Vivid Geschäftskonto 2026 – Konditionen, Tarife, Cashback und Kosten
Vivid Money positioniert sich seit 2019 als Finanzplattform, die Banking, Cashback, Zinsen und Investmentfunktionen in einer Oberfläche bündelt. Mit dem Geschäftskontoangebot unter der Marke Vivid Business richtet sich das Berliner FinTech an Freiberufler, Selbstständige, GmbHs und wachsende Teams. Das Leistungsspektrum geht über das klassische Zahlungsverkehrskonto hinaus: Zinsen auf Kontoguthaben, Cashback auf Kartenzahlungen, bis zu 30 Unterkonten mit eigener IBAN, ein integriertes Rechnungstool sowie Zugang zu ETF-Investments gehören je nach Tarif zum Leistungsumfang.
Der Markt nimmt Vivid Business mit gemischten Signalen auf. Auf der einen Seite steht ein attraktives Preismodell mit kostenlosem Einstiegstarif, unbegrenzten SEPA-Buchungen in allen Tarifen und einem Cashback-System, das im deutschen Geschäftskontomarkt vergleichslos ist. Auf der anderen Seite ist Vivid kein klassisches Kreditinstitut, sondern ein E-Geld-Institut – mit einer Einlagensicherungssituation und einem IBAN-Format, die sich von deutschen Vollbanken strukturell unterscheiden und in bestimmten Nutzungskontexten Relevanz haben.
Dieser Artikel gibt einen vollständigen Überblick über alle Vivid-Business-Tarife, ihre Konditionen und Unterschiede, den regulatorischen Rahmen, die Stärken und Grenzen des Angebots sowie eine Einordnung im Wettbewerbsvergleich.
Vivid Geschäftskonto 2026: Tarife und Konditionen
Free Start · Basic · Pro · Enterprise · Cashback bis 10 % · Zinsen bis 4 %
📋 Konditionen auf einen Blick: Free Start: 0 € / Monat · Basic: ca. 9 € / Monat · Pro: ca. 24,90 € / Monat · Enterprise: ab ca. 96 € / Monat · Unbegrenzte SEPA-Buchungen in allen Tarifen · Cashback bis 10 % bei Partnern (Google Ads, Amazon u. a.) · Zinsen bis 4 % p.a. (befristete Neukunden-Aktion) · IBAN: deutsch (DE) · E-Geld-Institut, kein klassisches Kreditinstitut · Einlagensicherung: abhängig von Partnerinstitut · Kein Dispokredit · Kein Bargeldeinzahlungsservice (eigener Standort)
✅ Stärken von Vivid Business
- Unbegrenzte SEPA-Buchungen in allen Tarifen
- Cashback bis 10 % bei Partnern (einzigartiger Marktfaktor)
- Bis zu 30 Unterkonten mit eigener IBAN
- Rechnungstool direkt in der Plattform
- Zinsen auf Kontoguthaben (Aktionssatz bis 4 %)
- Schnelle Kontoeröffnung, auch bei Schufa-Einträgen möglich
⚠️ Einschränkungen
- E-Geld-Institut – keine klassische Bankeinlagensicherung (100.000 €)
- Kein Dispokredit, keine Kreditlinie
- Kein eigener Bargeldeinzahlungsservice
- SWIFT-Gebühren können bei internationalem Geschäft ins Gewicht fallen
- Kundenservice: teils lange Reaktionszeiten in Nutzerbewertungen
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Unternehmenshintergrund: Vivid Money als E-Geld-Institut
Vivid Money wurde 2019 in Berlin gegründet und operiert mit zwei regulierten Einheiten. Die Vivid Money S.A. ist ein luxemburgisches E-Geld-Institut unter der Aufsicht der Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) in Luxemburg. Die Vivid Money B.V. ist in den Niederlanden registriert. Beide Einheiten sind keine Banken im klassischen Sinne, sondern E-Geld-Institute – ein Unterschied, der für die Einlagensicherung und die regulatorische Einordnung relevant ist.
Die Geldverwaltung bei Vivid unterscheidet sich strukturell von klassischen Kreditinstituten: Vivid verwahrt Kundengelder nicht auf einem Bankkonto, das mit der Bundesbank-Einlagensicherung abgedeckt ist, sondern legt sie in qualifizierten Geldmarktfonds an – darunter der Goldman Sachs Liquid Euro-Fonds und Fonds von BlackRock sowie als Einlagen bei der Zentralbank von Luxemburg. Vivid bezeichnet diesen Ansatz als „Safeguarding“ und betont, dass Kundengelder nicht für riskante Kreditvergaben verwendet werden.
Die Einlagensicherungsfrage ist ein strukturell wichtiger Faktor bei der Anbieterwahl: Verschiedene Quellen geben unterschiedliche Werte an, abhängig davon, welche Partnerinstitute Vivid für die Verwahrung einsetzt. Fuer-Gruender.de verweist auf eine Absicherung über die Solarisbank bis zu 100.000 Euro; Heropay und Capitalo.de nennen das niederländische Anlegerentschädigungssystem (ICS) mit 20.000 Euro. Nutzer sollten direkt bei Vivid die aktuell geltende Einlagensicherungsstruktur anfragen, da sich dies mit dem Partnermodell ändern kann. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu deutschen Vollbanken wie FYRST (Deutsche Bank AG) oder der Commerzbank, bei denen die 100.000-Euro-Einlagensicherung über die EdB gesetzlich und eindeutig gilt.
Für die IBAN-Vergabe berichten verschiedene Quellen unterschiedlich: Fuer-Gruender.de gibt an, dass das Hauptkonto und alle Unterkonten eine deutsche IBAN (DE) erhalten; Heropay verweist auf eine luxemburgische IBAN (LU). Beide Strukturen sind am Markt beobachtbar und hängen möglicherweise von der konkret genutzten Partnerstruktur und dem Eröffnungszeitpunkt ab. Für Unternehmen, bei denen die IBAN-Herkunft für Behörden, Behördeneinzugsermächtigungen oder Geschäftspartner relevant ist, sollte diese Frage vor der Kontoeröffnung direkt bei Vivid geklärt werden.
Die Vivid-Business-Tarife im Überblick
Vivid bietet eine abgestufte Tarifstruktur an, die nach Unternehmenstyp und Teamgröße differenziert. Die Preise variieren je nach Zahlungsweise: Wer jährlich zahlt, spart gegenüber dem flexiblen Monatstarif rund 22–24 Prozent. Im Folgenden sind die Nettopreise beim Jahresabo aufgeführt; die monatlich kündbaren Flex-Tarife liegen entsprechend höher.
Free Start – der kostenlose Einstiegstarif
Free Start ist für alle förderfähigen Unternehmensformen ohne monatliche Kontoführungsgebühr erhältlich. Im Tarif sind unbegrenzte beleglose SEPA-Buchungen enthalten – ein im kostenlosen Segment außergewöhnliches Merkmal, da die meisten Wettbewerber im kostenlosen Tarif Buchungskontingente begrenzen. Dazu kommen eine physische Mastercard Business Debit-Karte, eine unbegrenzte Anzahl virtueller Karten, Cashback von 0,1 % auf Kartenzahlungen und Zinsen auf Kontoguthaben (Aktionssatz). Jeder zusätzliche Nutzer über die inklusive Grundanzahl hinaus kostet 2 Euro monatlich.
Einschränkung im Free-Start-Tarif: SWIFT-Überweisungen – also internationale Überweisungen außerhalb des SEPA-Raums – sind kostenpflichtig. Auch Bargeldabhebungen unterliegen im kostenlosen Tarif Limits. Für Unternehmen mit überwiegend inländischem oder SEPA-Zahlungsverkehr und geringem Bargeld-Bedarf ist der Tarif funktional vollständig.
Basic – erweiterter Umfang für wachsende Teams
Der Basic-Tarif kostet beim Jahresabo rund 9 Euro netto monatlich (ca. 10,71 Euro brutto). Er bietet fünf physische Karten inklusive, erhöhte Cashback-Rate von 0,25 % auf Kartenzahlungen, kostenlose SWIFT-Überweisungen in begrenzter Anzahl sowie reduzierte Online-Zahlungsgebühren. Das Buchungslimit für SEPA-Transaktionen bleibt unbegrenzt.
Pro – für Teams mit höherem Koordinationsbedarf
Der Pro-Tarif ist beim Jahresabo für rund 19 Euro netto monatlich (Flex: ca. 24,90 Euro netto) erhältlich. Er richtet sich an wachsende Teams mit bis zu zehn Nutzern (Standard), erhöhten Cashback-Sätzen, mehr kostenlosen SWIFT-Überweisungen und erweiterten Ausgabenmanagement-Funktionen. Das Unterkonto-Kontingent steigt je nach konkreter Konfiguration auf bis zu 20 Unterkonten. Zusätzliche Nutzer kosten im Pro-Tarif 1 Euro monatlich je Person.
Enterprise und Enterprise+ – für mittelständische Strukturen
Die Enterprise-Tarife richten sich an Unternehmen mit größeren Teams (ab 20 Mitarbeitenden). Der Enterprise-Plan kostet in der Flex-Variante rund 96 Euro netto monatlich; Enterprise+ liegt bei ca. 249 Euro netto monatlich (Jahresabo) bzw. 339 Euro netto monatlich (Flex-Tarif). Diese Tarife bieten 30 Unterkonten, unbegrenzte physische Karten, höchste Cashback-Raten, priorisierte Kundenbetreuung und erweiterte API-Zugriffe für eigene Systemintegrationen.
Alle Vivid-Business-Tarife im direkten Vergleich
| Merkmal | Free Start | Basic | Pro | Enterprise |
|---|---|---|---|---|
| Monatliche Grundgebühr (Jahresabo, netto) | 0 € | ca. 9 € | ca. 19 € | ab ca. 96 € |
| Monatliche Grundgebühr (Flex, netto) | 0 € | ca. 11,90 € | ca. 24,90 € | ca. 96–339 € |
| SEPA-Buchungen | Unbegrenzt | Unbegrenzt | Unbegrenzt | Unbegrenzt |
| SEPA-Echtzeitüberweisung | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
| SWIFT-Überweisungen (kostenlos) | Kostenpflichtig | Begrenzt inklusive | 20 / Monat | Erweitert |
| Physische Karten | 1 inkl. | 5 inkl. | 10 inkl. | Unbegrenzt |
| Virtuelle Karten | Unbegrenzt | Unbegrenzt | Unbegrenzt | Unbegrenzt |
| Unterkonten mit eigener IBAN | 1–5 | Bis 10 | Bis 20 | Bis 30 |
| Cashback auf Kartenzahlungen | 0,10 % | 0,25 % | 0,50 % | Bis 1 % |
| Cashback bei Partnern (max.) | Bis 5 % (Partner-Aktionen) | Bis 5 % | Bis 10 % (Google Ads, Amazon etc.) | Bis 10 % |
| Zinsen auf Kontoguthaben (Aktionssatz) | Bis 4 % p.a. (befristet) | Bis 4 % p.a. (befristet) | Bis 4 % p.a. (befristet) | Bis 4 % p.a. (befristet) |
| Rechnungstool | ✔ inklusive | ✔ inklusive | ✔ inklusive | ✔ inklusive |
| ETF / Investment-Zugang | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
| DATEV-Schnittstelle | In Entwicklung / eingeschränkt | In Entwicklung | In Entwicklung | In Entwicklung |
| Bargeld einzahlen | Begrenzt (laut einzelnen Quellen über Deutsche Bank / Cash Group) | Begrenzt | Begrenzt | Begrenzt |
| Dispokredit | ✗ Nicht verfügbar | ✗ | ✗ | ✗ |
| Weiterer Nutzer (Zusatzkosten / Monat) | 2 € / Nutzer | 2 € / Nutzer | 1 € / Nutzer | 1 € / Nutzer |
Stand Mai 2026. Preise netto ohne MwSt. Angaben basieren auf Auswertungen von fuer-gruender.de, gruendung.de, geschaeftskonten24.net, heropay.eu und vivid.money (Stand März–Mai 2026). Konditionen sind variabel; stets auf vivid.money prüfen.
Das Cashback-System: strukturelles Alleinstellungsmerkmal im deutschen Geschäftskonto-Markt
Das Cashback-Programm von Vivid Business ist unter deutschen Geschäftskonto-Anbietern einzigartig in seiner Ausprägung. Während Wettbewerber wie FYRST, Qonto oder Kontist kein Cashback auf Geschäftsausgaben anbieten, zahlt Vivid auf alle Kartenzahlungen einen pauschalen Rücklauf je nach Tarif – von 0,1 % im Free-Start-Tarif bis zu 1 % im Enterprise-Bereich.
Besonders attraktiv sind die Partner-Cashbacks, die in den höheren Tarifen bis zu 10 % erreichen können – zum Beispiel bei Google Ads, Amazon Business, und in weiteren wiederkehrenden Ausgabenkategorien. Für Unternehmen, die regelmäßig nennenswerte Beträge in Online-Werbung oder Plattform-Einkäufe investieren, kann dieser Rücklauf den monatlichen Tarif-Aufwand des Pro-Tarifs deutlich kompensieren oder übersteigen.
💡 Beispielrechnung: Cashback im Vivid Pro-Tarif für ein Marketing-Unternehmen.
Ein Marketingberater gibt monatlich 2.000 Euro für Google Ads über die Vivid Businesskarte aus. Cashback bei Google Ads im Pro-Tarif: 10 %. Monatlicher Cashback: 200 Euro. Jahres-Cashback: 2.400 Euro.
Pro-Tarif-Jahreskosten (Jahresabo): ca. 19 € netto × 12 = 228 Euro. Netto-Vorteil durch Cashback: ca. 2.172 Euro jährlich – allein aus der Google-Ads-Kategorie. Die tatsächliche Cashback-Quote und Limits je Kategorie sind auf vivid.money zu prüfen; Cashback-Aktionen können sich ändern.
Zinsen auf Kontoguthaben: Struktur und aktuelle Konditionen
Vivid bewirbt Zinsen auf Kontoguthaben als festen Bestandteil des Angebots. Der Aktionszins von bis zu 4 % p.a. für Neukunden gilt für einen befristeten Zeitraum von vier Monaten. Nach Ablauf des Aktionszeitraums gelten die regulären Zinssätze, die deutlich darunter liegen. Die genaue Höhe des Dauerzinssatzes ist auf vivid.money aktuell zu prüfen, da er variabel ist.
Das Zinsmodell von Vivid basiert auf der Anlage in qualifizierte Geldmarktfonds (Goldman Sachs Liquid Euro-Fonds, BlackRock-Fonds) sowie auf Einlagen bei der Zentralbank von Luxemburg. Das unterscheidet sich strukturell von einem klassischen Tagesgeldkonto bei einer Vollbank, bei dem Einlagen als Bankguthaben gehalten werden. Für Unternehmen mit größeren liquiden Mitteln ist diese strukturelle Unterscheidung relevant für die Entscheidung, bei welchem Institut und in welcher Form Betriebsvermögen gehalten wird.
Rechnungstool und Buchhaltungsintegration
Vivid Business enthält in allen Tarifen ein integriertes Rechnungstool. Damit können Ausgangsrechnungen direkt in der Vivid-Plattform erstellt, versendet und ihrem Zahlungseingang zugeordnet werden. Das ist ein Feature, das unter kostenlosen Geschäftskonten nur bei wenigen Anbietern (Holvi, Kontist teilweise) in ähnlicher Form verfügbar ist.
Die DATEV-Schnittstelle – für viele Unternehmen mit Steuerberater eine Standardanforderung – befindet sich bei Vivid noch in der Entwicklung und ist zum Zeitpunkt dieser Recherche (Mai 2026) noch nicht vollständig implementiert. Für Unternehmen, deren Steuerberater auf DATEV-Direktimport angewiesen ist, bedeutet das im aktuellen Stand einen manuellen Mehraufwand über CSV-Export. Vivid hat laut Angaben auf seiner Website eine weitergehende Buchhaltungsintegration in der Umsetzung angekündigt.
Kontoeröffnung und unterstützte Rechtsformen
Die Kontoeröffnung bei Vivid Business erfolgt vollständig digital über die Vivid-App oder den Web-Browser. Die Identifizierung läuft per VideoIdent oder eID. Vivid gibt an, dass die Kontoeröffnung in wenigen Minuten bis Stunden abgeschlossen ist. Ein wesentlicher Unterschied zu Anbietern wie FYRST: Vivid akzeptiert auch Eröffnungsanträge bei Vorliegen von Schufa-Einträgen – da keine klassische Kreditwürdigkeitsprüfung nach deutschem Bankrecht erfolgt, sondern eine E-Geld-Lizenz zugrunde liegt.
Unterstützte Rechtsformen umfassen laut Vivid: Freiberufler, Einzelunternehmer, GbR, GmbH, UG sowie – unter bestimmten Bedingungen – Vereine und Non-Profit-Organisationen. Die Eröffnung für GmbHs und UGs erfordert Handelsregisterauszug und Gesellschaftsvertrag. Der Prozess ist nach Nutzererfahrungen schneller als bei klassischen Filialbanken, jedoch werden Kontosperrungen bei ungewöhnlichen Transaktionsmustern als Kritikpunkt in Kundenbewertungen genannt. Vivid selbst verweist auf regulatorische Compliance-Prüfungen als Ursache.
Einordnung: Für wen eignet sich das Vivid Geschäftskonto?
Gut geeignet: digital arbeitende Freiberufler und Selbstständige mit Fokus auf Kartenzahlungen und Online-Ausgaben. Wer einen Großteil seiner Betriebsausgaben per Karte tätigt – insbesondere in kategorien wie Online-Werbung, SaaS-Abonnements oder Plattform-Einkäufe – profitiert durch den Cashback-Rücklauf in einer Weise, die kein anderer deutscher Anbieter repliziert. Die unbegrenzten SEPA-Buchungen im kostenlosen Tarif sind für typische Freelancer-Volumina vollständig ausreichend.
Gut geeignet: wachsende Teams, die Ausgaben nach Mitarbeitern oder Projekten strukturieren möchten. Die Möglichkeit, bis zu 30 Unterkonten mit jeweils eigener IBAN zu führen und unbegrenzt virtuelle Karten auszustellen, schafft eine flexible Ausgabenverwaltung für Teams, die einzelnen Mitarbeitern oder Projekten eigene Budgets zuweisen möchten. Das ist für kleine und mittlere Teams eine strukturelle Stärke gegenüber klassischen Kontoanbietern.
Eingeschränkt geeignet: Unternehmen mit regelmäßigem Bargeld-Bedarf. Vivid bietet keinen eigenen, verlässlich dokumentierten Bargeldeinzahlungsservice. Für bargeldintensive Branchen – Gastronomie, Einzelhandel, Handwerk mit Barzahlungen – ist FYRST (Postbank-Filialnetz) oder eine klassische Filialbank die geeignetere Lösung.
Eingeschränkt geeignet: Unternehmen mit DATEV-pflichtigem Steuerberater. Solange die DATEV-Schnittstelle nicht vollständig implementiert ist, entstehen manuelle Mehraufwände bei der Buchhaltungsübergabe. Für Unternehmen, bei denen DATEV-Direktanbindung eine operative Anforderung ist, sind FYRST Complete, Qonto oder Kontist aktuell die bessere Wahl.
Nicht geeignet: Unternehmen mit Bedarf an Kreditlinien oder Kontokorrentkrediten. Vivid bietet als E-Geld-Institut keine Kreditprodukte. Kein Dispokredit, keine Investitionsfinanzierung, keine Kreditlinie. Für Unternehmen, die auf diese Instrumente angewiesen sind, ist eine Vollbank erforderlich.
Vivid Business im Wettbewerbsvergleich
| Kriterium | Vivid Free Start | Vivid Pro | FYRST Base | Kontist Free | Qonto Solo (9 €) | Holvi Starter |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Monatliche Grundgebühr | 0 € | ca. 19–24,90 € | 0 € (nat. P.) | 0 € | 9 € (+ MwSt.) | 0 € |
| SEPA-Buchungen | Unbegrenzt | Unbegrenzt | 50 kostenlos | Unbegrenzt | 30 inkl. | 10 kostenlos |
| Cashback auf Kartenzahlungen | 0,10 % | 0,50 % / bis 10 % Partner | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ |
| Zinsen auf Kontoguthaben | Bis 4 % (befristet) | Bis 4 % (befristet) | Tagesgeld separat (3,50 % Aktion) | ✗ | ✗ | ✗ |
| Rechnungsstellung integriert | ✔ | ✔ | ✗ | ✗ | ✔ | ✔ |
| DATEV-Schnittstelle | In Entwicklung | In Entwicklung | ✔ (Complete) | ✔ | ✔ | CSV, kein direktes DATEV |
| Bargeld einzahlen (eigener Service) | Eingeschränkt | Eingeschränkt | ✔ Postbank-Filialen | ✗ | Nur gegen Gebühr | ✗ |
| Einlagensicherung | Je nach Partnerstruktur (20.000–100.000 €); direkt bei Vivid prüfen | Wie Free Start | 100.000 € (Deutsche Bank AG) | 100.000 € (Solaris Bank) | 100.000 € (CEC Bank via Qonto) | 100.000 € (reguliertes Institut) |
Stand Mai 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Einlagensicherung bei Vivid: widersprüchliche Angaben in verschiedenen Quellen – direkt bei vivid.money klären. Konditionen aller Anbieter variabel.
Häufige Fragen zum Vivid Geschäftskonto 2026
Was kostet das Vivid Geschäftskonto 2026?
Vivid Business bietet mit Free Start einen kostenlosen Einstiegstarif ohne monatliche Kontoführungsgebühr. Die kostenpflichtigen Tarife beginnen beim Basic-Plan ab rund 9 Euro netto monatlich beim Jahresabo (ca. 11,90 Euro beim Flex-Tarif), der Pro-Tarif liegt bei ca. 19 Euro netto im Jahresabo (ca. 24,90 Euro beim Flex-Tarif). Enterprise-Tarife für Teams ab 20 Personen starten bei ca. 96 Euro monatlich aufwärts. Wer jährlich zahlt, spart gegenüber dem monatlich kündbaren Flex-Tarif ca. 22–24 Prozent. Alle Preise verstehen sich netto zzgl. 19 % MwSt.
Wie hoch ist der Cashback beim Vivid Geschäftskonto?
Der Cashback richtet sich nach dem gewählten Tarif. Im Free-Start-Tarif beträgt er 0,1 % auf alle Kartenzahlungen; im Basic-Tarif 0,25 %; im Pro-Tarif 0,5 % mit Möglichkeit auf bis zu 10 % bei ausgewählten Partnern wie Google Ads oder Amazon Business. Im Enterprise-Bereich sind bis zu 1 % auf Standardtransaktionen plus erweiterte Partner-Cashbacks möglich. Das Cashback-Programm ist ein strukturelles Alleinstellungsmerkmal von Vivid im deutschen Geschäftskonto-Markt.
Welche Einlagensicherung gilt beim Vivid Geschäftskonto?
Vivid Money ist ein E-Geld-Institut, kein klassisches Kreditinstitut. Die Einlagensicherung unterscheidet sich daher strukturell von der gesetzlichen Bankeinlagensicherung (EdB, 100.000 Euro). Stattdessen werden Kundengelder im Rahmen des Safeguarding-Modells in Geldmarktfonds und bei der Zentralbank von Luxemburg verwahrt. Je nach Partnerstruktur und Quellenlage variieren die Angaben zur Absicherungshöhe zwischen 20.000 Euro (niederländisches ICS-System) und 100.000 Euro (bei Nutzung der Solarisbank als Partnerinstitut). Unternehmen sollten die aktuell geltende Einlagensicherungsstruktur direkt bei Vivid anfragen, bevor größere Betriebsvermögen über das Konto gehalten werden.
Bietet das Vivid Geschäftskonto eine DATEV-Schnittstelle?
Eine vollständige DATEV-Schnittstelle ist bei Vivid Business zum Stand Mai 2026 noch nicht implementiert. Die Integration befindet sich nach Angaben von Vivid in Entwicklung. Buchhaltungsdaten können über CSV-Export an den Steuerberater übergeben werden. Für Unternehmen, bei denen DATEV-Direktimport eine operative Anforderung ist, bieten FYRST Complete, Qonto oder Kontist diese Funktion bereits vollständig an.
Für welche Rechtsformen kann ein Vivid Geschäftskonto eröffnet werden?
Vivid Business unterstützt Freiberufler, Einzelunternehmer, GbR, GmbH, UG sowie unter bestimmten Bedingungen Vereine und Non-Profit-Organisationen. Die Kontoeröffnung erfolgt vollständig digital. Für Kapitalgesellschaften (GmbH, UG) werden Handelsregisterauszug und Gesellschaftsvertrag benötigt. Vivid akzeptiert auch Antragsteller mit negativer Schufa, da keine klassische Kreditwürdigkeitsprüfung nach deutschem Bankrecht erfolgt.
Hat das Vivid Geschäftskonto eine deutsche IBAN?
Die Frage wird in verschiedenen Quellen unterschiedlich beantwortet. Fuer-Gruender.de gibt an, dass das Hauptkonto und jedes Unterkonto eine deutsche IBAN (DE-Prefix) erhalten. Heropay verweist auf eine luxemburgische IBAN (LU-Prefix). Die IBAN-Herkunft kann sich je nach genutztem Partnerinstitut und Eröffnungszeitpunkt unterscheiden. Für Unternehmen, bei denen das IBAN-Präfix für Behörden, Einzugsermächtigungen oder Geschäftspartner eine Rolle spielt, empfiehlt sich eine direkte Klärung mit Vivid vor der Kontoeröffnung.
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- ✔ Einlagensicherung im Vergleich: E-Geld-Institut vs. Vollbank
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