easybank Geschäftskonto 2026 – easy business basic und easy business pro: Preise, Leistungen
Die easybank ist eine der führenden Direktbanken Österreichs und seit ihrer Gründung 1996 mit dem BAWAG-Verbund verbunden. Die frühere easybank AG wurde mit der BAWAG P.S.K. verschmolzen; seitdem wird easybank als Marke dieser Bank geführt. Als digitale Direktbank ohne eigene Filialstruktur – aber mit Zugang zum BAWAG-Filialnetz für Bargeldservices – richtet sich die easybank sowohl an Privatkunden als auch an österreichische Unternehmen aller Rechtsformen.
Der B2B Award Österreich kürte die easybank zuletzt zum ersten Platz in der Kategorie Kundenzufriedenheit bei Online-Geschäftskonten; der Branchenmonitor Österreich 2026 zeichnete die easybank mit dem ersten Platz in der Kategorie Preis/Leistung aus.
Ein wichtiger Hinweis für den deutschsprachigen Markt: In Deutschland ist die easybank seit Februar 2026 als neue Marke präsent – als Nachfolger von Barclays Deutschland nach der Übernahme durch die BAWAG AG. Das deutsche easybank-Angebot umfasst derzeit primär Kreditkartenprodukte für Privatkunden; ein eigenständiges Geschäftskonto wird in Deutschland unter der Marke easybank zum aktuellen Zeitpunkt nicht angeboten.
Dieser Artikel behandelt das österreichische Geschäftskonto-Angebot der easybank, das für österreichische Unternehmen mit Sitz in Österreich zugänglich ist.
Das easy business Geschäftskonto gibt es in zwei Varianten: dem easy business basic und dem easy business pro. Beide Modelle enthalten ein quartalsweise berechnetes Manipulationsentgelt auf die größere Umsatzseite (Haben- oder Sollumsatz). Basic hat keine separate Kontoführungsgrundgebühr, berechnet aber 0,30 ‰ Manipulationsentgelt mit mindestens 6 Euro pro Monat laut Preisblatt. Pro verbindet 9 Euro monatliche Kontoführung mit 0,26 ‰ Manipulationsentgelt, mindestens 3 Euro pro Monat. Hinzu kommen je nach Tarif Buchungs- und Kartenkosten. Dieses Modell ist bei kleineren, umsatzschwächeren Unternehmen günstiger; bei höherem Umsatz steigen die Kontoführungskosten proportional.
easybank Geschäftskonto 2026: easy business basic & pro
Österreichische Direktbank · BAWAG Group · Umsatzabhängige Gebührenstruktur · IBAN: AT
Konditionen auf einen Blick
- easy business basic:
- Kontoführung: 0 € Grundentgelt; Manipulationsentgelt 0,30 ‰ der größeren Umsatzseite, mindestens 6 € / Monat, quartalsweise verrechnet · Karte: 28,08 € / Jahr
- easy business pro:
- Kontoführung: 9 € / Monat plus Manipulationsentgelt 0,26 ‰ der größeren Umsatzseite, mindestens 3 € / Monat (quartalsweise verrechnet) · 60 elektronische Transaktionen / Quartal kostenlos · PayLife Business Goldkarte kostenlos (bei positiver Bonitätsprüfung)
- Beleglose elektronische Buchungen (basic):
- 0,35 € je elektronischer Transaktion, zusätzlich zum Manipulationsentgelt
- Beleglose elektronische Buchungen (pro):
- 60 kostenlos / Quartal · ab der 61. elektronischen Buchung: 0,26 €
- Karten (basic):
- easy business Karte (Debitkarte): 28,08 € / Jahr · optional: Kreditkarte
- Karten (pro):
- easy business Karte kostenlos · PayLife Business Goldkarte kostenlos (bei positiver Bonitätsprüfung)
- Bargeld einzahlen:
- In BAWAG-Filialen möglich · Entgelt quartalsweise verrechnet
- Bargeld abheben:
- An BAWAG-Automaten und Partnerautomaten
- Fremdwährungszahlungen:
- 1,09 € + 0,75 % vom Umsatz (außerhalb Euroraum)
- Auslandsüberweisungen (non-SEPA):
- 12–150 € je nach Währung und Betrag
- IBAN:
- Österreichisch (AT) · BAWAG P.S.K.
- Einlagensicherung:
- 100.000 € gesetzlich über ESA Österreich, je Einleger insgesamt bei BAWAG P.S.K.
- KSV-Prüfung:
- Ja – keine negativen KSV-Einträge erforderlich
- Eröffnungsvoraussetzung:
- Österreichischer Unternehmenssitz · kein negativer KSV · Gewerbeschein / WIEREG-Auszug
- Easy Geldmarkt Festgeld:
- Optionales verzinstes Festgeldkonto verfügbar
Stärken der easybank
- Günstige Einstiegskosten für kleine Unternehmen
- Österreichische IBAN (AT) – keine Rückfragen bei Behörden
- Vollbank im BAWAG-Verbund – gesetzliche Einlagensicherung
- Für alle Unternehmensgrößen und Rechtsformen geeignet
- Bargeldeinzahlung in BAWAG-Filialen möglich
- Easy Geldmarkt Festgeld als Anlageoption
- Vollständig digitale Kontoeröffnung (VideoIdent)
- B2B Award Österreich 2026: 1. Platz Kundenzufriedenheit Online-Geschäftskonten
Einschränkungen
- Umsatzabhängige Gebühren skalieren mit dem Umsatz nach oben
- Debitkarte (easy business Karte) kostenpflichtig (28,08 € / Jahr) im basic-Tarif
- Teure Auslandsüberweisungen (non-SEPA): 12–150 €
- Kein Rechnungstool oder integrierte Buchhaltung
- DATEV nicht relevant (österreichischer Markt nutzt BMD, DATEV.at, Reviso u. a.)
- KSV-Prüfung bei Eröffnung
- Nur für österreichische Unternehmen (kein Konto für deutsche Unternehmen)
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Die zwei easy business-Kontomodelle im Detail
easy business basic – das umsatzabhängige Einstiegsmodell
Das easy business basic ist das Einstiegsangebot für österreichische Unternehmen. Die Kontoführungsgrundgebühr beträgt 0 Euro. Daneben berechnet die Bank ein Manipulationsentgelt von 0,30 Promille (‰) der größeren Umsatzseite des Kontos – also des Haben- oder Sollumsatzes eines Quartals. Das Preisblatt nennt mindestens 6 Euro pro Monat, bei quartalsweiser Verrechnung also 18 Euro. Die Produkt-FAQ nennt abweichend 6 Euro pro Quartal; vor dem Abschluss sollte die im Vertrag vereinbarte Mindestbelastung bestätigt werden.
Dieses Modell ist besonders für kleine Unternehmen mit geringem monatlichem Umsatz attraktiv: Wer im Quartal einen Gesamtumsatz (Haben- oder Sollseite) von bis zu 60.000 Euro hat, zahlt den Mindestbetrag von 18 Euro pro Quartal. Für Kleinstunternehmen mit z. B. 5.000 Euro quartalsweisem Umsatz würde die umsatzabhängige Gebühr 0,30 ‰ × 5.000 = 1,50 Euro betragen – weit unter dem Mindestbetrag. Der Mindestbetrag von 18 Euro pro Quartal ist also in der Praxis für die meisten kleinen Unternehmen der tatsächliche Betrag.
Bei stark wachsenden oder umsatzstarken Unternehmen skalieren die Kosten: Bei einem quartalsweisen Umsatz von 100.000 Euro wären das 0,30 ‰ × 100.000 = 30 Euro pro Quartal (10 Euro monatlich). Bei 500.000 Euro Quartalsumsatz: 150 Euro pro Quartal (50 Euro monatlich), jeweils vor Buchungs- und Kartenkosten. Pro berechnet bei demselben Umsatz 27 Euro Kontoführung plus 130 Euro Manipulationsentgelt, insgesamt 157 Euro vor weiteren Kosten. Erst Buchungsvolumen und Kartenbedarf zeigen, welches Modell insgesamt günstiger ist.
Im easy business basic kostet jede elektronische Transaktion 0,35 Euro zusätzlich zum Manipulationsentgelt. Automatentransaktionen kosten 0,90 Euro, manuelle und Schaltertransaktionen 4 Euro. Die erste easy business Karte (Debitkarte) kostet 28,08 Euro jährlich und ist nicht kostenlos enthalten.
easy business pro – Pauschalgebühr mit Transaktionspaketen
Das easy business pro kostet 9 Euro monatlich (quartalsweise verrechnet: 27 Euro pro Quartal). Im Lieferumfang enthalten sind 60 kostenlose elektronische Transaktionen pro Quartal – das entspricht rund 20 Buchungen monatlich. Ab der 61. elektronischen Buchung im Quartal werden jeweils 0,26 Euro berechnet. Zusätzlich zur Grundgebühr fällt ein Manipulationsentgelt von 0,26 ‰ der größeren Umsatzseite an, mindestens 3 Euro monatlich. Die easy business Karte ist im pro-Tarif kostenlos enthalten; darüber hinaus gibt es eine PayLife Business Goldkarte (Kreditkarte) ohne Jahresgebühr – vorausgesetzt, die Bonitätsprüfung fällt positiv aus.
Das easy business pro eignet sich für Unternehmen, die das elektronische Freipostenpaket sowie die enthaltene Debit- und Kreditkarte nutzen. Eine vollständig umsatzunabhängige Pauschale ist es allerdings nicht: Auch bei Pro wächst das Manipulationsentgelt mit den Kontoumsätzen. Bei 100.000 Euro Quartalsumsatz und 60 elektronischen Buchungen kostet Basic beispielsweise 30 + 21 + 7,02 = 58,02 Euro pro Quartal einschließlich anteiliger Debitkartengebühr. Pro kostet bei dieser Nutzung 27 + 26 = 53 Euro; manuelle Buchungen und andere Zusatzleistungen sind in beiden Beispielen ausgeschlossen.
Gebührenübersicht: easy business basic vs. pro
| Merkmal | easy business basic | easy business pro |
|---|---|---|
| Kontoführungsgebühr | 0 € Grundentgelt; dazu 0,30 ‰ Manipulationsentgelt, mindestens 6 € / Monat | 9 € / Monat plus 0,26 ‰ Manipulationsentgelt, mindestens 3 € / Monat |
| Monatliche Mindestkosten (vor Buchungen und Karte) | 6 € laut Preisblatt; quartalsweise Abrechnung | 12 € (9 € Kontoführung + mindestens 3 € Manipulationsentgelt) |
| Buchungsvolumen inkl. | Keine elektronischen Freiposten; 0,35 € je Buchung | 60 elektronische Transaktionen / Quartal; danach 0,26 € |
| easy business Karte (Debitkarte) | 28,08 € / Jahr | Kostenlos inklusive |
| PayLife Business Goldkarte (Kreditkarte) | Optional · kostenpflichtig | Kostenlos (bei positiver Bonitätsprüfung) |
| SEPA-Überweisungen (Euroraum) | 0,35 € je elektronischer Transaktion | Innerhalb der 60 elektronischen Freiposten inklusive; danach 0,26 € |
| Fremdwährungszahlungen (außerhalb Euroraum) | 1,09 € + 0,75 % vom Umsatzbetrag | 1,09 € + 0,75 % vom Umsatzbetrag |
| Auslandsüberweisungen (non-SEPA) | 12–150 € je nach Währung/Betrag | 12–150 € je nach Währung/Betrag |
| Bargeld einzahlen (BAWAG-Filialen) | ✔ (Entgelt quartalsweise verrechnet) | ✔ |
| Easy Geldmarkt Festgeld (optional) | ✔ verfügbar | ✔ verfügbar |
| Apple Pay / Google Pay | ✔ | ✔ |
| IBAN | Österreichisch (AT) | Österreichisch (AT) |
| Einlagensicherung | 100.000 € gesetzlich (ESA Österreich) | 100.000 € gesetzlich (ESA Österreich) |
| Rechnungstool | ✗ | ✗ |
| KSV-Prüfung bei Eröffnung | Ja · keine negativen Einträge | Ja |
Stand Mai 2026. Angaben basieren auf den offiziellen Preisblättern easy business basic und pro, jeweils Stand Mai 2026. Alle Preise in Euro. Basic: 0 € Kontoführungsgrundgebühr, aber 0,30 ‰ Manipulationsentgelt mit mindestens 6 € monatlich laut Preisblatt, plus Buchungskosten. Pro: 9 € monatlich plus 0,26 ‰ Manipulationsentgelt mit mindestens 3 € monatlich. Stets aktuelle Konditionen auf easybank.at prüfen. Ausschließlich für österreichische Unternehmen zugänglich.
Das umsatzabhängige Gebührenmodell: Vor- und Nachteile
Das easy business basic-Modell mit dem umsatzabhängigen Manipulationsentgelt ist in der deutschsprachigen Banklandschaft vergleichsweise selten. Die meisten Wettbewerber berechnen Pauschalgebühren oder transaktionsbasierte Gebühren; der promillebasierte Ansatz ist ein Erbe traditioneller österreichischer Firmenkontomodelle.
Der Vorteil: Für Kleinstunternehmen und Neugründer mit sehr geringem Umsatz ist das Modell günstig. Wer vierteljährlich weniger als 72.000 Euro Umsatz auf dem Konto hat, zahlt den Mindestbetrag von 18 Euro pro Quartal – zuzüglich 0,35 Euro je elektronischer Buchung und gegebenenfalls Kartenkosten. Das sind mindestens 6 Euro monatlich für das Basiskonto laut Preisblatt, was im Vergleich zu vielen Filialbanken in Österreich günstig ist.
Der Nachteil: Mit steigendem Umsatz steigen die Kontoführungskosten linear. Ein Unternehmen mit 200.000 Euro Quartalsumsatz zahlt bei Basic 60 Euro Manipulationsentgelt pro Quartal (0,30 ‰ × 200.000), zuzüglich Buchungen und Karte. Pro kostet bei diesem Umsatz 27 Euro Grundentgelt plus 52 Euro Manipulationsentgelt, also 79 Euro vor Zusatzleistungen. Ohne Buchungen und Karten liegt der rechnerische Gleichstand erst bei 675.000 Euro Quartalsumsatz; bei realer Kontonutzung verschiebt sich dieser Punkt.
💡 Breakeven easy business basic vs. pro: ab wann lohnt sich das pro-Modell?
easy business basic: max(18 €, 0,00030 × Quartalsumsatz) zuzüglich Buchungen und Karte.
easy business pro: 27 € + max(9 €, 0,00026 × Quartalsumsatz) zuzüglich Zusatzleistungen.
Ohne Buchungs- und Kartenkosten ergibt sich bei hohen Umsätzen: 0,00030 × Q = 27 + 0,00026 × Q → Q = 27 / 0,00004 = 675.000 € Quartalsumsatz vor Buchungs- und Kartenkosten.
Bei 675.000 Euro Quartalsumsatz kosten die isolierten Umsatz- und Kontoführungsentgelte beider Modelle jeweils 202,50 Euro pro Quartal. Eine universelle Schwelle von 36.000 Euro Monatsumsatz gibt es nicht.
Praktische Empfehlung: Bei wenig Umsatz und wenigen Buchungen kann Basic günstiger sein; bei vielen elektronischen Transaktionen und Bedarf an beiden Karten sprechen die Freiposten und enthaltenen Karten für Pro. Für die Entscheidung gehören deshalb sämtliche Buchungs- und Kartenkosten in die individuelle Rechnung.
Easy Geldmarkt Festgeld: Liquiditätsanlage für Firmenkunden
Für natürliche Personen mit easy business Konto steht optional easy geldmarkt business zur Verfügung. Dieses Festgeldprodukt kann laut Bank nicht für juristische Personen eröffnet werden; es bietet feste wählbare Laufzeiten für betriebliche Rücklagen. Das Produkt ermöglicht die strukturierte Anlage von Betriebsreserven zu festen Zinssätzen. Die aktuell veröffentlichte Zinsstaffel beträgt 1,80 % p. a. für 6 Monate, 2,00 % für 12 Monate, 2,20 % für 24 Monate und 2,25 % für 60 Monate, bei einer einmaligen Mindesteinlage von 100 Euro (abgerufen im Oktober 2026). Das Konto ist kostenlos zu führen und die Einlagen unterliegen derselben gesetzlichen Einlagensicherung wie das Geschäftskonto.
Für österreichische Einzelunternehmer und andere natürliche Personen mit easy business Konto, die Steuerrücklagen oder projektbezogene Rücklagen getrennt anlegen möchten, ist easy geldmarkt business eine mögliche Lösung – ohne separates Konto bei einer anderen Bank eröffnen zu müssen.
Kontoeröffnung und Voraussetzungen
Die Kontoeröffnung für das easy business Konto erfolgt vollständig digital – per VideoIdent über die easybank App oder den Browser. Der B2B Award Österreich attestiert der easybank einen unkomplizierten und schnellen Eröffnungsprozess, der nach Angaben der Bank in wenigen Minuten abgeschlossen ist.
Voraussetzungen für die Kontoeröffnung: Unternehmenssitz in Österreich, keine negativen KSV-Einträge (KSV: Kreditschutzverband der Kreditorenwirtschaft – das österreichische Pendant zur deutschen Schufa), sowie je nach Rechtsform ein Gewerbeschein oder Befähigungsnachweis und ein aktueller WiEReG-Auszug (Auszug aus dem Register der wirtschaftlichen Eigentümer, erforderlich für eingetragene Unternehmen). Für nicht eingetragene Einzelunternehmer, freie Berufe und neue Selbstständige ist kein WIEREG-Auszug notwendig.
Unterstützte Rechtsformen: Einzelunternehmen, Freiberufler, GmbH, KG, OG, AG und weitere österreichische Unternehmensformen. UG (haftungsbeschränkt) ist eine spezifisch deutsche Rechtsform und in Österreich nicht existent.
Bargeldinfrastruktur über BAWAG-Filialen
Als digitale Direktbank ohne eigene Filialen nutzt die easybank das BAWAG-Filialnetz für Bargeldservices. Bargeldeinzahlungen sind in BAWAG-Filialen möglich; das Entgelt wird quartalsweise verrechnet. BAWAG-Filialen sind hauptsächlich in Wien und Ostösterreich vorhanden. In anderen Bundesländern kann die Verfügbarkeit des BAWAG-Filialnetzes eingeschränkter sein als in Wien.
Diese Bargeld-Infrastruktur unterscheidet die easybank positiv von rein digitalen FinTechs wie Kontist oder Tide ohne eigene Bargeldeinzahlungsmöglichkeit. N26 ist dagegen kein passendes Gegenbeispiel: Über CASH26 sind auch in Österreich kostenpflichtige Bargeldeinzahlungen bei Handelspartnern möglich. Sie ist jedoch weniger weitreichend als das BAWAG-PSK-Postzahlungsnetz, das historisch über Postfilialen verfügbar war.
Einordnung: Für wen eignet sich das easybank Geschäftskonto?
Besonders geeignet: Österreichische Kleinstunternehmer und Freiberufler mit geringem Transaktionsvolumen. Für österreichische Freiberufler und Einzelunternehmer mit wenigen monatlichen Buchungen ist das easy business basic-Modell mit ca. 6 Euro monatlicher Mindestgebühr eines der günstigsten Firmenkonto-Angebote im österreichischen Markt. Der B2B Award Österreich 2026 bestätigt die hohe Kundenzufriedenheit.
Gut geeignet: Kleine GmbHs und KGs mit niedrigem Buchungsvolumen. Bei ihnen kann Basic wegen der fehlenden separaten Kontoführungsgrundgebühr günstiger ausfallen. Eine starre Umsatzschwelle reicht zur Entscheidung jedoch nicht, weil beide Tarife umsatzabhängige Entgelte enthalten und Pro zusätzliche Freiposten und Karten bietet. Die österreichische IBAN (AT) und die vollständige digitale Kontoführung entsprechen den Anforderungen des modernen österreichischen Unternehmens.
Gut geeignet: Unternehmen mit Bedarf an Festgeld-Anlage. Das optionale easy geldmarkt business ist für natürliche Personen mit easy business Konto eine Möglichkeit, Betriebsreserven befristet anzulegen. Ein separates Sparkonto wird dafür eröffnet; GmbHs und andere juristische Personen können dieses konkrete Produkt laut Bank nicht nutzen.
Eingeschränkt geeignet: Unternehmen mit internationalem Zahlungsverkehr außerhalb des SEPA-Raums. Die Gebührenstruktur für Auslandsüberweisungen (non-SEPA: 12–150 Euro) und Fremdwährungszahlungen (1,09 Euro + 0,75 %) ist teuer. Für international agierende Unternehmen ist Wise Business als Ergänzungskonto oder Revolut eine kostengünstigere Lösung für internationale Transaktionen.
Nicht für deutsche Unternehmen. Das easy business Konto der easybank ist ausschließlich für Unternehmen mit Sitz in Österreich zugänglich. Deutsche Unternehmen können bei der österreichischen easybank kein Geschäftskonto eröffnen. Die in Deutschland operierende easybank (BAWAG AG Niederlassung Deutschland, ehemals Barclays) bietet kein Geschäftskonto an.
easybank im Vergleich mit österreichischen Wettbewerbern
| Kriterium | easybank basic (mind. 6 € / Mon.) | easybank pro (9 € / Mon.) | Holvi Lite (4,50 € / Mon. Jahresabo) | N26 Standard (0 €) | Erste Bank / Sparkasse (ca. 15–20 € / Mon.) |
|---|---|---|---|---|---|
| Grundgebühr und umsatzabhängige Mindestentgelte | 0 € Grundgebühr; mindestens 6 € Manipulationsentgelt / Monat laut Preisblatt | 9 € / Monat plus mindestens 3 € Manipulationsentgelt / Monat | 4,50 € / Monat bei Jahreslaufzeit, netto | 0 € Grundgebühr, mögliche Zusatzkosten | Beispielwerte, bank- und produktabhängig |
| IBAN | Österreichisch (AT) | Österreichisch (AT) | Deutsch (DE) | Deutsch (DE) – in AT manchmal Rückfragen | Österreichisch (AT) |
| Bargeld einzahlen | ✔ BAWAG-Filialen | ✔ | ✗ | CASH26 (kostenpflichtig) | ✔ Filialservice |
| Rechnungstool | Kein integriertes Tool; optional 12 Monate balmung-Aktion mit separatem Vertrag | Wie Basic | Lite ohne Rechnungstool; Pro mit Rechnungstool | Kein integriertes Rechnungstool | Je Konto und Zusatzprodukt |
| Kreditkarte inklusive | Kostenpflichtig | ✔ kostenlos (Bonität) | ✗ | Nur Debitkarte | Kostenpflichtig |
| Festgeld / Tagesgeld | easy geldmarkt business für natürliche Personen mit Geschäftskonto; keine GmbHs | Wie Basic, produktabhängige Voraussetzungen | Kein klassisches Holvi-Festgeld | Kein Festgeld im Business-Konto zugesagt | Je Bank und Produkt gesondert prüfen |
| Einlagensicherung | 100.000 € (ESA Österreich) | Wie basic | Safeguarding (Partnerbanken) | 100.000 € EdB (DE) | 100.000 € ESA Österreich |
Stand Mai 2026. Das easybank Geschäftskonto ist ausschließlich für österreichische Unternehmen zugänglich. Alle Angaben ohne Gewähr; stets aktuelle Konditionen auf easybank.at prüfen. Erste Bank / Sparkasse: beispielhafte Vergleichswerte; Konditionen je Filiale variabel.
Unternehmenshintergrund: easybank als österreichische Direktbank der BAWAG Group
Die easybank wurde 1996 als Direktbank gegründet; heute wird sie nach der Verschmelzung der früheren easybank AG als Marke der BAWAG P.S.K. geführt – der Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft. Heute ist die easybank vollständig in die BAWAG Group integriert, einem der größten Bankkonzerne Österreichs. Die BAWAG Group ist an der Wiener Börse notiert und bedient rund 1,9 Millionen Kunden in Österreich und weiteren europäischen Märkten.
Bankhintergrund, Aufsicht und weitere Informationen
Die easybank operiert seit ihrer Gründung als rein digitale Direktbank ohne eigenes Filialnetz. Durch die Integration in die BAWAG Group profitieren Geschäftskunden jedoch vom BAWAG-Filialnetz für Bargeldservices: Einzahlungen können in BAWAG-Filialen vorgenommen werden, was die easybank von FinTechs ohne Bargeldinfrastruktur unterscheidet. BAWAG-Filialen sind primär in Ostösterreich konzentriert.
Die Einlagensicherung bei der easybank entspricht dem gesetzlichen österreichischen Standard: Einlagen sind über die Einlagensicherung Austria GmbH (ESA) bis zu 100.000 Euro je Einleger gesetzlich abgesichert. Die Sicherungsgrenze gilt für alle Einlagen desselben Kunden bei BAWAG P.S.K. zusammen, auch wenn sie unter verschiedenen Marken geführt werden. Das frühere Sicherungssystem der Banken und Bankiers begründet keinen zusätzlichen separaten Schutz.
Wichtiger Hinweis zur Marktabgrenzung: In Deutschland operiert seit Februar 2026 ebenfalls eine Bank unter dem Namen easybank – allerdings handelt es sich dabei um die BAWAG AG Niederlassung Deutschland, die das ehemalige Barclays-Deutschland-Geschäft weiterführt. Diese deutsche easybank bietet kein Geschäftskonto an und ist produktmäßig nicht identisch mit dem österreichischen easy business Konto. Wer in Deutschland ein Geschäftskonto sucht, findet die relevanten Angebote in unserem Geschäftskonto-Vergleich.
Häufige Fragen zum easybank Geschäftskonto 2026
Was kostet das easybank Geschäftskonto?
Das easy business basic-Konto berechnet keine feste monatliche Grundgebühr, hat aber ein Manipulationsentgelt von 0,30 Promille der größeren Umsatzseite (Haben- oder Sollumsatz) pro Quartal – mindestens 6 Euro monatlich laut Preisblatt. Dazu kommen 0,35 Euro je elektronischer Buchung. Das easy business pro-Konto kostet 9 Euro monatlich plus 0,26 Promille Manipulationsentgelt, mindestens 3 Euro monatlich, jeweils quartalsweise verrechnet. Im pro-Tarif sind 60 elektronische Transaktionen pro Quartal kostenfrei enthalten; die easy business Karte und eine PayLife Business Goldkarte sind bei positiver Bonitätsprüfung ohne Jahresgebühr im Lieferumfang.
Ist das easybank Geschäftskonto auch für deutsche Unternehmen verfügbar?
Nein. Das easy business Konto der easybank ist ausschließlich für Unternehmen mit Sitz in Österreich zugänglich. Eine Kontoeröffnung setzt einen österreichischen Unternehmenssitz, einen Gewerbeschein oder Befähigungsnachweis sowie einen KSV-Auszug ohne negative Einträge voraus. Die seit Februar 2026 in Deutschland unter dem Namen easybank operierende BAWAG AG Niederlassung Deutschland (ehemals Barclays Deutschland) bietet kein Geschäftskonto an.
Welche Einlagensicherung gilt beim easybank Geschäftskonto?
Einlagen auf dem easy business Konto sind über die österreichische Einlagensicherung Austria GmbH (ESA) bis zu 100.000 Euro je Einleger gesetzlich abgesichert. Die ESA ist Österreichs gesetzliches Einlagensicherungssystem und Bestandteil der europäischen Einlagensicherungsrichtlinie (DGSD) – strukturell gleichwertig mit dem deutschen EdB-System. Guthaben desselben Einlegers unter verschiedenen Marken der BAWAG P.S.K. werden dabei zusammengezählt; das frühere System der Banken und Bankiers stellt keine zusätzliche zweite Sicherung dar.
Wann ist easy business pro günstiger als basic?
Das hängt von Kontoumsatz, Buchungen und Kartenbedarf ab. Basic berechnet max(18 Euro, 0,30 ‰ Quartalsumsatz), Pro 27 Euro plus max(9 Euro, 0,26 ‰ Quartalsumsatz). Ohne Buchungen und Karten liegt der rechnerische Gleichstand bei 675.000 Euro Quartalsumsatz. Pro enthält aber 60 elektronische Buchungen je Quartal, die erste Debitkarte und bei positiver Bonitätsprüfung eine PayLife Business Goldkarte; Basic berechnet 0,35 Euro je elektronischer Buchung und 28,08 Euro jährlich für die Karte. Dadurch kann Pro auch bei deutlich geringerem Umsatz günstiger sein.
Bietet die easybank Bargeldeinzahlung für Geschäftskunden an?
Ja. Im Gegensatz zu vielen digitalen FinTechs ermöglicht die easybank Geschäftskunden Bargeldeinzahlungen über das BAWAG-Filialnetz. BAWAG-Filialen sind primär in Wien und Ostösterreich vertreten. Das Entgelt für Bargeldein- und auszahlungen wird quartalsweise verrechnet; konkrete Gebühren sind dem aktuellen Preisblatt auf easybank.at zu entnehmen. Für Unternehmen in Bundesländern mit geringerer BAWAG-Filialdichte kann die Verfügbarkeit eingeschränkt sein.
Welche Buchhaltungssoftware ist mit dem easybank Geschäftskonto kompatibel?
Für die Anbindung von Buchhaltungs- und ERP-Systemen bietet easybank Business Banking über EBICS V3.0 an. EBICS ist das Bankkommunikationsverfahren; ELBA bezeichnet dagegen eine Electronic-Banking-Software beziehungsweise Raiffeisen-Banking-Angebote und ist kein eigenes Standardprotokoll. Ob eine konkrete Buchhaltungssoftware mit dem Konto zusammenarbeitet, hängt von ihren Schnittstellen und der Einrichtung ab. Das Preisblatt nennt 7,50 Euro monatlich für EBICS beziehungsweise EBICS Web sowie gesonderte Einrichtungskosten. Zur Kontoeröffnung wird außerdem ein optionales zwölfmonatiges Softwareangebot von balmung vermittelt; es ist ein separater Vertrag mit balmung, kein dauerhaft im Kontopreis enthaltenes Buchhaltungsprogramm.
Geschäftskonto vergleichen – easybank und alle Alternativen
Ob easybank basic oder pro, Holvi, N26, Erste Bank oder eine andere österreichische Bank: Im Vergleichsrechner finden Sie das passende Konto für Ihre Rechtsform, Ihr Transaktionsvolumen und Ihre Anforderungen an Festgeld, Kreditkarte und Bargeldservice.
- easybank basic vs. pro: Gesamtkosten abhängig von Umsatz, Buchungsvolumen und Kartenbedarf
- Umsatzabhängiges Gebührenmodell: was bedeutet das in der Praxis?
- Österreichische IBAN (AT): Vorteil gegenüber deutschen FinTechs
- Easy Geldmarkt Festgeld: Anlage von Betriebsreserven ohne separates Konto
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