FYRST Geschäftskonto 2026 – Konditionen, Tarife und Leistungen im Überblick
FYRST ist das digitale Geschäftskonto-Angebot der Deutschen Bank AG, 2019 als eigenständige Digitalmarke gegründet. Die Positionierung ist klar: FYRST richtet sich an Selbstständige, Freiberufler, Gründer und kleinere Unternehmen, die eine vollständige Bankinfrastruktur eines etablierten Kreditinstituts mit dem Bedienkomfort moderner digitaler Plattformen verbinden wollen. Vertragspartner ist in jedem Fall die Deutsche Bank AG – mit deutscher IBAN, BaFin-Regulierung und gesetzlicher Einlagensicherung.
Was FYRST unter den digitalen Geschäftskonten heraushebt, ist die Kombination aus drei Faktoren, die bei reinen FinTech-Anbietern selten gleichzeitig zu finden ist: ein kostenloser Basistarif für natürliche Personen, echter Bargeldservice über das Postbank- und Deutsche-Bank-Netz, sowie die Einbindung in die vollständige Infrastruktur eines der größten deutschen Kreditinstitute. Für Selbstständige und Freiberufler, die eine verlässliche Bankverbindung mit geringen Fixkosten suchen, ist FYRST damit einer der relevantesten Anbieter im deutschen Markt.
Dieser Artikel gibt einen vollständigen Überblick über alle vier FYRST-Kontomodelle, ihre Konditionen, Gebühren und Leistungsunterschiede, die Eignung nach Unternehmensform und Geschäftsmodell sowie die Einordnung im Wettbewerbsvergleich.
FYRST Geschäftskonto 2026: alle Tarife im Überblick
Digitalbank der Deutschen Bank AG · Base, Complete, Premium, Gründerkonto
FYRST Complete: 10 € / Monat · FYRST Premium: 24 € / Monat · FYRST Gründerkonto: 12 Monate ohne Grundpreis, danach 10 € ·
Deutsche IBAN · Bargeldabhebung an teilnehmenden Automaten nach Kartenbedingungen · DATEV-Schnittstelle · Tagesgeld bis 3,50 % p.a. für Neukunden (befristet) · Geschäftskonto-Vergleich: Platz 3 für Base (Note 1,6)
Stärken von FYRST
- Base kostenlos für Selbstständige und Freiberufler
- Deutsche IBAN (DE-IBAN) – hohe Akzeptanz
- Bargeldeinzahlung und -abhebung via Postbank-Filialen
- Deutsche Bank AG als Vertragspartner – gesetzlicher Einlagenschutz bis 100.000 € je Kunde und Institut
- DATEV-Schnittstelle für Steuerberater-Anbindung
- Gründerkonto: 12 Monate ohne Kontogrundpreis, DATEV im ersten Jahr inklusive
Einschränkungen und Schwächen
- Base für GmbH/UG: nach sechs Monaten ohne Grundpreis regulär 6 € / Monat
- Freiposten im Base-Tarif begrenzt (50 beleglose Buchungen)
- Bei Gesellschaften: Registerdaten, Vertretungsbefugnisse und Berechtigte nachweisen
- App-Oberfläche gilt als weniger modern als bei Qonto oder Finom
- Zusätzliche Verfügungsberechtigungen im Business Banking einrichten
✔ FYRST vs. Qonto · Kontist · Holvi · Commerzbank · DATEV-Integration · Konditionen vergleichen
Die vier FYRST-Kontomodelle im Detail
FYRST Base – das kostenlose Geschäftskonto für natürliche Personen
FYRST Base ist der Einsteigstarif und für natürliche Personen ohne monatliche Kontoführungsgebühr erhältlich. Das erste Konto von Einzelunternehmern und Freiberuflern (Ärzten, Rechtsanwälten, Architekten, Beratern, IT-Freelancern u. a.) hat keinen monatlichen Grundpreis. Für andere Rechtsformen, darunter GbR, GmbH und UG, beträgt der reguläre BASE-Grundpreis 6 Euro. Für juristische Personen bewirbt FYRST zunächst sechs Monate ohne Grundpreis. Die kostenlose Kontoführung eines Einzelunternehmers lässt sich deshalb nicht auf eine Personengesellschaft übertragen.
Im Base-Tarif enthaltene Leistungen: 50 kostenlose beleglose SEPA-Buchungen pro Monat (unter anderem Zahlungsein- und -ausgänge sowie Lastschriften), die erste Debit Mastercard, SEPA-Echtzeitüberweisungen, Online-Banking per Browser und App (iOS und Android) und digitale Kontoauszüge. Die Girocard ist separat zubuchbar; kostenlose Abhebungen richten sich nach der verwendeten Karte und dem Automaten. Für Betriebsvermögen gibt es keinen Freistellungsauftrag. Die Legitimation erfolgt per VideoIdent; eID ist vorerst juristischen Personen mit einem einzelnen einzelvertretungsberechtigten Antragsteller vorbehalten.
Gebühren, die über das Inklusive-Kontingent hinaus entstehen können: Jede beleglose SEPA-Buchung über die ersten 50 hinaus kostet 0,19 Euro. Ein beleghafter SEPA-Auftrag oder ein eingereichter Inlandsscheck kostet 5 Euro. Die 3 Euro je angefangene 5.000 Euro gelten dagegen für Bareinzahlungen mittels Karte oder Beleg. Die optionale Girocard kostet bei BASE 24 Euro jährlich; die FYRST Card ist eine Debit Mastercard und keine Chargekarte.
FYRST Complete – das Konto für höheres Transaktionsvolumen
FYRST Complete hat laut Preisverzeichnis einen monatlichen Grundpreis von 10 Euro und richtet sich an Unternehmen mit höherem monatlichem Buchungsvolumen, dem Bedarf an Unterkonten und erweiterten Funktionen. Im Complete-Tarif sind 75 beleglose SEPA-Buchungen inklusive, jede weitere kostet 0,08 Euro. Ein beleghafter SEPA-Auftrag oder eingereichter Inlandsscheck kostet 4 Euro. Für Bareinzahlungen mittels Karte oder Beleg fallen dagegen 2,50 Euro je angefangene 5.000 Euro an.
Zusätzlich gegenüber Base enthält Complete: ein BASE-Unterkonto ohne zusätzlichen Grundpreis; die erste Debit Mastercard ist wie bei BASE kostenlos. Buchhaltungssoftware kann angebunden werden, darunter sevdesk und Lexware Office; Partneraktionen haben eigene Bedingungen. Der DATEV-Datenaustausch kostet bei COMPLETE zusätzlich 5 Euro monatlich. Verfügungsberechtigungen mit auswählbaren Rechten werden im Business Banking eingerichtet. Für die optionale Girocard berechnet COMPLETE 18 Euro jährlich.
FYRST Premium – der Volltarif für professionelle Nutzung
FYRST Premium hat einen monatlichen Grundpreis von 24 Euro und bietet das vollständigste Leistungspaket. Beleglose SEPA-Buchungen kosten jeweils 0,04 Euro; ein Freipostenkontingent gibt es hier nicht. Bis zu fünf BASE-Unterkonten und der DATEV-Datenaustausch sind ohne zusätzlichen Grundpreis enthalten. Die erste Debit Mastercard ist kostenlos; die optionale Girocard kostet 12 Euro jährlich. FYRST bewirbt persönlichen Kundenservice durch Bankmitarbeiter, keine Zusage eines eigenen dauerhaft zugewiesenen Kundenbetreuers. Für Unternehmen mit hohem Buchungsvolumen und Bedarf an mehreren Unterkonten ist Premium die weiterführende Alternative zu Complete.
FYRST Gründerkonto – zwölf Monate ohne Kontogrundpreis
Das FYRST Gründerkonto richtet sich an Neugründer in der Aufbauphase. Es basiert auf COMPLETE und hat in den ersten zwölf Monaten keinen monatlichen Grundpreis. 75 beleglose SEPA-Buchungen sind pro Monat enthalten; weitere kosten 0,08 Euro. DATEV und sevdesk Buchhaltung sind im ersten Jahr kostenfrei; danach kostet der DATEV-Datenaustausch 5 Euro monatlich und sevdesk je nach Modell. Ab dem zweiten Jahr beträgt der Kontogrundpreis 10 Euro. Das Gründerangebot muss innerhalb von 365 Tagen nach Gründung abgeschlossen werden; Tarifwechsel und Kündigung richten sich nach den Vertragsbedingungen. Für GmbH-Gründer ist das Gründerkonto besonders attraktiv, da es auch die Gründungsphase vor der Eintragung ins Handelsregister abdeckt und die Einzahlung des Stammkapitals direkt über das FYRST-Konto möglich ist.
Alle FYRST-Tarife im direkten Vergleich
| Merkmal | FYRST Base | FYRST Complete | FYRST Premium | Gründerkonto |
|---|---|---|---|---|
| Kontoführung / Monat | 0 € (erstes Konto Einzelunternehmer/Freiberufler) sonst regulär 6 €; Anfangsaktion beachten | 10 € | 24 € | 0 € (12 Monate) danach 10 € |
| Beleglose SEPA-Buchungen inkl. | 50 / Monat | 75 / Monat | Keine Freiposten | 75 / Monat |
| Preis je belegloser SEPA-Buchung außerhalb des Kontingents | 0,19 € | 0,08 € | 0,04 € ab erster Buchung | 0,08 € |
| Beleghafter SEPA-Auftrag / Inlandsscheck | 5,00 € | 4,00 € | 4,00 € | 4,00 € |
| Mastercard Debitkarte | ✔ kostenlos | ✔ kostenlos | ✔ kostenlos | ✔ kostenlos |
| Girocard, optional / Jahr | 24 € | 18 € | 12 € | 18 € |
| FYRST Card plus | Debitkarte; Bedingungen beachten | Debitkarte; Bedingungen beachten | Debitkarte; Bedingungen beachten | Debitkarte; Bedingungen beachten |
| Bargeld abheben | Kostenlose Wege je Karte; Fremdautomaten können Entgelte berechnen | Kostenlose Wege je Karte; Fremdautomaten können Entgelte berechnen | Kostenlose Wege je Karte; Fremdautomaten können Entgelte berechnen | Kostenlose Wege je Karte; Fremdautomaten können Entgelte berechnen |
| Bareinzahlung mittels Karte / Beleg | 3 € je angefangene 5.000 € | 2,50 € je angefangene 5.000 € | 2,50 € je angefangene 5.000 € | 2,50 € je angefangene 5.000 € |
| SEPA-Echtzeitüberweisung | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
| DATEV-Datenaustausch / Monat | 5 € | 5 € | Inklusive | 12 Monate inklusive; danach 5 € |
| BASE-Unterkonten | Zusätzlicher Grundpreis | 1 ohne zusätzlichen Grundpreis | Bis zu 5 ohne zusätzlichen Grundpreis | 1 ohne zusätzlichen Grundpreis |
| Verfügungsberechtigungen | Im Business Banking einrichtbar | Im Business Banking einrichtbar | Im Business Banking einrichtbar | Im Business Banking einrichtbar |
| Tagesgeldkonto optional | ✔ (Neukunden-Aktion) | ✔ | ✔ | ✔ |
| Dispokredit | ✔ beantragbar | ✔ beantragbar | ✔ beantragbar | ✔ beantragbar |
| Geeignet für | Freelancer, Einzelunternehmer, GbR bis 50 Buchungen / Monat | Unternehmen mit höherem Volumen, DATEV-Bedarf, Teams | Etablierte KMU mit hohem Transaktionsvolumen | Alle Neugründer; auch GmbH-Gründung |
Stand 7. Oktober 2026. Entgelte nach dem FYRST-Preisverzeichnis; Umsatzsteuer fällt nur dort zusätzlich an, wo dies für die konkrete Position ausgewiesen ist. Aktionsbedingungen und Kartenart sind separat zu beachten.
Einlagensicherung und regulatorischer Status
Da FYRST eine Marke der Deutschen Bank AG ist, greifen alle Sicherungsmechanismen, die für die Deutsche Bank AG gelten. Einlagen bis zu 100.000 Euro je Kunde und Kreditinstitut sind durch die gesetzliche Einlagensicherung über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) abgesichert. Darüber hinaus ist die Deutsche Bank AG Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken (BdB), der deutlich höhere Beträge absichert – die aktuelle Absicherungshöhe kann direkt beim BdB abgefragt werden.
Die Aufsicht erfolgt durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Europäische Zentralbank (EZB). Die IBAN hat das deutsche Länderkürzel DE – auch Qonto bietet Geschäftskonten mit deutscher IBAN an. Bei einem Kontovergleich ist deshalb die tatsächlich ausgegebene IBAN maßgeblich, nicht der Sitz des Anbieters.
Tagesgeld bei FYRST: Zinsen auf Betriebsvermögen
FYRST bietet in Kombination mit dem Geschäftskonto ein optionales Tagesgeldkonto an. Für Neukunden, die ein FYRST-Konto (Base, Complete, Premium oder Gründerkonto) zusammen mit dem Tagesgeldkonto eröffnen, galt zuletzt ein Aktionszins von 3,50 % p.a. für einen befristeten Zeitraum – ausschließlich für Betriebsvermögen, das zuvor nicht bei der Deutschen Bank AG (Postbank, Deutsche Bank, FYRST) angelegt war. Die Neukundenaktion beträgt 3,50 % p.a. für drei Monate auf bis zu 100.000 Euro Neugeld. Anschließend gilt der variable Standardzins, derzeit 0,50 % p.a.; die Garantiezeit ist vom variablen Anschlusszins zu unterscheiden.
Der Standardzins des FYRST-Tagesgeldkontos für Geschäftskunden liegt unterhalb des Aktionsniveaus und sollte direkt auf der FYRST-Website geprüft werden, da er sich mit dem Marktumfeld ändert. Das Tagesgeldkonto wird bei der Kontoeröffnung über einen separaten Auswahlschritt aktiviert. Für Unternehmen, die vorübergehend liquide Mittel kurzfristig verzinsen möchten, ist die Kombination aus Geschäftskonto und Tagesgeldkonto bei einem einzigen Anbieter eine zeitsparende Lösung.
Kontoeröffnung bei FYRST: Ablauf und Anforderungen
Die Kontoeröffnung bei FYRST erfolgt vollständig digital. Neben VideoIdent bietet FYRST seit Januar 2026 eID mit Online-Ausweis und geeignetem Gerät an. Diese Option steht vorerst juristischen Personen mit einem einzelnen einzelvertretungsberechtigten Antragsteller offen; sie ist keine allgemeine Zusage für sämtliche Rechtsformen.
Für Einzelunternehmer und Freiberufler (natürliche Personen) werden benötigt: gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass), Steuer-ID, Angabe der ausgeübten Tätigkeit sowie – bei Gewerbetreibenden – die Gewerbeanmeldung. Natürliche Personen erhalten nach erfolgreicher Eröffnung und Videolegitimation grundsätzlich direkt ihre IBAN; zusätzliche Prüfungen können die Nutzung verzögern. Die physischen Karten werden separat zugestellt.
Für Kapitalgesellschaften (GmbH, UG) ist der Prozess umfangreicher. Erforderlich sind Handelsregisterauszug (nicht älter als drei Monate), Gesellschaftsvertrag und – bei der GmbH-Gründung – das vorläufige Gründungsprotokoll. Die Bank erhebt Angaben zu Vertretungsberechtigten und wirtschaftlich Berechtigten; welche Personen sich auf welchem Weg legitimieren müssen, ergibt sich aus dem Antrag. VideoIdent und der eingeschränkte eID-Zugang sind zu unterscheiden. Zusätzliche Register- und Beteiligungsnachweise können erforderlich sein. Auch FinTech-Anbieter unterliegen geldwäscherechtlichen Prüfpflichten; die Unternehmensform und Beteiligungsstruktur bestimmen den Aufwand, nicht allein die Anbieterart.
Ein Kontowechselservice steht bei FYRST natürlichen Personen zur Verfügung; für juristische Personen gibt es ihn derzeit nicht: Bestehende Daueraufträge und Lastschriftmandate können auf Wunsch automatisiert auf das neue Konto übertragen werden.
Buchhaltungsanbindung und DATEV-Schnittstelle
Die Anbindung an Buchhaltungssysteme ist für Selbstständige und Unternehmen mit einem Steuerberater ein wesentliches Auswahlkriterium. FYRST bietet folgende Integrationsmöglichkeiten:
DATEV: Der Datenaustausch kostet bei BASE und COMPLETE 5 Euro monatlich, bei PREMIUM ist er enthalten. Das Gründerkonto umfasst ihn im ersten Jahr kostenlos, danach für 5 Euro monatlich. Damit können Kontoauszugsdaten direkt in die DATEV-Software des Steuerberaters exportiert werden – ohne manuelle CSV-Importe. Im Base-Tarif ist DATEV ebenfalls für 5 Euro monatlich zubuchbar.
SevDesk, Sage, Lexoffice: FYRST hat Partnerkonditionen mit mehreren Buchhaltungssoftwareanbietern vereinbart. Nutzer erhalten vergünstigte Einstiegskonditionen für diese Lösungen. Ein direkter API-Anschluss für automatische Buchungsübertragung ist über die Partnerlösungen möglich.
CSV-Export: In allen Tarifen können Kontoauszüge als CSV-Datei exportiert werden – die Mindestanforderung für eine Übergabe an den Steuerberater ohne direkte DATEV-Schnittstelle.
Kontomodell-Empfehlung nach Unternehmenstyp und Buchungsvolumen
| Unternehmenstyp / Situation | Empfohlener Tarif | Begründung |
|---|---|---|
| Freiberufler / Einzelunternehmer, bis 50 Buchungen / Monat, kein DATEV-Bedarf | FYRST Base | Keine Kontoführungsgebühr, ausreichendes Buchungskontingent, Bargeldservice bereits inklusive |
| GmbH oder UG, einfache Struktur, bis 100 Buchungen / Monat | FYRST Complete (10 €) | Nach der BASE-Anfangsaktion kostet dessen Grundpreis 6 €; COMPLETE bietet für 4 € mehr 75 statt 50 freie SEPA-Buchungen und ein BASE-Unterkonto. DATEV kostet zusätzlich 5 €; die Debit Mastercard ist in beiden Tarifen enthalten |
| Neugründer (alle Rechtsformen) | FYRST Gründerkonto (0 € / 12 Monate) | COMPLETE ohne Grundpreis im ersten Jahr, DATEV zunächst inklusive; Nutzungsentgelte bleiben möglich. Auch zur GmbH-Gründung mit Stammkapital-Einzahlung geeignet |
| Unternehmen mit DATEV-Steuerberater und 50–100 Buchungen / Monat | FYRST Complete (10 €) | DATEV zusätzlich 5 € monatlich; 75 freie SEPA-Buchungen und danach 0,08 €; enthaltenes BASE-Unterkonto für Steuerrücklage nutzbar |
| Etabliertes KMU mit hohem Transaktionsvolumen (über 100 Buchungen / Monat), mehrere Mitarbeiter mit Kontenzugang | FYRST Premium (24 €) oder Commerzbank / Deutsche Bank (Filiale) | 0,04 € je SEPA-Buchung ohne Freiposten, bis zu fünf BASE-Unterkonten und DATEV inklusive; persönlicher Support. Für sehr komplexe Strukturen klassische Filialbank erwägen |
| Bargeldintensives Unternehmen (Einzelhandel, Gastronomie, Handwerk) | FYRST Complete oder Premium | Bareinzahlung über Postbank-Infrastruktur möglich, bei COMPLETE/PREMIUM 2,50 € je angefangene 5.000 €; Kosten nach Einzahlungsvolumen vergleichen |
Konkrete Kostenbeispiele nach monatlichem Buchungsvolumen
Beispiel 1: Grafikdesignerin, Einzelunternehmen, 30 Buchungen / Monat, keine DATEV-Pflicht.
Tarif: FYRST Base. Kontoführung: 0 €. Buchungen: 30 von 50 inklusivierten genutzt – kein Mehraufwand. Monatliche Gesamtkosten: 0 €. Jahreskosten: 0 €.
Vergleich mit Commerzbank Klassik nach der Grundpreisaktion: 15,90 € Grundpreis plus 20 zusätzliche beleglose Buchungen zu 0,20 €, also 19,90 € monatlich beziehungsweise 238,80 € jährlich. Bei diesem reinen Buchungsprofil spart BASE 238,80 € im Jahr; Kartenextras und Bargeld sind nicht eingerechnet.
Beispiel 2: IT-Dienstleistungs-GmbH, 2 Gesellschafter-Geschäftsführer, 70 Buchungen / Monat, DATEV-Steuerberater.
Tarif: FYRST Complete (10 € Grundpreis / Monat). Buchungen: 70 von 75 freien SEPA-Buchungen genutzt – kein zusätzliches Buchungsentgelt. DATEV: 5 € monatlich. Kosten dieses Profils: 15 € pro Monat beziehungsweise 180 € pro Jahr, ohne weitere Karten- und Nutzungsentgelte.
Für GmbH gilt im Base-Tarif eine Grundgebühr von 6 € / Monat. Complete hat 4 € mehr Grundpreis und bietet 75 statt 50 freie Buchungen sowie ein BASE-Unterkonto. Bei BASE ergeben 70 SEPA-Buchungen nach der Aktion 6 € plus 20 × 0,19 € plus 5 € DATEV, also 14,80 € monatlich. Ohne Nutzung des Unterkontos ist COMPLETE mit 15 € in diesem Beispiel nicht günstiger.
Beispiel 3: Handwerker-GmbH, 80 Buchungen / Monat, regelmäßige Bargeldeinzahlungen (Barzahlungen von Kunden).
Tarif: FYRST Complete (10 € Grundpreis / Monat). Bei 80 beleglosen SEPA-Buchungen fallen 5 × 0,08 € zusätzlich an: 10,40 € pro Monat vor Bareinzahlungen. Eine Bareinzahlung mittels Karte oder Beleg kostet jeweils 2,50 € je angefangene 5.000 €. Der genaue Gesamtbetrag hängt daher von Anzahl und Höhe der Einzahlungen ab.
Bei Qonto (Basic-Tarif, 9 € monatlich bei jährlicher Abrechnung zuzüglich Umsatzsteuer) wäre eine Bargeldeinzahlung nicht möglich. Bei N26 Business ist für GmbH keine Kontoeröffnung möglich. Für bargeldintensive Branchen kann FYRST sinnvoll sein; die Eignung hängt vom Einzahlungsvolumen, den Gebühren und dem vor Ort verfügbaren Bargeldservice ab.
FYRST im Wettbewerbsvergleich
| Kriterium | FYRST Base | FYRST Complete | Kontist Free | Qonto Basic (9 € bei Jahresbindung) | Holvi Flex (0 € Grundpreis) | Commerzbank Business |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Monatliche Grundgebühr | 0 € (erstes Konto Einzelunternehmer/Freiberufler) | 10 € | 0 € | 9 € zzgl. USt. bei Jahresbindung | 0 €; 0,25 € je SEPA-Vorgang | Klassik regulär 15,90 €; Aktion separat |
| Für GmbH / UG geeignet | ✔ (regulär 6 € / Monat) | ✔ | ✔ nach Annahmebedingungen | ✔ | ✔ | ✔ |
| Deutsche IBAN | ✔ DE-IBAN | ✔ DE-IBAN | ✔ DE-IBAN | ✔ DE-IBAN | ✔ DE-IBAN | ✔ DE-IBAN |
| Bargeld einzahlen | ✔ Postbank; entgeltpflichtig | ✔ Postbank; entgeltpflichtig | Kein Filial-Bareinzahlungsservice | Keine direkte Bareinzahlung | Keine direkte Bareinzahlung | ✔ Filiale / Automaten; Gebühren nach Tarif |
| DATEV / Buchhaltungsanbindung | 5 € / Monat | 5 € / Monat | Finanzbuchhaltungsanbindung; Rechtsform und Exportumfang beachten | DATEV-Synchronisierung | EBICS-Schnittstelle zubuchbar, Flex 3 € / Monat | Klassik extra; Premium/Plus inklusive |
| Steuerfunktionen | Keine enthaltene automatische Rücklagenberechnung | Keine enthaltene automatische Rücklagenberechnung | Automatische Steuerschätzung; Unterkonten nach Tarif | MwSt.-Rechner | Umsatzsteuer-Vorschau | Keine entsprechende Tarifzusage |
| Kredit / Finanzierung | Beantragbar, Bonitätsprüfung | Beantragbar, Bonitätsprüfung | Dispokredit beantragbar | Finanzierungsangebote separat prüfen | Kreditkarte auf Antrag | Beantragbar, Bonitätsprüfung |
| Rechnungsstellung | Über Partnerlösungen | Über Partnerlösungen | sevdesk-Aktion; Tarifbedingungen beachten | E-Rechnungen inklusive | Rechnungsfunktionen nach Tarif | Über zusätzliche Lösungen |
Stand 7. Oktober 2026. Der Vergleich trennt Grundpreise und Zusatzleistungen. Bei Qonto bezieht sich der Preis auf Jahresbindung, bei Holvi Flex auf gebührenpflichtige SEPA-Nutzung. Aktionszeiten und Rechtsform müssen zur eigenen Nutzung passen.
Für wen eignet sich das FYRST Geschäftskonto?
Optimal geeignet: Selbstständige und Freiberufler mit Bargeld-Bedarf. FYRST verbindet digitale Kontoführung mit dem Bargeldservice des Postbank-Netzes. Kosten und erreichbare Einzahlungsstellen entscheiden, ob es gegenüber anderen Geschäftskonten mit Bargeldmöglichkeiten wirtschaftlich passt. Für alle, die Barzahlungen von Kunden erhalten – etwa Handwerker, Therapeuten mit Privatpatienten, Coaches oder Veranstaltungsdienstleister –, ist FYRST daher eine strukturelle Sonderlösung, die andere reine FinTechs nicht ersetzen können.
Gut geeignet: Gründer, die sofort ein vollständiges Konto ohne Anlaufkosten benötigen. Das Gründerkonto bietet zwölf Monate ohne Kontogrundpreis, im ersten Jahr DATEV inklusive und ein BASE-Unterkonto. Die erste Debit Mastercard ist enthalten; zusätzliche Buchungen und Bareinzahlungen bleiben entgeltpflichtig. Das ist für die Anfangsphase, in der das Kapital noch nicht im vollen Umfang fließt, ein erheblicher Vorteil.
Gut geeignet: Unternehmen mit DATEV-Steuerberater. Die DATEV-Schnittstelle kostet im Complete-Tarif 5 Euro zusätzlich pro Monat; im Premium-Grundpreis ist sie enthalten. Für die steuerliche Buchhaltungsübergabe ist das ein wesentlicher Komfortvorteil gegenüber Lösungen, die nur CSV-Export bieten.
Eingeschränkt geeignet: Unternehmen mit sehr hohem Transaktionsvolumen oder komplexen Finanzierungsanforderungen. FYRST bietet neben dem Dispositionskredit auch einen Investitionskredit für Unternehmen und Selbstständige an. Ein FYRST-Geschäftskonto und eine Kreditprüfung sind Voraussetzung. Ob Umfang und Beratung für ein komplexes Finanzierungsvorhaben reichen, ist anhand der konkreten Anforderungen zu prüfen; bei strukturierten Finanzierungen kann persönliche Filialberatung sinnvoll sein.
Nicht geeignet: Unternehmen, die eine integrierte Rechnungsstellungslösung direkt im Banking-Interface suchen. FYRST bietet keine eigene Rechnungsstellungsfunktion; das ist Stärkefeld von Holvi oder Qonto.
Hintergrund: FYRST als Digitalmarke der Deutschen Bank AG
FYRST wurde 2019 unter dem Dach der Deutschen Bank AG mit dem Ziel gegründet, das Geschäftskundengeschäft im Segment Freiberufler, Selbstständige und Kleinunternehmen digital zu bedienen. Anstatt die bestehenden Commerzbank-ähnlichen Filiallösungen auf ein digitales Angebot zu portieren, entschied sich die Deutsche Bank für eine eigenständige Marke mit separatem Interface und vereinfachten Prozessen.
Bankhintergrund, Aufsicht und weitere Informationen
Seit der Gründung ist FYRST erheblich gewachsen. Durch die Anbindung an das Postbank-Netz – die restlichen Postbank-Aktien wurden 2015 erworben; die rechtliche Verschmelzung erfolgte 2018 – verfügt FYRST über einen Bargeldservice, der unter digitalen Geschäftskontoanbietern nahezu einzigartig ist. Nutzer können an teilnehmenden Automaten und Stellen des Postbank- beziehungsweise Cash-Group-Netzes entsprechend den Bedingungen ihrer Karte Bargeld abheben sowie über die Postbank-Filialschalter Bargeld einzahlen.
Vertragspartner bei FYRST ist in allen Tarifen die Deutsche Bank AG, Taunusanlage 12, 60325 Frankfurt am Main. Das bedeutet: Regulierung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Europäische Zentralbank (EZB), gesetzlichen Einlagenschutz bis 100.000 Euro je Kunde und Institut sowie ergänzenden freiwilligen Schutz nach dessen Bedingungen, und eine IBAN mit dem Länderkürzel DE – ein Faktor, der in der Zusammenarbeit mit deutschen Geschäftspartnern, Behörden und Steuerberatern von Bedeutung sein kann.
Häufige Fragen zum FYRST Geschäftskonto 2026
Was kostet das FYRST Geschäftskonto Base für einen Freiberufler?
Das FYRST Geschäftskonto Base ist für natürliche Personen – also Einzelunternehmer und Freiberufler mit ihrem ersten Konto – ohne monatliche Kontoführungsgebühr erhältlich. Inklusive sind 50 beleglose Buchungen pro Monat, die erste Debit Mastercard und digitale Kontoführung. Die Girocard kostet 24 Euro jährlich; kostenlose Abhebungswege richten sich nach der Karte. Bareinzahlungen über die Postbank kosten bei BASE 3 Euro je angefangene 5.000 Euro. Jede weitere beleglose SEPA-Buchung nach den 50 Freiposten kostet 0,19 Euro.
Kann eine GmbH ein kostenloses FYRST Geschäftskonto eröffnen?
Vorübergehend ja: FYRST bewirbt BASE für juristische Personen sechs Monate ohne Grundpreis. Danach kostet es regulär 6 Euro monatlich. Das Gründerangebot kann bei erfüllten Bedingungen zwölf Monate ohne Grundpreis bieten. Nutzungsentgelte bleiben möglich. COMPLETE kostet regulär 10 Euro, enthält 75 statt 50 freie SEPA-Buchungen sowie ein BASE-Unterkonto; DATEV kostet zusätzlich 5 Euro. Welche Variante günstiger ist, hängt von Buchungen und Zusatzdiensten ab.
Welche Einlagensicherung gilt beim FYRST Geschäftskonto?
Da FYRST eine Marke der Deutschen Bank AG ist, gilt die vollständige Einlagensicherung der Deutschen Bank AG. Gesetzlich sind Einlagen bis zu 100.000 Euro je Kunde durch die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) abgesichert. Darüber hinaus besteht Mitgliedschaft im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken (BdB), der deutlich höhere Beträge absichert. Die Aufsicht erfolgt durch BaFin und EZB.
Hat FYRST eine DATEV-Schnittstelle für den Steuerberater?
Bei BASE und COMPLETE kostet der DATEV-Datenaustausch 5 Euro monatlich, bei PREMIUM ist er enthalten. Das Gründerkonto umfasst ihn im ersten Jahr kostenlos; anschließend fallen 5 Euro monatlich an. Alternativ stehen in allen Tarifen CSV-Exporte der Kontoauszüge zur Verfügung, die manuell in die Buchhaltungssoftware importiert werden können. Für Buchhaltungslösungen wie SevDesk, Sage oder Lexoffice bietet FYRST vergünstigte Partnerkonditionen.
Wie läuft die Kontoeröffnung bei FYRST ab?
Die Kontoeröffnung bei FYRST erfolgt vollständig digital. VideoIdent steht für die unterstützten Rechtsformen bereit. eID ist seit Januar 2026 vorerst juristischen Personen mit einem einzelnen einzelvertretungsberechtigten Antragsteller vorbehalten. Die benötigten Unterlagen hängen von Tätigkeit und Rechtsform ab. Natürliche Personen erhalten nach erfolgreicher Eröffnung und Videolegitimation grundsätzlich direkt ihre IBAN; weitere Prüfungen sind möglich. Gesellschaften müssen zusätzlich die angeforderten Register-, Vertretungs- und Beteiligungsnachweise vorlegen. FinTechs haben ebenfalls gesetzliche Prüfpflichten.
Was ist das FYRST Gründerkonto und für wen eignet es sich?
Das FYRST Gründerkonto bietet Neugründern der unterstützten Rechtsformen – also auch GmbH und UG – in den ersten zwölf Monaten den vollständigen Leistungsumfang des Complete-Tarifs ohne Kontoführungsgebühr. Enthalten sind 75 beleglose SEPA-Buchungen monatlich, die erste Debit Mastercard und ein BASE-Unterkonto. DATEV ist im ersten Jahr kostenfrei, danach kostet es 5 Euro monatlich. Nach zwölf Monaten beträgt der Kontogrundpreis 10 Euro monatlich. Die Gründung darf beim Abschluss nicht länger als 365 Tage zurückliegen. Das Gründerkonto eignet sich auch für die GmbH-Gründungsphase, da die Einzahlung des Stammkapitals über das FYRST-Konto möglich ist.
Geschäftskonto vergleichen – FYRST und alle Alternativen
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- FYRST Base, Complete, Premium und Gründerkonto im Überblick
- Alle relevanten Wettbewerber: Kontist, Qonto, Holvi, Finom, Commerzbank u. v. m.
- Filterung nach Unternehmensform (Einzelunternehmen, GbR, GmbH, UG)
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