Geschäftskonto ohne Schufa | Tipps 2022

Was genau ist ein Geschäftskonto ohne Schufa?

Geschäftskonto ohne Schufa
Geschäftskonto ohne Schufa online vergleichen

Was versteht man unter einem “Geschäftskonto ohne Schufa“? Für Menschen, die mit einer negativen Bonität in die Selbstständigkeit starten möchten, ist es sehr schwierig, ein Geschäftskonto zu eröffnen.

Denn während Banken auch Privatkunden mit geringer Bonität ein Girokonto zur Verfügung stellen müssen, sie also dazu verpflichtet sind, ist dies bei Geschäftskunden nicht der Fall.

Besonders in heutigen Zeiten, wie auch zu Zeiten von Finanzkrisen geraten viele Personen in wirtschaftliche Schwierigkeiten, was oftmals zur Folge hat, dass sie einen negativen Schufa Eintrag bekommen.

Problematisch bei einem Schufa Eintrag ist, dass der Eintrag auch nach Tilgung der Schulden über einen Zeitraum von drei Jahren bestehen bleibt, was für die Betroffenen erhebliche Schwierigkeiten im wirtschaftlichen Alltag bedeutet.

Es kann sowohl für Unternehmen als auch für angehende Selbstständige aufgrund ungünstiger Bonitätsbewertungen schwierig werden, ein Konto zu eröffnen. Der Grund dafür ist häufig ein negativer Schufa-Eintrag.

Allerdings kann auch die finanzielle Ungewissheit, die mit Neugründungen einhergeht, einen Einfluss auf die Entscheidungen der Banken haben.

Trotzdem ist ein negativer Schufa-Eintrag für Gründer, die ein Geschäftskonto benötigen, kein unüberwindbares Hindernis. Denn einige Banken bieten ein Geschäftskonto auch ohne Schufa-Prüfung an.

Wie kommen negative Schufa Einträge zustande?

Zu negativen Schufa Einträgen kann es mitunter schnell kommen. Gründe hierfür können u.a. sein:

  • private oder geschäftliche Insolvenz
  • Lohnpfändung
  • Kontopfändung
  • Überschuldung / viele unbezahlte Rechnungen
  • Bei der SCHUFA nicht bekannt

Der letzte Punkt ist vielen unbekannt, allerdings ist dies nicht selten. Manchmal kommen Gründer frisch von der Uni oder gar von der Schule und haben daher noch keine Einträge in der SCHUFA, also weder positive noch negative.

Auch Menschen, die eine längere Zeit im Ausland gelebt haben, haben bei der Schufa keine Einträge (mehr).

Keine Einträge in der SCHUFA ist manchmal sogar schlimmer als nur wenige negative Einträge, da die abfragenden Banken das Risiko der jeweiligen Person überhaupt nicht einschätzen können.

Geschäftskonten ohne Schufa sind selten

Ein schufafreies Girokonto ist auf dem deutschen Markt sehr selten, da es nicht viele Anbieter bzw. Banken auf dem Markt gibt, welche auf die Schufa-Abfrage verzichten. Auch viele unseriöse Angebote gibt es im Internet, daher Vorsicht vor sog. schwarzen Schafen, denn nicht jedes Online Geschäftskonto ohne Schufa ist auch seriös.

Voraussetzung für die Eröffnung eines Geschäftskonto ohne Schufa

Viele der großen und bekannten Filialbanken lehnen die Eröffnung von Geschäftskonten an Kunden mit negativem Schufa Eintrag grundsätzlich ab. Der Grund hierfür ist, dass mit der Eröffnung eines Geschäftskontos dem Selbständigen ein großer finanzieller Spielraum zur Verfügung gestellt wird, welcher möglicherweise missbraucht wird.

Jedoch haben einige inländische und ausländische Online-Banken diese Marktlücke erkannt und bieten mittlerweile Geschäftskonten ohne Schufa-Auskunft an (auch als schufafreies Geschäftskonto bezeichnet).

Die Leistungen von Geschäftskonten ohne Schufa unterscheiden sich nicht wesentlich von denen, die bei einem regulären Geschäftskonto enthalten sind: Überweisungen, Daueraufträge und sonstige Transaktionen können damit vorgenommen werden, ebenso wie die Möglichkeit, weltweit Bargeld abzuheben sowie oftmals eine Karte mit Verfügungsspielraum.

Zudem bieten solche Geschäftskonten die Möglichkeit des Lastschrifteinzugs. Die Kosten für ein Firmenkonto ohne Schufa-Auskunft sind verständlicherweise jedoch höher als bei einem regulären Geschäftskonto.

Dennoch ist ein Geschäftskonto ohne Schufa Auskunft oftmals die einzige Möglichkeit, die einem Existenzgründer bleibt, um sich selbstständig machen zu können.

Geschäftskonto ohne Schufa eröffnen

Ein Geschäftskonto ohne Schufa kann bei den in Frage kommenden Banken eröffnet werden, ohne dass eine Abfrage bei der Schufa erfolgt. In diesem Zusammenhang muss auch kein Bonitätsprüfungsverfahren durchlaufen werden.

Während bei einem regulären Geschäftskonto im Allgemeinen diverse Unterlagen zum Unternehmen und zur Geschäftsentwicklung vorgelegt werden müssen (der sog. Businessplan), ist dies bei einem Geschäftskonto ohne Schufa somit nicht der Fall.

Zu beachten bei einem Geschäftskonto ohne Schufa ist, dass es in der Regel nur auf Guthaben-Basis geführt wird. Das bedeutet, dass immer nur über so viel Geld verfügt werden kann, wie auf dem Geschäftskonto vorhanden ist.

Weist das Geschäftskonto kein Guthaben mehr auf, muss der Unternehmer zunächst für einen entsprechenden Geldeingang sorgen, entweder über eine Privateinlage oder durch Kundenzahlungen.

Geschäftskonto ist für Selbstständige, Gewerbetreibende etc. notwendig

So wie Privatpersonen ohne ein eigenes Girokonto heutzutage kaum in der Lage sind, ihre finanziellen Angelegenheiten zu regeln, ist eine Firma oder ein Freiberufler ohne ein eigenes Geschäftskonto kaum in der Lage, seinen Geschäftsbetrieb zu organisieren.

Zahlungen für den Kauf von Waren oder Rohstoffen werden über das Geschäftskonto genauso abgewickelt, wie die Überweisung von Löhnen und Gehältern, Sozialversicherungsbeiträgen für die Mitarbeiter und die Weiterleitung der einbehaltenen Lohnsteuern an das Finanzamt.

Gleichzeitig wird ein Geschäftskonto benötigt, um Zahlungseingänge aus Verkäufen oder der Erfüllung von Werkverträgen entgegen zu nehmen.

Selbst ein kleiner Geschäftsbetrieb muss in der Lage sein, seine geschäftlichen Angelegenheiten von den privaten zu trennen, um jederzeit eine korrekte Buchhaltung und die Ermittlung eines exakten Geschäftsergebnisses zu ermöglichen.

Während private Girokonten häufig zumindest dann gebührenfrei angeboten werden, wenn es sich um Online-Konten handelt, erheben die Banken und Sparkassen für ein Geschäftskonto häufig relativ hohe Gebühren.

Da Geschäftsleute mehr als Privatpersonen auf einen guten Kontakt zu ihrer Bank angewiesen sind und jederzeit die Möglichkeit haben müssen, Buchungen auf dem Firmenkonto nachzuvollziehen, nehmen sie die hohen Gebühren für ein Geschäftskonto gerne in Kauf. Zumal auch diese als Geschäftsausgaben steuerlich geltend gemacht werden können.

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