnland und weiteren EU-Ländern aktiv. Das Produkt richtet sich bewusst nicht an große Unternehmen oder Konzerne: Der maximale Tarif (Business) ist auf Teams mit mehreren Nutzern und Budgets ausgelegt, geht aber nicht über das KMU-Segment hinaus.

Häufige Fragen zum Holvi Geschäftskonto 2026

Was kostet das Holvi Geschäftskonto 2026?

Holvi bietet vier Tarife an. Flex kostet keine reguläre Monatsgrundgebühr, berechnet aber 0,25 Euro je SEPA-Überweisung oder Lastschrift. Nach zwölf Monaten kann bei Inaktivität zusätzlich eine Gebühr von 4,50 Euro monatlich anfallen. Der Lite-Tarif kostet im Jahresabonnement 4,50 Euro netto monatlich (54 Euro jährlich netto) oder 9 Euro netto monatlich im monatlich kündbaren Flex-Tarif. Holvi Pro kostet 9 Euro netto im Jahresabonnement oder 15 Euro netto flexibel. Holvi Business 59 Euro netto (Jahresabo) oder 69 Euro netto (flexibel). Alle Preise verstehen sich netto zzgl. 19 % MwSt. Bei Jahresbuchung spart man gegenüber dem monatlich kündbaren Tarif bis zu 50 %.

Wie sicher sind Kundengelder beim Holvi Geschäftskonto?

Holvi ist ein Zahlungsinstitut, keine Bank. Holvi trennt Zahlungsverkehrsgelder von seinem eigenen Betriebsvermögen. Nach der Sicherungsbeschreibung erfolgt die Verwahrung bei Nordea, Aktia und OP Uusimaa sowie bei Zentralbanken und in kurzfristigen Staatsanleihen. Für den bei einer Geschäftsbank deponierten Anteil gilt die dortige Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Holvi-Kunde und Bank, wobei eigene Einlagen bei derselben Bank mitzählen. Zentralbankguthaben und Staatsanleihen unterliegen dieser Bankeinlagensicherung nicht. Holvi-Kundengelder sind damit regulatorisch vom Holvi-Betriebsvermögen getrennt und im Insolvenzfall aus der Insolvenzmasse herausgelöst.

Hat das Holvi Geschäftskonto eine DATEV-Schnittstelle?

Die DATEV-Schnittstelle ist in den Tarifen Flex, Lite und Pro als optionaler Zusatz für 3 Euro netto monatlich buchbar. Im Business-Tarif ist DATEV im Tarif enthalten. Die Anbindung läuft über EBICS und ist kompatibel mit DATEV Unternehmen Online, Mittelstand Faktura und Rechnungswesen. Als Alternative stehen in allen Tarifen kostenlose CSV- und CAMT.052-Exporte zur Verfügung.

Unterstützt Holvi E-Rechnungen nach dem deutschen Standard?

Ja, seit 2025 unterstützen die Tarife Pro und Business die E-Rechnungsformate ZUGFeRD und XRechnung. Damit ist Holvi auf die in Deutschland schrittweise eingeführte B2B-E-Rechnungspflicht vorbereitet. Im Lite-Tarif sind diese Formate noch nicht enthalten. Für die Erstellung solcher E-Rechnungen innerhalb von Holvi ist Pro oder Business erforderlich. Wer E-Rechnungen lediglich empfangen muss, benötigt dafür kein kostenpflichtiges Pro-Konto; dafür reicht grundsätzlich ein E-Mail-Postfach, und Lite unterstützt zusätzlich ihre Verarbeitung.

Kann ich mit Holvi eine Kreditkarte erhalten?

Auch Flex und Lite erlauben den Antrag auf die Holvi Business Kreditkarte. Nach Bonitätsprüfung sind für Selbstständige bis zu 5.000 Euro und für GmbH/UG bis zu 50.000 Euro möglich. Holvi verlangt den Nachweis von mindestens sechs Monaten Nutzung eines eigenen oder anderen Geschäftskontos. Das ist unter den digitalen FinTech-Geschäftskontoanbietern ein seltenes Merkmal. Die genauen Konditionen der Kreditkarte – Rückzahlungsoptionen, Zinsen bei Ratenzahlung – sind auf holvi.com/de zu prüfen. Ein genehmigter Kreditrahmen ist auch bei Flex und Lite möglich; Kontoeröffnung allein garantiert weder die Kartenzusage noch das Höchstlimit.

Für welche Unternehmensformen eignet sich Holvi?

Holvi richtet sich an Freiberufler, Solo-Selbstständige, GbRs, Einzelunternehmer sowie GmbHs und UGs. Die Kontoeröffnung erfolgt digital. Für natürliche Personen erklärt Holvi, bei der reinen Kontoeröffnung keine Schufa-Abfrage vorzunehmen; der Antrag auf eine Kreditkarte erfordert dagegen eine gesonderte Bonitätsprüfung. Diese Aussagen sind nicht auf sämtliche Unternehmens- und Kreditprüfungen zu übertragen. Für GmbHs ist neben der Identifizierung der Gesellschafter und Geschäftsführer auch ein Handelsregisterauszug erforderlich. Holvi ist nicht auf große Unternehmen oder Konzerne ausgelegt; der maximale Tarif (Business) adressiert kleinere Teams mit bis zu 15 Unterkonten und Multiuser-Zugang.

Geschäftskonto vergleichen – Holvi und alle Alternativen

Ob Holvi Flex, Lite, Pro oder Business – oder eine der Alternativen wie FYRST, Kontist, Tide, Accountable oder eine klassische Filialbank: Im Vergleichsrechner finden Sie das passende Konto für Ihre Unternehmensform, Ihr Transaktionsvolumen und Ihre Anforderungen an Buchhaltung, E-Rechnungsformate und DATEV-Anbindung.

  • Alle vier Holvi-Tarife mit Kostenvergleich: Flex vs. Lite vs. Pro vs. Business
  • Breakeven-Rechnung: ab wann lohnt sich der Wechsel vom Flex-Tarif?
  • E-Rechnungspflicht: welche Tarife erfüllen ZUGFeRD und XRechnung?
  • DATEV, Umsatzsteuer-Vorschau, Kreditkarte: alle Kriterien vergleichen
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