Commerzbank Geschäftskonto 2026 – KlassikGeschäftskonto, PremiumGeschäftskonto und Premium Plus: Kosten und Leistungen
Die Commerzbank ist mit rund 500 Filialen, über 8 Millionen Privat- und Geschäftskunden und einer Bilanzsumme von über 500 Milliarden Euro eine der größten Privatbanken Deutschlands. Als systemrelevantes Kreditinstitut unter der Aufsicht der Europäischen Zentralbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bietet sie ihren Geschäftskunden das volle Spektrum klassischer Bankdienstleistungen – vom täglich nutzbaren Zahlungsverkehrskonto bis zu strukturierten Unternehmensfinanzierungen, Fremdwährungskonten, Absicherungsgeschäften und personalisierten Kreditlösungen.
Das Geschäftskonto-Angebot der Commerzbank gliedert sich in drei Kontomodelle: das KlassikGeschäftskonto, das PremiumGeschäftskonto und das PremiumGeschäftskonto Plus. Sie richten sich an Freiberufler, Einzelunternehmer, GbRs, GmbHs, UGs und Unternehmen aller Rechtsformen. Der wesentliche Unterschied gegenüber den in dieser Artikelserie bisher besprochenen digitalen Anbietern: Die Commerzbank kombiniert digitales Banking mit einem umfassenden Filialservice, persönlicher Beratung, Bargeldinfrastruktur über die Cash Group, Kreditlinien, Kontokorrentkrediten und einem vollständigen DATEV-Anbindungsangebot.
Ein dauerhaft kostenloses Geschäftskonto bietet die Commerzbank nicht. Die Kontoführungsgebühren beginnen nach einer Einstiegsphase bei 15,90 Euro monatlich für das KlassikGeschäftskonto. Dafür erhalten Kunden ein Leistungspaket, das reine Digital-Konten strukturell nicht replizieren können: Filialpräsenz, Barbankservices, persönliche Ansprechpartner, Kreditlösungen und die tiefe Integration in das klassische deutsche Bankensystem.
Commerzbank Geschäftskonto 2026: alle Tarife
Klassik · Premium · Premium Plus – Filialbank mit vollständigem Bankenservice
Konditionen auf einen Blick
- KlassikGeschäftskonto:
- 0 € Grundpreis für zwölf Monate nach Erfüllung der Erstattungsbedingungen · danach 15,90 € / Monat · 10 Buchungen inkl. · 0,20 € je weiterer belegloser Buchung
- PremiumGeschäftskonto:
- 8,90 € / Monat (Aktionspreis 24 Monate) · danach 34,90 € · 50 Buchungen inkl. · DATEV (COINFO/COTRANSFER) inklusive
- PremiumGeschäftskonto Plus:
- 54,90 € / Monat · 250 Buchungen inkl. · 1 kostenloses Unterkonto · 5 Bargeldabhebungen kostenlos · 2 Debitkarten · DATEV inklusive · Kreditlinie bis 100.000 €
- Online-Bonus:
- 100 € bei Online-Eröffnung von Premium oder Premium Plus nach Erfüllung der Bedingungen
- Buchungen (beleghaft):
- 2,50 € je Buchungsposten
- Karten:
- Girocard inkl. (alle Tarife) · Business Card Premium Debit: Klassik 5,90 € / Mon.; Kreditkarte optional 79,90 € / Jahr · Premium/Plus: wählbare Debit- oder Kreditkarten inklusive
- Bargeld:
- Einzahlungen an Commerzbank-Automaten, Abhebungen auch bei der Cash Group · Klassik/Premium je 2,50 € pro Vorgang; Plus fünf Ein- und fünf Auszahlungen monatlich frei · Kassenvorgang 5 €
- IBAN:
- Deutsch (DE) · BaFin-regulierte Vollbank
- Einlagensicherung:
- 100.000 € gesetzlich (EdB) + freiwilliger BdB-Einlagensicherungsfonds
- DATEV:
- Klassik: COINFO 13 € / Mon., COTRANSFER 6 € / Mon. · Premium/Plus: inklusive
- Schufa-Prüfung:
- Ja – Commerzbank prüft die Bonität bei Eröffnung
- Tagesgeld:
- 2,75 % p.a. für vier Monate bis 100.000 € Neugeld auf einem zusätzlich eröffneten Topzinskonto Plus
Stärken der Commerzbank
- Vollbank mit ~500 Filialen und persönlicher Beratung
- Bargeldeinzahlungen an Commerzbank-Automaten und Schaltern; Abhebungen auch an über 5.000 Cash-Group-Automaten
- Kontokorrentkreditlinie bis 100.000 € (Premium Plus)
- Tages- und Festgeld für Firmenkunden
- DATEV (COINFO/COTRANSFER) in Premium-Tarifen inklusive
- Gründungskonto vor Handelsregistereintragung möglich
- Einlagensicherung: gesetzlich (EdB) + freiwilliger BdB-Fonds nach dessen Bedingungen
- Zufriedenheitsgarantie: Gebührenrückerstattung bei Unzufriedenheit
Einschränkungen
- Kein dauerhaft kostenloses Konto
- KlassikGeschäftskonto: nur 10 inkl. Buchungen (sehr niedrig)
- DATEV im Klassik-Tarif kostenpflichtig (13 € + 6 € / Mon.)
- Keine virtuellen Karten
- Schufa-Prüfung bei Kontoeröffnung
- Teurer als FinTech-Alternativen bei vergleichbarer digitaler Nutzung
- Keine integrierte Rechnungsstellung oder Buchhaltungs-App
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Die drei Commerzbank-Geschäftskonto-Modelle im Detail
Commerzbank KlassikGeschäftskonto – der günstige Einstiegstarif
Das KlassikGeschäftskonto ist das preisgünstigste Kontomodell der Commerzbank. Das Kennenlernangebot erstattet bei erfüllten Bedingungen zwölf Monatsgrundpreise, insgesamt 190,80 Euro. Voraussetzungen sind unter anderem kein Commerzbank-Geschäftskonto in den letzten zwölf Monaten, die vereinbarte Werbeeinwilligung und ein Beratungsgespräch innerhalb von zwölf Monaten. Ohne diese Erstattung und nach der Aktion beträgt der reguläre Monatspreis 15,90 Euro. Nutzungsentgelte bleiben separat bestehen. Das Buchungskontingent ist mit 10 kostenlosen beleglosen Buchungen monatlich im Marktvergleich sehr niedrig. Jede weitere beleglose Buchung kostet 0,20 Euro; beleghafte Überweisungen kosten 2,50 Euro je Buchungsposten.
Im KlassikGeschäftskonto ist eine Girocard enthalten. Eine Business Card Premium Debit kann für 5,90 Euro monatlich zusätzlich beantragt werden. Die optionale Business Card Premium als Kreditkarte kostet 79,90 Euro jährlich und setzt eine Bonitätsprüfung voraus. DATEV-Anbindung ist möglich, aber kostenpflichtig: COINFO (Umsatzinformationsübermittlung an DATEV) kostet 13 Euro monatlich, COTRANSFER (Einreichung digitaler Zahlungsaufträge über DATEV) 6 Euro monatlich – also zusammen 19 Euro monatlich Mehrkosten für den Nutzer, der DATEV-Integration benötigt.
Das KlassikGeschäftskonto eignet sich für Freiberufler und Selbstständige mit geringem Buchungsvolumen, die primär die Filialbank-Infrastruktur, persönliche Beratung und Bargeldservice nutzen möchten – und für die die höheren Kosten gegenüber FinTechs durch die Wertigkeit dieser Zusatzleistungen gerechtfertigt sind.
Commerzbank PremiumGeschäftskonto – das Mittelklasse-Angebot mit starkem Einführungsangebot
Das PremiumGeschäftskonto ist das meistgewählte Kontomodell für wachsende Unternehmen. Es kostet in den ersten 24 Monaten einen reduzierten Aktionspreis von 8,90 Euro monatlich – danach steigt der Preis auf den Regulärpreis von 34,90 Euro monatlich. Aktionspreis und Online-Bonus sind getrennt zu betrachten. Für den Bonus müssen Neukunden unter anderem die Werbeeinwilligung und das Beratungsgespräch innerhalb der angegebenen Fristen erfüllen. Der Antrag und die jeweils geltenden Angebotsbedingungen bestimmen die Teilnahme.
Inklusivleistungen gegenüber Klassik: 50 kostenlose beleglose Buchungen monatlich (statt 10), DATEV COINFO und COTRANSFER inklusive (kein Aufpreis), eine wählbare Business Card Premium Debit oder Business Card Premium Kreditkarte. Bareinzahlungen an Commerzbank-Automaten und Auszahlungen kosten im Premium-Tarif jeweils 2,50 Euro; Kassenvorgänge kosten 5 Euro. Zugang zu Multibanking (Anbindung externer Konten) und HBCI/FinTS für weitere Buchhaltungssoftware.
Die DATEV-Integration im Premium-Tarif ist strukturell bedeutsam: COINFO ermöglicht die automatische Übermittlung von Umsatzinformationen an die DATEV-Software der Steuerkanzlei für bis zu fünf Konten. COTRANSFER erlaubt die Einreichung digitaler Zahlungsaufträge über DATEV – also die Ausführung von Überweisungen direkt aus DATEV heraus, ohne manuellen Umweg über das Online-Banking. Das ist ein Integrationsstandard, der weit über das hinausgeht, was die meisten FinTechs als „DATEV-Schnittstelle“ bezeichnen.
Commerzbank PremiumGeschäftskonto Plus – der Volltarif für etablierte Unternehmen
Das Commerzbank Premium Geschäftskonto Plus ist das leistungsstärkste Commerzbank-Kontomodell für Geschäftskunden mit höherem Transaktionsvolumen und dem Bedarf an erweiterter Infrastruktur. Die monatliche Kontoführungsgebühr beträgt 54,90 Euro – nach dem Aktionspreis im Premium-Tarif ein deutlicher Preissprung, der sich durch die inkludierten Mehrleistungen rechtfertigen muss.
Zusätzliche Leistungen gegenüber dem Premium-Tarif: 250 kostenlose beleglose Buchungen monatlich (statt 50), ein enthaltenes Fremdwährungskonto, fünf kostenlose Bargeldabhebungen und fünf kostenlose Einzahlungen an Commerzbank-Automaten monatlich, zwei Business Card Premium Debitkarten statt einer, und – das strukturell bedeutendste Feature – eine beantragbare Kreditlinie von bis zu 100.000 Euro. Die Kreditlinie wird individuell auf Basis einer Bonitätsprüfung des Unternehmens eingeräumt und ermöglicht flexible Liquiditätssteuerung für Unternehmen mit schwankendem Zahlungsverhalten.
Alle drei Commerzbank-Geschäftskonten im direkten Vergleich
| Merkmal | Klassik | Premium | Premium Plus |
|---|---|---|---|
| Kontoführungsgebühr / Monat (Aktionspreis) | 0 € Grundpreis für zwölf Monate nach Erfüllung der Erstattungsbedingungen | 8,90 € (erste 24 Monate) | 54,90 € |
| Kontoführungsgebühr / Monat (Regulärpreis) | 15,90 € | 34,90 € | 54,90 € |
| Beleglose Buchungen inkl. / Monat | 10 | 50 | 250 |
| Preis je weiterer belegloser Buchung | 0,20 € | 0,15 € | 0,10 € |
| Beleghafte Buchungen | 2,50 € / Buchung | 2,50 € / Buchung | 2,50 € / Buchung |
| Girocard (Debitkarte) | ✔ kostenlos | ✔ kostenlos | ✔ 2 Stück kostenlos |
| Business Card Premium Debit oder Kreditkarte | Debit 5,90 € / Monat; Kreditkarte 79,90 € / Jahr | 1 wählbare Karte inklusive | 2 wählbare Karten inklusive |
| Virtuelle Karten | ✗ Nicht verfügbar | ✗ | ✗ |
| Bargeld einzahlen / abheben | Automat je 2,50 €; Kasse 5 € | Automat je 2,50 €; Kasse 5 € | Fünf Einzahlungen und fünf Auszahlungen monatlich frei; weitere je 2,50 €; Kasse 5 € |
| DATEV COINFO (Umsatzübermittlung) | Optional: 13 € / Monat | ✔ inklusive | ✔ inklusive |
| DATEV COTRANSFER (Zahlungseinreichung über DATEV) | Optional: 6 € / Monat | ✔ inklusive | ✔ inklusive |
| Weitere Währungskonten | Nach gesonderter Vereinbarung | Nach gesonderter Vereinbarung | Enthaltenes Fremdwährungskonto; weitere nach Vereinbarung |
| Kreditlinie (Kontokorrentkredit) | Separat beantragbar; Bonität und Kreditentscheidung erforderlich | Separat beantragbar; Bonität und Kreditentscheidung erforderlich | Separat beantragbar; Bonität und Kreditentscheidung erforderlich |
| Tagesgeld / Festgeld für Firmenkunden | ✔ (alle Tarife) | ✔ | ✔ |
| Fremdwährungskonto | Optional: 9,90 € / Monat | Optional: 9,90 € / Monat | Optional: 9,90 € / Monat |
| Gründungskonto (vor Handelsregistereintrag) | ✔ (alle Tarife) | ✔ | ✔ |
| Zufriedenheitsgarantie | ✔ (alle Tarife) | ✔ | ✔ |
Stand Mai 2026. Regulärpreise nach Ablauf der Aktionszeiträume. DATEV-Preise für KlassikGeschäftskonto: COINFO 13 € + COTRANSFER 6 € monatlich zusätzlich. Aktuell: 2,75 % p.a. Tagesgeldaktionszins für vier Monate bis 100.000 € Neugeld auf dem separaten Topzinskonto Plus. 100 € Online-Bonus nur für Premium und Premium Plus, mit weiteren Voraussetzungen. Schufa-Prüfung bei Kontoeröffnung. Stets aktuelle Konditionen direkt bei der Commerzbank prüfen.
DATEV-Anbindung beim Commerzbank Geschäftskonto: COINFO und COTRANSFER
Die DATEV-Integration der Commerzbank geht strukturell über das hinaus, was digitale FinTech-Anbieter typischerweise als „DATEV-Schnittstelle“ bezeichnen. Während FinTechs meist einen CSV- oder DATEV-kompatiblen Export anbieten, bietet die Commerzbank zwei eigenständige Electronic-Banking-Dienste an:
COINFO (Elektronische Finanzinformationen): Ermöglicht die vollautomatische Übermittlung von Umsatzinformationen und Kontoauszugsdaten für bis zu fünf Konten direkt an die DATEV-Software der Steuerkanzlei – ohne manuellen Export oder Import. Der Steuerberater sieht alle Kontoauszüge des Unternehmens täglich aktuell in seiner DATEV-Kanzleisoftware, ohne dass das Unternehmen aktiv etwas tun muss.
COTRANSFER (Elektronischer Zahlungsverkehr): Erlaubt die Einreichung von Zahlungsaufträgen direkt aus der DATEV-Kanzleisoftware heraus. Der Steuerberater oder die Buchhaltung kann Überweisungen vorbereiten und in DATEV erfassen; diese werden dann über COTRANSFER direkt an das Commerzbank-Konto übermittelt und zur Genehmigung vorgelegt. Das eliminiert den manuellen Schritt des erneuten Eingebens von Zahlungsaufträgen im Online-Banking.
Diese DATEV-Anbindung verbindet Umsatzabruf über COINFO und die Einreichung von Zahlungsaufträgen über COTRANSFER. Vergleichbare Daten- und Zahlungsanbindungen sind auch bei anderen Anbietern möglich, etwa über Holvis EBICS-Schnittstelle. Die konkrete Schnittstelle und deren Tarifkosten sollten deshalb gegenübergestellt werden. Im Premium- und Plus-Tarif ist sie ohne Aufpreis im Lieferumfang enthalten.
Bargeldinfrastruktur: struktureller Vorteil der Commerzbank gegenüber reinen Digitalbanken
Die Commerzbank bietet über ihre eigenen Filialen und das Cash-Group-Netzwerk (Commerzbank, Deutsche Bank, HypoVereinsbank und Postbank sowie deren Tochterinstitute) die umfangreichste Bargeldinfrastruktur unter allen in dieser Artikelserie besprochenen Anbietern: über 5.000 Cash-Group-Automaten für Abhebungen; Einzahlungen sind an geeigneten Commerzbank-Automaten möglich sowie Schalterservice in rund 500 eigenen Filialen deutschlandweit.
Im PremiumGeschäftskonto kosten Einzahlungen am Commerzbank-Automaten und Bargeldauszahlungen jeweils 2,50 Euro pro Vorgang. Ein Kassenvorgang kostet 5 Euro. Premium Plus enthält monatlich fünf entsprechende Einzahlungen und fünf Auszahlungen; weitere kosten jeweils 2,50 Euro. Das Freikontingent umfasst keine kostenlosen Kassenvorgänge. Das macht die Commerzbank zur ersten Wahl für Unternehmen mit regelmäßigem Bargeldverkehr – Gastronomie, Einzelhandel, Veranstaltungswirtschaft – die eine zuverlässige Einzahlungsinfrastruktur benötigen.
Tagesgeld und Festgeld für Firmenkunden beim Commerzbank Geschäftskonto
Alle drei Commerzbank-Geschäftskonto-Tarife ermöglichen den Zugang zu Tagesgeld- und Festgeldangeboten für Firmenkunden. Das separat zu eröffnende Topzinskonto Plus bietet aktuell 2,75 % p.a. für vier Monate auf bis zu 100.000 Euro Neugeld. Das Geld darf in den vergangenen sechs Monaten nicht bei Commerzbank oder comdirect angelegt gewesen sein. Nach der Aktion gilt der individuelle variable Anschlusszins. Das ist ein Zinsniveau, das mit den attraktivsten Tagesgeld-Aktionen anderer Anbieter konkurriert – mit dem Unterschied, dass Commerzbank-Firmenkunden kein separates Konto bei einem anderen Anbieter eröffnen müssen, sondern alles unter einem Bankdach bündeln können.
Festgeldanlagen bis 2,00 % p.a. sind für unterschiedliche Laufzeiten verfügbar; genaue Konditionen variieren mit dem Marktumfeld und sind direkt bei der Commerzbank zu erfragen.
Konkrete Kosten für das Commerzbank Geschäftskonto: drei Unternehmenstypen im Vergleich
Beispiel 1: Freiberufler, 25 Buchungen / Monat, DATEV-Steuerberater.
Gewählter Tarif: PremiumGeschäftskonto (Aktionspreis Jahr 1–2: 8,90 € / Monat).
Buchungen: 25 von 50 Freiposten → 0 € Buchungsgebühr. DATEV: inklusive. Wählbare Debit- oder Kreditkarte: inklusive.
Kosten dieses Profils ohne zusätzliche Bargeld- oder Kartenvorgänge Jahr 1–2: 8,90 € → günstiger als FYRST COMPLETE mit zusätzlich benötigtem DATEV-Datenaustausch (10 € Grundpreis plus 5 € DATEV); Bargeldkosten sind gesondert zu vergleichen.
Ab Jahr 3: 34,90 € / Monat → deutlich teurer als FinTech-Alternativen. Für Nutzer mit Wachstumspfad und steigendem Buchungsvolumen bleibt das aber vertretbar, da 50 Buchungen, DATEV und Kreditkarte inklusive sind.
Beispiel 2: Gastronomie-GmbH, 80 Buchungen / Monat, regelmäßige Bargeldeinzahlungen.
Gewählter Tarif: PremiumGeschäftskonto Plus (54,90 € / Monat).
Buchungen: 80 von 250 Freiposten → 0 € Buchungsgebühr. Bargeldeinzahlungen: Am Commerzbank-Automaten fünf kostenlos / Monat, danach je 2,50 € → angemessene Kostenbasis für regelmäßigen Bargeldverkehr.
Kreditlinie: bis 100.000 € für saisonale Liquiditätspuffer. DATEV: inklusive.
Monatliche Gesamtkosten: ca. 54,90 € + Bargeldeinzahlungsgebühren ab der sechsten Automaten-Einzahlung im Monat; Kassenvorgänge kosten bereits ab dem ersten Vorgang 5 €.
Zum Vergleich: FYRST COMPLETE (10 € Grundpreis plus gegebenenfalls DATEV), 75 freie SEPA-Buchungen; eine Überziehung beziehungsweise Finanzierung kann separat beantragt werden. Die Commerzbank ist für bargeldintensive GmbHs mit Kreditbedarf strukturell besser geeignet – trotz höherem Grundpreis.
Beispiel 3: Gründer (GmbH in Gründung), erstes Bankkonto vor Handelsregistereintrag.
Die Commerzbank ermöglicht die Eröffnung eines Gründungskontos vor der Eintragung ins Handelsregister. Das ist für GmbH-Gründer wichtig: Sie benötigen ein Konto, auf dem das Stammkapital (mindestens 12.500 Euro, die Hälfte des Mindestkapitals von 25.000 Euro) nachgewiesen wird, nach der notariellen Gründungsbeurkundung und vor Anmeldung der Gesellschaft zur Eintragung ins Handelsregister.
Gewählter Tarif: PremiumGeschäftskonto (8,90 € / Monat für 24 Monate).
100 € Online-Bonus bei Eröffnung. Beratung durch einen Commerzbank-Geschäftskundenberater inklusive.
Für Gründer mit persönlichem Beratungsbedarf und Finanzierungsanforderung ist das PremiumGeschäftskonto in der Aktionsphase eines der attraktivsten Filialbankangebote.
Einordnung: Für wen eignet sich das Commerzbank Geschäftskonto?
Besonders geeignet: Unternehmen mit regelmäßigem Bargeld-Bedarf. Die Kombination aus Filialservice, Cash-Group-Netzwerk mit über 5.000 Automaten für Abhebungen und inkludierten Bargeldtransaktionen macht die Commerzbank für Gastronomie, Einzelhandel, Veranstaltungsbranche und andere bargeldintensive Branchen zur strukturell besten Lösung unter allen in dieser Artikelserie besprochenen Anbietern.
Gut geeignet: Gründer mit Finanzierungsbedarf. Das Gründungskonto vor Handelsregistereintrag, der persönliche Berater und die Möglichkeit zur Kreditlinie ab dem Premium-Tarif machen die Commerzbank für Gründer mit wachsendem Kapitalbedarf zu einer relevanten Bankverbindung. Das Aktionsangebot von 8,90 Euro monatlich in den ersten zwei Jahren ist für dieses Leistungspaket preislich attraktiv.
Gut geeignet: Unternehmen mit DATEV COINFO/COTRANSFER-Anforderung. COINFO und COTRANSFER kombinieren Umsatzabruf und Zahlungsauftragseinreichung. Andere Anbieter, etwa Holvi über EBICS, bieten ebenfalls DATEV-Anbindungen für Buchhaltung und Zahlungsprozesse. Für Unternehmen, deren Steuerkanzlei aktiv mit DATEV COINFO arbeitet und Zahlungsaufträge über COTRANSFER einreicht, ist die Commerzbank die einzige skalierbare digitale Lösung.
Eingeschränkt geeignet: Freiberufler und Solo-Selbstständige ohne Bargeld-Bedarf und ohne persönlichen Beratungswunsch. Wer ausschließlich digital arbeitet, kein Bargeld einzahlt und die Filialstruktur nicht nutzen möchte, zahlt bei der Commerzbank ab dem dritten Jahr deutlich mehr als bei FinTechs mit vergleichbarem digitalem Funktionsumfang. KlassikGeschäftskonto-Nutzer sollten beachten: Nur 10 kostenlose Buchungen monatlich plus DATEV kostet extra – die Gesamtkosten bei aktivem Betrieb sind schnell höher als auf den ersten Blick erkennbar.
Nicht geeignet: Kostenminimierung als einziges Kriterium. Ein dauerhaft kostenloses Konto gibt es bei der Commerzbank nicht. Wer ausschließlich auf Minimierung der monatlichen Festkosten optimiert, findet bei FYRST, Kontist oder der Skatbank günstigere Lösungen.
Commerzbank Geschäftskonto im Wettbewerbsvergleich
| Kriterium | Commerzbank Klassik | Commerzbank Premium | FYRST Complete (10 €) | Skatbank TrumpfKonto | Kontist Plus (25 €) | Holvi Pro (15 € monatlich / 9 € bei Jahresbindung) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Grundgebühr (Regulär) | 15,90 € nach Grundpreisaktion | 34,90 € nach 24 Monaten | 10 € | Business 5 €; UG 10 € | 25 € zzgl. USt. | 15 € bei Monatslaufzeit; 9 € bei Jahresbindung, zzgl. USt. |
| Bargeld einzahlen | Commerzbank-Automat 2,50 €; Kasse 5 € | Commerzbank-Automat 2,50 €; Kasse 5 € | Postbank-Infrastruktur; 2,50 € je angefangene 5.000 € | Einzahlungsautomaten der VR-Bank Altenburger Land; andere Banken nach deren Bedingungen | Kein Filial-Bareinzahlungsservice | Keine direkte Bareinzahlung |
| DATEV / Daten- und Zahlungsanbindung | COINFO 13 € + COTRANSFER 6 € / Monat | COINFO und COTRANSFER inklusive | SRZ-Datenaustausch 5 € / Monat | Banking-Software; Anbindung nach Vereinbarung | Export und Finanzbuchhaltungsanbindung; Rechtsform beachten | DATEV über EBICS; Pro-Schnittstelle 3 € / Monat |
| Kredit / Finanzierung | Separat beantragbar | Separat beantragbar | Dispo / Investitionskredit beantragbar | Business: Sollzins 9,14 % p.a.; UG keine eingeräumte Überziehung | Dispokredit separat beantragbar | Kreditkarte auf Antrag |
| Freie beleglose Buchungen / Monat | 10 | 50 | 75 | Keine; Business 0,10 €, UG 0,20 € je Posten | 100 SEPA-Vorgänge | SEPA-Überweisungen und Lastschriften unbegrenzt |
| Einlagensicherung | 100.000 € gesetzl. (EdB) + BdB-Fonds | Wie Klassik | 100.000 € Deutsche Bank AG | 100.000 € gesetzlich über BVR Institutssicherung GmbH; freiwilliger BVR-Schutz separat | 100.000 € Solaris SE | Safeguarding Partnerbanken |
Stand Mai 2026. Commerzbank-Preise nach Aktionszeiträumen. Alle Angaben ohne Gewähr; stets aktuelle Konditionen direkt bei der Commerzbank prüfen.
Unternehmenshintergrund: Commerzbank als systemrelevante Filialbank
Die Commerzbank AG wurde 1870 in Hamburg gegründet und hat ihren heutigen Hauptsitz in Frankfurt am Main. Sie ist Deutschlands zweitgrößte private Geschäftsbank nach der Deutschen Bank und gilt als systemrelevantes Institut im europäischen Bankensektor. Mit rund 500 Filialen in Deutschland, einem Cash-Group-Netz mit über 5.000 Automaten für Auszahlungen und einem vollständigen Angebot an Privat- und Firmenkundenprodukten ist die Commerzbank eine der meistgenutzten Banken für Geschäftskunden im deutschsprachigen Raum.
Bankhintergrund, Aufsicht und weitere Informationen
Die Aufsicht über die Commerzbank AG erfolgt durch die Europäische Zentralbank (EZB) als primäre Aufsichtsbehörde sowie durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Einlagen sind über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) bis zu 100.000 Euro gesetzlich gesichert. Darüber hinaus ist die Commerzbank Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken (BdB), der Einlagen in erheblichem Umfang über die gesetzliche Grenze hinaus absichert.
Seit der Verschmelzung 2020 ist comdirect eine vollintegrierte Marke der Commerzbank. Geschäftskunden, die über comdirect keine Firmenkontolösung finden (comdirect bietet kein Geschäftskonto an), werden regulär an die Commerzbank als Muttergesellschaft weitergeleitet.
Häufige Fragen zum Commerzbank Geschäftskonto 2026
Was kostet das Commerzbank Geschäftskonto 2026?
Beim KlassikGeschäftskonto werden nach Erfüllung der Kennenlernbedingungen zwölf Monatsgrundpreise von zusammen 190,80 Euro erstattet; der reguläre Grundpreis beträgt 15,90 Euro. Buchungs-, Karten- und Bargeldentgelte bleiben separat möglich. Das PremiumGeschäftskonto kostet in den ersten zwei Jahren 8,90 Euro monatlich (Aktionspreis), danach 34,90 Euro. Das PremiumGeschäftskonto Plus kostet 54,90 Euro monatlich ohne Aktionsphase. Der 100-Euro-Online-Bonus wird für Premium und Premium Plus nach Erfüllung der Bonusbedingungen gewährt, nicht für jeden Tarif automatisch. Darüber hinaus fallen je nach Tarif Buchungsgebühren über das inkludierte Kontingent hinaus und Karten-Zusatzgebühren an.
Bietet die Commerzbank eine vollständige DATEV-Integration?
Ja, und zwar in einer Tiefe, die über den branchenüblichen DATEV-Export hinausgeht. Die Commerzbank bietet die Dienste COINFO (automatische Übermittlung von Umsatzinformationen an die DATEV-Kanzleisoftware für bis zu fünf Konten) und COTRANSFER (Einreichung von Zahlungsaufträgen aus DATEV heraus direkt ans Konto) an. Im PremiumGeschäftskonto und Premium Plus sind beide Dienste ohne Aufpreis enthalten. Im KlassikGeschäftskonto kosten COINFO 13 Euro und COTRANSFER 6 Euro monatlich zusätzlich.
Kann ich bei der Commerzbank als GmbH-Gründer ein Geschäftskonto vor Handelsregistereintragung eröffnen?
Ja. Die Commerzbank ermöglicht die Eröffnung eines Gründungskontos bereits vor der Eintragung ins Handelsregister – ein relevanter Vorteil für GmbH-Gründer, die für das Notarverfahren und die Handelsregistereintragung ein Konto benötigen, auf dem das Stammkapital eingezahlt und nachgewiesen wird. Das Konto kann in allen drei Geschäftskonto-Tarifen als Gründungskonto genutzt werden.
Welche Einlagensicherung gilt bei der Commerzbank?
Die Commerzbank AG ist Mitglied der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB), die Einlagen bis zu 100.000 Euro je Einleger gesetzlich sichert. Darüber hinaus ist die Commerzbank Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken (BdB), der Einlagen in erheblichem Umfang über die gesetzliche Grenze hinaus schützt. Als systemrelevantes Kreditinstitut unter EZB-Aufsicht gehört die Commerzbank zu den am strengsten regulierten Finanzinstituten in Deutschland.
Gibt es bei der Commerzbank ein Geschäftskonto ohne Schufa-Prüfung?
Nein. Die Commerzbank führt bei der Eröffnung jedes Geschäftskontos eine Schufa-Abfrage durch und prüft die Bonität des Antragstellers. Die Identitäts- und geldwäscherechtliche Prüfung ist gesetzlich vorgeschrieben; daraus folgt keine allgemeine gesetzliche Pflicht, jedes Guthabenkonto nur mit positivem SCHUFA-Ergebnis zu eröffnen. Die Commerzbank nennt für ihr Kleinunternehmerkonto jedoch ausdrücklich eine SCHUFA-Prüfung. Für Unternehmer mit negativer Schufa oder ohne ausreichende Bonität sind FinTech-Anbieter wie Kontist, Tide, Holvi oder Accountable gegebenenfalls eine Alternative. Auch ein ohne SCHUFA-Abfrage beworbenes Guthabenkonto wird nicht automatisch angenommen; die jeweilige Rechtsform und die übrigen Prüfbedingungen bleiben maßgeblich.
Für welche Rechtsformen ist das Commerzbank Geschäftskonto geeignet?
Das Commerzbank Geschäftskonto ist für alle gängigen deutschen Unternehmensrechtsformen verfügbar: Freiberufler, Einzelunternehmer, GbR, OHG, KG, GmbH, UG (haftungsbeschränkt) und AG. Für Kapitalgesellschaften (GmbH, UG) sind bei der Kontoeröffnung neben der persönlichen Identifizierung der Geschäftsführer auch Handelsregisterauszug und Gesellschaftsvertrag erforderlich. Die Kontoeröffnung kann online, telefonisch oder in der Filiale erfolgen.
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- Bargeldinfrastruktur: Commerzbank vs. reine Digitalbanken
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